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Das kann den Teufel nicht koſten. alles erſt finden.“
Löhr hatte Mühe, den Freund von der Stelle zu bringen, was doch nöthig war, da die Sonne ſchon tief ſtand und ſie noch drei Stunden Weges vor ſich hatten. Nach einiger Zeit fragte Schubart:„Aber, wie kommt es, Freund, daß Du mir ſo zuredeſt, hier zu bleiben, da Du doch ſelbſt wieder nach Amerika gehſt und gern hingehſt?“ — Löhr antwortete:„Weil Du nicht nach Amerika paſſeſt und weil ich es für vernünftiger halte, das näher Liegende zu ergreifen.“— 3
Schubart blieb im Vaterlande, ein Hinterwäldler in Deutſchland. Was er nach mehreren Jahren ſchon er⸗ reicht hatte, berichtet der Erzähler dieſer Geſchichte:
Ich machte Freund Löhr auf einige Tage von ſeinem Geſchäft los, damit er mich zu unſerm Freund Schubart begleitete, der auf dem Elsbacher Hofe eine wunderliche Wirthſchaft treiben ſollte. Auch der Pfarrer Böttcher, der lange Jahre in Amerika war, gehörte zu meinen früheren Bekannten. Böttcher, den wir zuerſt beſuchten, nahm uns gar freund⸗ lich auf und war ſchon wieder recht gemüthlich deutſch ge⸗ worden. Schubart. Chauſſee bis nahe an den ehemaligen Schafhof gehen konn⸗ ten. Es war dies eine neue Straße, die durch das Fluß⸗ thal unter dem Grünen Holze wegging und bei Schubart’s Hofe den Berg heraufkam. Dieſe machte die ganze Gegend viel wohnlicher, beſonders da ſich nicht weit vom Hofe ein Wirth angebaut hatte, weil die Vorſpanne lebhaft ging. Der ehemalige Schafhof war ſehr verändert. Schubart hatte einen Garten angelegt, einen förmlichen Wald von Obſtbäumen, darunter viele Wallnußbäume, um den Hof angepflanzt, und vor das Haus einige ſchon große Linden gepflanzt. Aus dem Sumpfe war ein ſchöner Fiſchteich geworden. Die Felder ringsum ſtanden üppig, und man
Doch das wird ſich
Ronellen Zeitung.
Wir waren ſogar aus einem Dorf gebürtig.
Er begleitete uns auf den Elsbacher Hof zu Wir wunderten uns, daß wir auf einer guten
(II. Jahrg.
ſah es an den großen gleichmäßigen Stücken, daß ſie einem Herrn gehörten. Schubart hatte faſt die ganze Wüſtung Elsbach den Burkhardsrodern mit Hülfe eines unterhändlers, den Morgen zu 10 Thalern, abgekauft und zog jetzt ſchönen Weizen, wo früher eine Schafheerde ſich kümmerlich nährte und hin und wieder ein Wägelchen Esparſette nach Hauſe gefahren worden war. Dagegen fand Löhr das Grüne Holz lange nicht ſo, wie er vermuthet hatte! Nur der obere Theil und die Thalſchlucht war Feld und Wieſe geworden, und nur der gegen Mittag ge⸗ richtete Bergabhang war abgetrieben und mit Kirſchen und Wallnußbäumen bepflanzt. Schubart, der erſt das Gut nicht groß genug bekommen konnte, hatte gefunden, daß ihm die hundert Morgen, die er bis jetzt ungefähr bewirth⸗ ſchaftete, genug zu thun gaben. Auch keine Schneidemühle war gebaut worden, da ſeit Schubart's Ankunft das Holz viel beſſer bezahlt wurde. Uebrigens ſollte noch alles ſchlechte Holz von bauwürdigen Grundſtücken entfernt werden.
