Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
613
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iiht die Rihte Alte wollte, ich wiſſen, da hat der geſteckt, die § ſie will, und

ie Erde geſcha⸗ aſtürzen mögen den Grafen um d meiner eifer⸗

was wird er eſt? Er wird mbeleidigt, er zwar gefaßt reunde mit der ing unzuftieden ung, aber doch h Hauſe.

on früh. Die reulich. Wohl inem Piſtolen⸗ aorher mit aller lag die Sache te Sache. Ich eit geſucht, dee fig verweigert. taufboldes war

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abei zu kurz

gfalt und Ar⸗ wenn man ſich

azuden in die uſtänden in d ntaſtiſhen Form H ihter vieleict alität von Jenn

nen e r⸗ ainerfüͤrhie 1 Schnunbar.

Nr. 39.]

ſchlagen will. Ich kenne nichts, das weniger comme il maut wäre, als in einer vernachläſſigten Toilette zu einem ſolchen rencontre zu kommen.

Man beweiſt dadurch erſtens Geringſchätzung gegen ſeinen Gegner und dadurch erniedrigt man ſich ſelbſt, und dann muß man für jeden möglichen unglücklichen Fall ſo ajuſtirt ſein, daß der Arzt bei dem Unterſuchen der Wunden keinen Toilettenfehler entdecken könne.

Eine ſorgfältige Toilette hat immer etwas ungemein Belebendes. Nach einem angeſtrengten Ritt, nach einem angreifenden Gange auf ſtaubigen Straßen thut oft friſche Wäſche und feiner Parfüm mehr als alle geprieſenen medi⸗ ciniſchen Stärkungsmittel, und ſelbſt bei traurigen, nieder⸗ gedrückten Gemüthsſtimmungen liegt etwas Tröſtendes und Erhebendes in der ſorgfältigen Toilette. Während man im Schlafrock und verworrenem Haar verzweifeln wollte,

Dritte folge.

fühlt man ſich, friſirt und friſch angekleidet, wie neugeboren

und das Herz füllt ſich mit neuer Hoffnung. Die alten Griechen ſtellten mit Recht das 20,0 20α ο ſo hoch und fanden die Vollendung des Menſchen in der Vereini⸗ gung innerer und äußerer Schönheit. Das 12b der Alten, die plaſtiſche Schönheit haben wir nicht mehr, ſie iſt mit den Göttern des Olymps verſchwunden; dafür haben wir die Eleganz und wir ſind damit beſſer daran, denn die plaſtiſche Schönheit war ein Geſchenk des Himmels, die Eleganz aber iſt eine Errungenſchaft der Geſinnung und Bildung.

So verſchwand auch in mir alle Unruhe, alle Beklem⸗ mung, als ich angekleidet vor meinem Spiegel ſtand, das Blut floß frei und luſtig durch meine Adern und ich blickte heiter hinaus in den Morgenſonnenſchein.

Noch werde ich dich nicht zum letzten Male ſehn, du flammende Sonne, rief ich dem Geſtirne des Tages zu, du wirſt mir Glück vom Himmel herab lächeln, und viel⸗ leicht kann noch Alles gut werden.

Mein Freund trat herein und war erſtaunt, mich mehr

in der Stimmung zu finden, als ob wir zu einer Jagd, als zu einem Duell gehn ſollten. Indeß die Zeit war da, der Wagen wartete, wir gingen hinab.

Haſt Du Waffen mit? fragte mein Secundant.

Nein, ich habe das Alles meinem Gegner überlaſſen.

Wie unvorſichtig! wenn er den Degen wählt, biſt Du im Nachtheil; ich glaube, Du haſt ſeit zwei Jahren keinen Gang mehr gemacht.

Sei nur ruhig, ſagte ich,er iſt ein vollkommener Ehrenmann, und überdies iſt er der Beleidigte und in vollem Recht. Uebrigens habe ich meine Paraden im Kopf und ſo gar leicht würde ſeine Klinge den Weg zu meinem Herzen nicht finden.

Wir fuhren durch die thaufriſche Gegend. Die Blumen öffneten ſich dem Morgenlicht und die ganze Natur leuchtete wie zu einem Feſttage geſchmückt.

Als wir uns dem Walde näherten, ſtieg ein Falke links neben uns auf.

Sieh da, ein günſtiges Vorzeichen, rief ich.

Die glückbringenden Vögel fliegen rechts, ſagte mein Begleiter.

Mit Nichten, verſetzte ich,die alten römiſchen Augurn nahmen die linke Seite für die heilverheißende. Uebrigens iſt jedes Omen gut, wenn wir es gut aufnehmen, die Furcht kennt nur böſe Vorzeichen!

Da ſind wir, ſieh, unſere Gegner warten, das iſt fatal, bei ſolchen Dingen muß man zuerſt auf dem Platz ſein.

