I. Jahrg.
erley der lei⸗ Schnell würde in Lebenslaufe iht, wenn wir digiän die u ſchwelgt gten uſerer bür rger⸗ pun, die alle rleibt rückt,
l⸗
1 t und den wo nur
uke ihr in 9 ü Neliy ſo apfindu agen umath an; nie
un— ja wohl
daße in ſauf⸗ en Bruder ein teſte und doch efühlen halten er Mannſchaft l wie der Po⸗ „wohin keines er einem einzi⸗
en und elnfelhle
ende die ſe ohne Schreine des Gefühl, das us ihren n heiße⸗
lt voll ruhiger,
un ijſna 1
Antlang ge fun
Ida von unnt J. Nauig
Mehrele 4 ſin
„ 2r
Nr. 41.] Dritte folge. 353 2
beſeligender Wonne erſchafft, oder eine Welt voll bitteren, und dem Herzen Zufriedenheit bringen. Allen Deinen
ſchneidenden Wehs. Die wahre Stimme ihrer Liebe er⸗ Wünſchen kommt ſie zuvor; das Feuer brennt hell und
tönt erſt nach langem Harren und Sehnen; angſtvoll hütet ſie ihren koſtbarſten Edelſtein, angſtvoll bis zu ſeltſamer Reizbarkeit ſcheut ſie jegliche Berührung ihres Kleinodes; ſie wird Freundlichkeit und Güte zeigen, aber das Oeffnen der wahren Thore, die des Herzens Fluthen eindämmen, und das Ausſtrömen der leidenſchaftlichen Sehnſucht, die der Liebe unzertrennliches Eigenthum iſt, kommt erſt weit ſpäter. Und ſchrecklich, dreimal ſchrecklich iſt der Stoß, wenn dieſem Entſchluſſe kein verwandtſchaftlicher Strom entgegen fluthet. —
Nelly— der Gedanke füllt Dein Auge mit Thränen
muß ſolch ein Herz haben; es ſpiegelt ſich in ihrem
ganzen Wandel, jede ihrer Handlungen iſt ein Bild lieb⸗ licher Weiblichkeit. Dieſe zarte Schüchternheit verleiht ihr einen ſüßen Reiz, ſie würde eine Gattin ſein, der das menſchliche Herz Liebe und Verehrung zollen muß.
Und während dieſer Gedanke an Beſcheidenheit und Sanftmuth die erträumte Gattin mit lieblichen Reizen ſchmückt, verſcheuchſt Du das freundliche Phantom in die einſtige, noch ſo ſchattenhafte Heimath die die Zu⸗ kunft für Dich birgt— und der ſie Glanz und Licht ver⸗ leihen ſoll.
— Sie iſt da, um Dir ein— Gott ſei mit Dir! zuzurufen und ein Lebewohl, das wie eine ſüße Melodie vor Deinem Ohre ſchwebt, wenn Du zur Arbeit des täg⸗ lichen Lebens von ihr gehſt. Sie iſt da, Dich zu begrüßen, wenn Du Abends ermüdet von des Tages Laſt und heimkehrſt, ihr heiterer Blick verſcheucht die Ermattung,
ſie ſchlingt leiſe den Arm um Deinen Nacken, und das
Hitze
ihrer Stirn und füllt Dein Auge mit Thränen zweifachen
Dankes— gegen ſie und den Himmel. Sie vernachl äſſigt die altfränkiſchen
Reinlichkeit und Ordnung nicht, die
Tugenden der der Heimath Ruhe
Willkommen ihres Herzens ſtrahlt wie Sonnenſchein auf
luſtig auf dem blank gefegten Heerde; der alte Armſtuhl ſteht an ſeinem Platze; das Bewußtſein Deines Unwerthes ſucht Dich wie ein ſtrafender Geiſt heim und füllt doch zu⸗ gleich Dein Herz mit neuer, warmer Hingebung für die Ge⸗ liebte, die für Dein Wohl und Deine Bequemlichkeit mit ſolch wachſamer Liebe ſorgt.
Sie iſt ſanft und lieblich— und feſſelt Deine Liebe durch dieſelben tauſend unnennbar beſcheidenen Tugenden, die ſie einſt geweckt haben und die aus ihrem ganzen Le⸗ ben und Handeln reden. Sie ſchleicht ſich in Dein Herz ein, ohne daß Du ihren Tritt hörſt, wie der Sommerwind, der ſeinen Hauch leiſe über die ſchlafenden Thäler weht.