In ſeinem Hauſe hatte Schubart anfangs Unglück ge⸗ habt. Seine Frau Mathilde, die eine Miterbin des Grünen Holzes, ein ſchwächliches Frauenzimmer, war im erſten Wochenbett geſtorben, und er konnte ſich lange nicht tröſten. Endlich hatte er vor zwei Jahren wieder geheirathet und zwar eines Bauern Tochter aus hem Altenburg'ſchen, ein gar ſchmuckes, gut erzogenes und unterrichtetes Mädchen, die ihn glücklich machte und ſeine Wirthſchaft muſterhaft in Ordnung hielt und ſein Gut mehrte.
Als ich mit den Freunden unter einer ſchönen Birke, von wo man das ganze Flußthal überſehen konnte und in der Ferne die blauen Berge erblickte, beim Frühſtück ſaß und wir von früherer Zeit, die Freunde auch von Amerika ſprachen, rief Schubart begeiſtert:„Das Vaterland iſt doch ſchön!“ Und ich hob mein Glas und rief anklingend: „Deutſchland für immer!“
Hudibras, ſpottet nicht wenig über dieſe Bärte und ſagt, als er den ſeines Helden beſchreibt:
This hairy meteor did denounce
The fall of scepters and of crowns. (Dies haarige Meteor verkündete den Fall von Sceptern und Kronen.) c.
Mannigfaltiges.
Ein bekannter Oberregiſſeur, der ſehr an Zerſtreutheit litt, ſchrieb eines Tages zwei Briefe an zwei Perſonen, die im ſelben Hauſe wohnten.
Er ſchrieb auf den erſten Brief: An Herrn Dr. X. Johannis⸗ gaſſe Nr. 3.
Und auf den zweiten Brief: An Madame Z. Gleiche Adreſſe.
Beide Briefe warf er in den gleichen Briefkaſten und konnte nachher nicht begreifen, daß der eine ſeine Beſtimmung erreichte, der andere nicht.
Dr. Derham erzäblt in einem von ihm 1727 herausgegebenen Buche von einem Holländer, der durch die Kraft ſeiner Stimme ein Trinkglas zerbrechen konnte. c.
Die Frauen, die ihre Männer ermordeten, wurden früher nach dem engliſchen Geſetze verbrannt. c.
Bis zum Jahre 1350 und ſelbſt noch ſpäter wurde in Eng⸗
land ein zum Tode Verurtheilter begnadigt, wenn er leſen
konnte. Man hielt ihm eine lateiniſche Bibel vor und wenn er
las, ſo hieß es:„Quod legit“ und er war frei. Ja lernte ein Verurtheilter zwiſchen der Verurtheilung und der Execution leſen, ſo ward er noch unter dem Galgen begnadigt, wovon man ſogar noch ein Beiſpiel unter der Regierung der Königin Eliſabeth findet. c.
Ein dem Könige Heinrich VIII. von England gehöriger Papagei flog aus einem Fenſter des Palaſtes zu Weſtminſter und fiel in die Themſe. Der erſchrockene Vogel erinnerte ſich der ihm gelehrten Worte und ſchrie aus vollem Halſe:„Ein Boot, ein Boot, für zwanzig Pfund!“— Ein alter Bootführer, der in der Nähe war, hörte es, rettete den Vogel und brachte ihn dem Könige zurück, in der Hoffnung, die Belohnung zu erhalten, welche der
Vogel verſprochen hatte. Der König verſprach, er ſolle erhalten, was der Papagei ſagen werde, und dieſer ſchrie:„Gib dem Spitzbuben einen Groſchen!“— e.
Ein Schiffscapitain, der einen Arm und ein Bein verloren hatte, kam in einen Gaſthof. Er hieß den Kellner ihm ſein Bein abſchnallen und dann auch den Arm, der künſtlich von Stahl
gemacht war. Der Kellner that das Verlangte, konnte aber ſein (Erſtaunen nicht verbergen, welches ſich auf ſeinem Geſichte deutlich abſpiegelte. Der Capitain, der mit innerlichem Lachen dieſes mit CEntſetzen gemiſchte Erſtaunen des einfältigen Menſchen bemerkte, befahl demſelben nun mit der ernſthafteſten Miene, ihm den Hals abzuſchrauben. Ganz außer ſich vor Entſetzen ſtürzte der Kellner zur Thür hinaus und rief,„daß der Teufel in Nr. 7 logire!“—
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