IlI. Jahrg
ſagte„Wer uſt da kann n.“
ad auerfädein ingen. Lohr verſchiedenen nd ihn zwar ffenheit, daß drin wachſen. llde, die ſich te und einige Gieſen zeigte, im wüſten Kartoffeln, n mit Flachs die Reſidenz allt Dir's?“ ilich traurig iſtein raucht ttete:„Es Bettelſtab ſo heißt der eine Schafe reicher, der,
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Dritte folge.
davon ragten ein Paar nicht viel kleinere wilde Birnbäume Schubart ſchilderte dieſen als einen angenehmen, gaſt⸗ in die Luft. Sie fanden den Schäfer oder Schweinehändler freundlichen Mann, bei dem ſie ein paar Stunden angenehm auf dem Hofe auf einem Strohhaufen mehr liegend als zubringen könnten. Da Beide der Ruhe bedürftig waren, ſitzend und beſchäftigt, junge Schweine zu ſchneiden, deren ſo nahm Löhr dieſen Vorſchlag gern an. Zugleich erzählte Geſchrei die Wanderer ſchon lange gehört hatten. Seine Schubart zu Löhr's großer Verwunderung, der Pfarrer ſchmierige Ehehälfte half dem Manne und hatte dabei ein Böttcher ſei erſt vor zwei Jahren aus Amerika zurückge⸗ kleines Kind im Schooße, während die größeren auf die kehrt, wo er lange Zeit geweſen, und habe eine geborene Bettelei ausgezogen waren. Obgleich der eine Fremde ſo⸗ Amerikanerin zur Frau. Unter dieſer Erklärung waren gleich als der Hofbeſitzer erkannt wurde, ſo kümmerte ſich V ſie in das Dorf gekommen. Dies war ein großer Ort, der doch der Schweineſchneider nicht um ihn und griff nicht b aber an Schmuz und düſterem Anſehen kaum ſeines Gleichen einmal nach der Mütze. Dieſe Leute waren nichts als fnden konnte. Kein Haus war abgeputzt, keine Thür, kein Tadel gewöhnt, wenn Jemand von den Beſitzern kam oder Fenſterladen angeſtrichen, kein Gartenzaun war ganz, und abgeſchickt wurde, und betrachteten dieſelben als Feinde in den dumpfigen Grasgärten ſtanden mehr Eſchen als und Störer ihrer Ruhe. Auf die Frage, wie es ginge, krüppelhafte Zwetſchenbäume und manchmal recht mächtige fing der Mann an zu klagen und zu ſchimpfen und erklärte, wilde Aepfel- oder Birnbäume. Die Höfe waren ſämmtlich es könne Niemand hier oben beſtehen, wenn die Herrſchaft ſo, daß der Weg über den Miſt ging. Die Thore waren nicht etwas bezahle. meiſtens entzwei. Nur die ſchöne neue Kirche mit einem Die von dem ſtarken Morgenſpaziergang ermüdeten ſtattlichen Thurm und das gut ausſehende Pfarrhaus zeich— Wanderer nahmen auf einem umgeſtürzten Stoßtrog Platz. neten ſich vor allen Gebäuden aus. Schubart fragte nach dem Walde, wenn der Förſter zuletzt Die Wanderer wurden, wie Schubart vorausgeſagt da geweſen, und klagte über ganz friſchen Holzdiebſtahl. hatte, gut aufgenommen, denn die Landpfarrer ſind im Der Mann antwortete kurz und ungenügend, ſo daß der Allgemeinen ſehr gaſtfrei, und die an den von Städten Herr das Fragen bald ſein ließ. Nach einiger Zeit warf entfernt liegenden Orten ſind froh, wenn ſie von einem ge⸗ Löhr die Frage auf, ob wohl das wüſte Land zwiſchen dem bildeten Menſchen beſucht werden. Da Löhr als ein Ame⸗ Hofe und Walde zu kaufen wäre, er habe ſchon mit einem rikaner vorgeſtellt wurde, ſo waren beide Männer bald in Feldbeſitzer davon geſprochen. Ferner, wie hoch wohl der ein Geſpräch über Amerika verwickelt. Endlich ſtellte Löhr Morgen zu ſtehen kommen werde.—„Wollen Sie kaufen, auch die Frage, was den Pfarrer bewogen habe, wieder Herr?“ fragte der Schweineſchneider haſtig, und fuhr fort: nach Deutſchland zu kommen und da zu bleiben. Nicht „Ich bin gut dafür, daß Sie den Acker um fünf Thaler ohne einige Verlegenheit erzählte Böttcher, daß er eigentlich bekommen, im Ganzen vielleicht noch billiger. Die Burk⸗ nur gekommen ſei, um ſeine Eltern noch einmal zu ſehen hardsroder verkaufen den ganzen Kram, wenn ein Bie⸗ und ihnen ſeine Frau vorzuſtellen. Zur Anſtellung ſei er ter käme.“ faſt ohne ſein Zuthun gekommen. Er habe in der Haupt⸗ Löhr antwortete nicht darauf, und da Schubart auf ſtadt den Kirchenräthen ſeinen Beſuch gemacht und ſei bald dem Hofe nichts mehr zu ſuchen hatte, ſo brachen die darauf zu dieſer einträglichen Stelle vorgeſchlagen worden. Freunde auf und gingen nach Burkhardsrode zu, um auf Er habe ſich zwar erſt lange beſonnen, endlich aber habe dem Rückwege bei dem dortigen Pfarrer einzuſprechen. der ſehnliche Wunſch ſeiner Eltern, die nicht weit von dem