Sie weiß, daß ihre Stimme Dich zur Heiterkeit zurück ruft und Deine Befürchtungen lindert, wenn Sorge Dich heimſucht; ſie rückt ihren Stuhl dicht neben den Deinen, bſ Deine Hand mit zutraulicher Innigkeit und blickt
Dir liebevoll in Dh ernſte Geſicht; ach wie iſt da der Un⸗ annehmlichkeit der Stachel ſchnell geraubt! Und ſie geht nicht wieder von Dir, durch heiteres Geplauder lenkt ſie die Gedanken auf eine andere Bahn, ſie weiß, daß ihre Liebe Dich der Sorge ledig macht, daß ſie Dir den ſüßen heiligen Frieden ins Herz gießt, den nur ſolche Heimath, ſolche Gattin gewähren kann. Und wenn Krankheit kommt, Krankheit, die Du faſt um des beſeligenden Mitleides der Pflegerin willen willkommen heißeſt,— ſo iſt die Berüh⸗ rung ihrer Hand, die auf der fieberheißen Stirn liegt,
oder ihrer Finger, die mit den wirren Locken Deines Haares ſpielen, ſo voll Güte und Theilnahme, daß das laute Bedauern aller Deiner ſonſtigen Freunde nichtig und kalt d dac gegen erſcheint, und wenn die Kräfte erſch dit ſind und Du für Worte zu ſchwach biſt, dann greifſt Du nach der 1 uern Hand, und Deine Thränen reden lanter als die Lippe von der Fülle der Freude, des Dankes und
der Liebe, d die Dein Herz beſeligen.
duellen Stimmung. Auch im Franzöſiſchen hat Frau B. v. R. ſich verſucht; ſo erſchien jüngſt von ihr ein Roman aus der nieder⸗ ländiſchen Geſchichte: Niko Velcki(Brüſſel, Kießling, Schnee& Comp., 1856).
Miscellen. Mannigſaltiges.
Im Anfang des ſechzehnten J Jahrhunderts gehörte es förm⸗ lich zur Predigt, daß der Geiſtliche an beſtimmten Stellen ſeiner Rede huſtete, und man meinte d derſelben dadurch eine beſondere Anmuth zu geben. In einer in Frankreich gehaltenen und 1500 zu Brügge gedruckten Predigt hat der Verfaſſer durch verſchiedene Hem Hem! am Rande angegeben, wo er gehuſtet hatte. c.
Ein Corporal von den Cavalieren(der Partei des Königs während der engliſchen Revolution) wurde gefangen und zum T verurtheilt. Am Tage vor der erwarteten Hinrichtung ſchrieb er folgenden Brief an ſeine Frau, von d dem er dachte, daß er erſt am
Tage nach ſeinem Tode ankommen werd
„Liebe Frau! In der Hoffnung, d daß Du Dich eben ſo wohl be efind eſt, als ich bin, während ich dies ſchreibe, ſchreibe ich Dir, um Dir anzuzeigen, daß ich geſtern zwiſchen elf und zwölf Uhr gehängt und geviertheilt wurde. ch ſtarb ſehr reumüthig und Jedermann beklagte mein Loos. Grüße freundlichſt meine armen, daterloſen Kinder. Dein bis zum Tode W. B.“
Dieſer ehrliche Burſche hatte aber das Glück, durch eine Ab⸗ theilung königlicher Truppen befreit zu werden und die Genug⸗
Tode
thuung, alle diejenigen hängen zu ſehen, die ihn an den Galgen bringen wollten. Indeſſen hatte er dafür das Loos, ſein Lebelang ausgelacht zu werden, denn vor Ankunft der Poſt, welche die Be⸗ freiung meldete, hatte ſeine Frau ſich ſchon wieder verheirathet. Der Corporal konnte nichts machen, ſo lieb er ſie hatte und ſo gern er ſie zurückgenommen hätte, denn ſie konnte Jja, daß er todt ſei, von ſeiner eigenen Hand vorzeigen, womit ſie die Freiheit wie⸗ der erlangte. c.
In Peking ſind Hoſpitäler für Taubſtumme und Stumme, welche von den Strafen erhalten werden, die zänkiſche, keifende Weiber bezahlen müſſen. c
Bei den alten Römern d Göttern ſchwören,
urften die Frauen bei allen möglichen nur nicht bei Hercules. c.
des
Königin Anna, Gemahlin
des unglücklichen Richard II. von
England, Schweſter Kaiſer Wenzel's und Tochter Karl’s IV.,
lehrte die engliſchen Frauen in der Weiſe reiten, wie ſie es heutzu⸗ thun; ſonſt ritten ſie ebenſo wie Männer. c.
In Berlin wurde unlängſt ein Verbrecher
zur Hinrichtung mit dem Schwert verurtheilt.
Auf den Richtplatz geführt, fragte
der P atient d en Henker, als ihm dieſer die Augen verband:„Ich bitte Sie, ſagen Sie mir, welchen Tag wir heute haben.“„Es iſt Montag,“ antwortete der Henker, worauf jener ausrief:„Na
nu, dieſe Woche fängt wieder ſchön an!“