Wir ſprangen aus dem Wagen.

Der alte General begrüßte uns aus der Entfernung höflich. Graf Arthur, der ihn begleitet hatte, trat zu uns.

Ich hoffe, es wird den Herren recht ſein, ſagte er, daß wir Piſtolen gewählt haben. Herr Doctor N..., fügte er hinzu, indem er auf einen dritten Herrn deutete, hat die Güte gehabt uns zu begleiten.

Ich bin mit Allem einverſtanden, erwiderte ich.

Der General ſowohl als ſein Secundant traten uns

Angeli zu dem Dichter Bautru ſagte, als er in ihn drang, an der königlichen Tafel den Hut aufzuſetzen.

Der Aſtrolog William Lilly ſagt in ſeiner Selbſtbiographie, als er der Wachſtube in Whitehall überliefert worden, habe er geglaubt, er ſei in der Hölle;denn Einige ſchliefen, Andere fluchten, Andere rauchten Tabak; und im Ofen des Gemachs lagen zwei Scheffel zerbrochener Tabakspfeifen und faſt eine halbe Ladung Aſche. Ich weiß nicht, was er gedacht haben würde, wenn er einen Blick in dieſe Heidelberger Studentenkneipe geworfen hätte. Er würde ſicherlich nicht geglaubt haben, im Himmel zu ſein; es wäre denn ein ſcandinaviſcher Himmel geweſen. Die Fenſter ſtanden offen; und dennoch war die Atmoſphäre von dem Tabaksqualm und Bierdunſt ſo dick, daß die Talglichter nur düſter brannten. Eine Menge Studenten ſaßen in dem geräu⸗ migen Saale an drei langen Tiſchen; ein Gemiſch von jungen Leuten, die auf deutſchen Univerſitäten unter dem Spitznamen bemooſte Häupter, alte Häuſer und junge Burſche bekannt ſind. Sie rauchten, tranken, ſangen, ſchrien und erörterten die wichtigen

Haar und ein ſehr ſchmuziges Hemd. Er war Präſident des Abends, und als Flemming mit dem Baron und ſeinem Freund in das Zimmer trat, ſchlug er mit einem gewaltigen Rappier auf den Tiſch und rief mit lauter Stimme:

Silentium!

In demſelben Augenblick ward am Ende des Saales eine Thür aufgeriſſen und eine Proceſſion Neuangekommener, oder graſſer Fuͤchſe, wie ſie in der Studentenſprache heißen, trat ein,

je zwei und zwei, wild, unerfahren und verblüfft drein blickend.

Als ſie näher heran kamen, mußten ſie unter zwei entblößten Klingen, von zwei alten Häuſern kreuzweis gehalten, hinweggehen, welche Letztere mit Stücken angebrannten Korkes einen ungeheuern Bart auf die zarte, roſige Wange eines Jeden malten, ſo wie ſie unter dieſem Triumphbogen hindurchgingen. Während die Pro⸗ ceſſion in den Saal trat, erhob der Präſident wieder ſeine Stimme

und begann das wohlbekannte Fuchslied, in deſſen Chor alle An⸗

Geſetze der breiten Steine und der Goſſe. Ebenſo hatten ſie viel

über Beſen und Zobel und Pouſſaden zu ſprechen, und wenn man ihnen für den Lärm, den ſie machten, etwas angeſchrieben hätte, wie es in den alten holländiſchen Wirthshäuſern Reiſenden geſchieht, ſo hätten ſie dafün eine größere Rechnung bezahlen müſſen, als für ihr Bier.

Auf dem mittelſten Tiſch ſaß in einem großen Lehnſtuhl eines jener ausgezeichneten Individuen, welche unter deutſchen Stu⸗ denten als Senioren oder Anführer der Landsmannſchaften bekannt ſind. Er war geſtiefelt und geſpornt und trug eine ſehr kleine rothe Mütze und ein ſehr knappanliegendes Wamms und ſehr langes

weſenden fröhlich einfielen: Was kommt dort von der Höh? u. ſ. w.

Jetzt war das Lied zu Ende. Inzwiſchen waren den Brandern, wie diejenigen heißen, welche ſchon einen Zeitraum hindurch auf der Univerſität geweſen, große Büſchel und Streifen Papier in die Haare geflochten worden und wurden dann auf ein gegebenes Zeichen angezündet, und die Brander ritten unter

ſchallendem Gelächter auf Stühlen um den Tiſch. Als dieſe Ceremonie vorüber war, erhob ſich der Präſident und hielt mit feierlicher Stimme eine lange Rede, worin alte Studentenwitze mit vielen väterlichen Ermahnungen über das beginnende Leben vermiſcht waren, und das Ganze war mit auserwählten Sprüchen aus dem alten Teſtament reichlich ausgeſchmückt. Hierauf ſetzten

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