Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
631
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Jahrg.

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Nr. 40.] Sein oder nicht ſein, verſetzte die Couſine.Ueber⸗ ſchreiten wir den Rubicon und erwarten wir, wie Rom uns

empfange! (Schluß folgt.)

Hinterwäldlerleben in Deutſchland').

Schubart hatte bei Auseinanderſetzung ſeiner Verhält⸗ niſſe dem Freunde unter anderem von einem Waldantheile erzählt, den er von einer Tante mit noch zwei weitläufig verwandten jungen Mädchen geerbt hatte. Dieſes Erbe machte ihm große Sorge und war die hauptſächlichſte Ur⸗ ſache der verzögerten Auswanderung. Obſchon dieſe Wald⸗ fläche von 240 Landesackern auf 20 bis 25000 Thaler abgeſchätzt wäre, alſo auf ſeinen Antheil 7 bis 8000 Thaler kämen(was allerdings zu hoch gerechnet ſei, da für einen ſolchen Preis in der Gegend gute Felder zu haben ſeien), ſo habe ſie doch ſeit Jahren nicht mehr eingebracht, als die Verwaltungskoſten betrügen, ſo daß er, ſo zu ſagen, nichts als Aerger davon habe. Dazu gehörte ein elender Hof, den ein früherer Beſitzer der Schafzucht wegen angelegt hatte, weil große Hutungen in der Nähe waren. Dieſe letzteren hatte aber eine benachbarte Dorfgemeinde durch einen langwierigen Proceß an ſich gebracht, und nun waren nur noch wenige zum Hof gehörende Aecker geblieben, die ſeit Menſchengedenken wüſt lagen. Seitdem war der Schaf⸗ hof eine Laſt für die Beſitzer geweſen, und ſie waren froh,

*) Aus: Angelroder Dorfgeſchichten, oder Die Amerikaner in Deutſchland. Eine unterhaltende und lehrreiche Erzählung für Bauern und Bauernfreunde. Von Herrmann Jäger. Weimar, 1856. Verlag von Ferd. Janſen& Comp.

Dritte folge.

wenn ſich ein Taglöhner, dem man die Holzaufſicht über⸗ trug, entſchloß, dort zu wohnen, damit nur der Hof nicht ganz verödet war. Schubart's und der beiden andern Erben eifrigſter Wunſch war, dieſes nutzloſe Erbe zu ver⸗ kaufen; gleichwohl fand ſich für einen viel niedrigeren Preis kein Käufer dazu, denn das Holz war ſchlecht im Stande und konnte, wegen ſchlechter Abfuhre, nur ſchlecht ver⸗ werthet werden. Schubart beredete den Freund, mit ihm einen Ausflug nach dieſem Wald zu machen, und Beide be⸗ gaben ſich eines ſchönen Morgens auf den Weg.

Die Gegend, durch welche ſie kamen, bot eine große Abwechſelung von niedrigen Hügeln und Thälern, Feld, Wieſe und Wald, ſo daß von letzterem große zuſammen⸗ hängende Flächen gar nicht zu ſehen waren. Die zahlreichen kleinen Wäldchen, bald aus Nadelholz, bald aus Miſch⸗ wald beſtehend, bedeckten meiſt die Spitzen und Nordſeiten der Hügel. Man fand jedoch auch Wäldchen in ebenen Lagen mitten zwiſchen Feldern, oft lange ſchmale Streifen, denen man es anſah, daß ſie früher Acker geweſen waren. Einmal kamen die Wanderer durch ein ſolches Kiefern⸗ wäldchen, welches mitten zwiſchen guten Ackerſtücken lag. Löhr äußerte darüber ſein Befremden und fing an, die Stammzahl der ſehr einzeln ſtehenden Bäume zu über⸗ ſchlagen. Er ſagte darauf:Welcher Unſinn, dies bischen Wald ſtehen zu laſſen! Mich wundert's nur, daß ihn nicht der Sturm über den Haufen geworfen hat, weil er ſo allein daſteht. Ich bin überzeugt, daß ſämmtliches Holz 500 Thaler werth iſt, wenn es jetzt geſchlagen wird. Legt der Beſitzer dieſe Summe auf Zinſen, ſo hätte er nach fünf Jahren über 600 Thaler, nur zu vier Procent gerechnet. Dieſe Zinſen betragen wenigſtens noch einmal ſo viel als der muthmaßliche Holzzuwachs. Das Ausroden und Ur⸗ barmachen würde ſich durch den Verkauf der Stöcke bezahlt machen. Nun hätte der Beſitzer ein Feld, das ihm gera⸗ dezu geſchenkt iſt und gut bewirthſchaftet einen anſehnlichen jährlichen Ertrag bringt.Zufällig kenne ich den Be⸗