Um nur ein Beiſpiel des frechen Stegreif⸗Ritterthums zu lie⸗ nicht, da wir die Künſtlerin niemals geſehen; das aber wiſſen wir fern, worin dieſe Helden von der literariſchen Heerſtraße excelliren, mit Beſtimmtheit, daß jene unter dieſem brandmalswerthen Trei⸗ wollen wir nachſtehende, hier allgemein bekannte Thatſache citiren. ben ſicher bedeutend leiden muß, wenn nicht, in Ermangelung einer
Einer dieſer Agenten⸗Wegelagerer erbietet ſich einer jungen direct eingreifenden Behörde, das Publicum durch ſeine laut aus⸗ auswärtigen Tänzerin, ihr ein Engagement an einem der hieſigen zuſprechende Verachtung dieſem unwürdigen Treiben ein baldiges Privattheater zu verſchaffen, und ſchließt die Bedingung mit ihr Ende macht. ab, daß ihm diejenige Summe von ihrem Gehalte, die eine Jahres⸗
gage von ſechshundert Thalern überſteige, fortlaufend zufließe. ſer Fiaar Der Handel geſchloſſen, vermittelt er einen Gehalt von achthun⸗ Pariſer Jigatd. dert Thalern und bezieht nun regelmäßig den Ueberſchuß von Niemand iſt ſo erfindungsreich, als es die Pariſer Journali⸗
zweihundert Thalern in monatlichen Raten. Das ging ganz fried⸗ ſten ſind, wenn ſie ihre Gegner vernichten wollen. Was Eugene lich ſeinen Gang, bis endlich die Mutter der Tänzerin hier eintraf, Mirecourt in ſeinen„Contemporains“ von Alexandre Dumas von dem ſauberen Handel hörte, an der Stelle ihrer minorennen d. A. erzählte, kennen unſere Leſer. Nicht weniger unerſchöpflich Tochter auftrat und dem Buſchklepper das Handwerk legte. Der in der Verfolgung des Veteranen iſt das Blatt„Der Figaro.“ In ſchwieg natürlich, um der geſetzlichen Ahndung für plündernden ſeiner neueſten Nummer erzählt es:
Wucher an Unmündigen zu entgehen, aber die Selbſtbeherrſchung, Vor ungefähr 20 Jahren reiſt ein Geſchäftsmann aus Paris die ſein Mund über ſich gewann, vermochte er nicht ſeiner Feder zurück in ſeine Heimath Lyon. In der Poſt ſitzt neben ihm ein aufzulegen, und von Stund' an ward die junge Tänzerin, deren Witzbold, ein Schwätzer, ein Bonvivant, ein Tauſendſaſſa, aber Lob bis dahin die Spalten ſeines Journals gefüllt, nicht nur als jedenfalls der beſte Reiſegefährte, den man ſich denken kann. Künſtlerin an deſſen Pranger geſchlagen, ſondern ſeine rohe Un⸗ Der Geſchäftsmann, als man in Lyon ausſteigt, iſt ganz verſchämtheit ſchonte ſie in ihren perſönlichen Lebensverhältniſſen entzückt von der Tournure und Verve ſeines Begleiters, ſo daß er nicht, in die er auf wahrhaft freche Weiſe die ſo unſanft inter⸗ ausruft:„Sacrédie! Es iſt mir nicht genug, Ihre Bekannt⸗ venirende Mutter zog und Beide dem Hohn und Spott der Leſer ſchaft gemacht zu haben. Sie ſind ein guter Kerl, ein Schwere⸗
in den ſchmählichſten Diatriben in ſeinem Journale preis gab, nöther, Sie ſchwatzen den Teufel zu Grunde,— wir wollen einen
den ſaubern Text noch durch nicht minder ſaubere Zeichnungen Handel zuſammen machen!“
verſchönernd.„Und welchen?“ 414 Das geängſtigte Mädchen konnte endlich dieſe ſtete Qual„Erſt eſſen wir zuſammen! Beim Deſſert ſprechen wir da⸗
nicht länger ertragen und floh Berlin bei Nacht und Nebel. Ob von,— ich habe eine Idee! Sie müſſen ſich verwerthen! Wol—
die Kunſt bei dieſer Flucht einen Verluſt erlitten, wiſſen wir len Sie?“