Auch auf ihm, wie auf faſt allen Jüngern ſeiner Kunſt, hat die

Laſt äußerer Sorgen geruht; pecuniärer Mangel ſetzte ſeiner wiſſenſchaftlichen Laufbahn eine Grenze und veranlaßte ihn, bei

den kleinſten in Sachſen herumziehenden Truppen ſein Glück zu verſuchen. In Waldenburg in Sachſen betrat er zum erſten Male die Breter. Lebhaft, wie jene neuen Eindrücke ihm noch vor der Seele ſtehen, ſchilderte er uns ſein Debüt als einer der Räuber in einem uns begreiflicher Weiſe unbekannten Stücke Der Fackeljunge von Verona. Die Toilette der ſämmtlichen

Mitſpielenden wurde auf der Bühne gemacht, da es eine eigne Garderobe nicht gab. Der junge Anfänger, mit den Myſterien des Bodens, den er neu betrat, nicht vertraut, hat dabei das

Unglück, indem er ſeinen Mantel ſich maleriſch drapirt, durch das Podium in den Raum unter der Bühne hinabzugleiten. Dunkel tritt, mit kleinem Lämpchen in der Hand, eine ehrwürdige Geſtalt mit langent, weißem Eremitenbarte ihm entgegen, es

war der biedere Alte der Truppe, der erſt im zweiten Acte auftritt

und deshalb im erſten das Souffliren übernehmen will. Mit der Herablaſſung des Meiſters begrüßt er wohlwollend würdig den Anfänger im geſangreich näſelnden ſächſiſchen Accent:Nu, wollen Sie auch die Schwelle Dahliens überdräten, junger Gunſtanfänger? Aber nicht lange behandelten die Collegen den Novizen mit Herablaſſung, ſchon am zweiten Abende hatte er eine rößere Rolle, und ſo war der unſcheinbare, mißachtete junge Nann bald ein Gegenſtand des Neides, der ſich bei Mitgliedern und Publicum in Reſpect zu ſetzen wußte. Wo es ohne Rüge von Seiten der Zuhörer vorüberging, daß jener ſelbige biedere Alte ſagen konnte:Ich ſtürzte mich in das Feuer und rettete den Herren meines Koffers, ſtatt:den Koffer meines Herren,

Dort im

da durfte der ernſte, ſtrebſame Jünger freilich bald einmal die Studenten, die aus Uebermuth Störung veranlaßten, mitten in der Rolle, ohne einzuhalten, durch die Einlage außer Faſſung und zur Ruhe bringen:Ihr habt heut' wieder recht viel Bier getrunken! 1 7. Dies ein paar Reminiscenzen aus Grunert's Anfängen. In Hannover betrat der Künſtler zum erſten Male eine große Bühne. Von hier wurde er 1846 als Regiſſeur und erſter Cha⸗ rakterdarſteller nach Stuttgart engagirt. Kürzlich erſt wurde ihm die Ehre eines Rufes an das Berliner Hoftheater zu Theil; da er aber dort lebenslänglich gebunden iſt und der König in Berlin ſeit Gründung der Schneider ſchen Alterverſorgungsanſtalt keine Penſionen mehr bewilligt, ſo konnte Grunert dem Verlangen

nicht nachkommen und gehört ferner dem würtembergiſchen Hof⸗ theater an.

Zur Länder⸗ und Völkerkunde. Rönigsgräber. (Schluß.)

Wir ſtiegen alſo hinab in das Grab. Es iſt das Trompeter⸗ grab in dem Königsthale, wie Belzoni es nannte. Die Bauern hatten bemerkt, daß der Boden an dieſer Stelle des Hügels einſank, und machten den Dr. Rüppell darauf aufmerkſam. Die. Deutſchen gehen ſicher und gründlich, doch langſam, und während der Doctor noch darüber nachſann, wie es zu öͤffnen, wurde es durch Belzoni bereits offen gelegt, der ſo ſeinen Namen mit einem der wohlerhaltenſten Ueberbleibſel verkettete.