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Nr. 37.—
2* Literariſche eſhcechungen.
Angelroder Dorfgeſchichten, oder Die Ameri⸗ kaner in Deutſchland. Eine unterhaltende und lehr⸗ reiche Erzählung für Bauern und Bauernfreunde. Von Herrmann Jäger.— Weimar. Ferd. Janſen und Comp. 1856.
Unter dieſem anſpruchsloſen Titel und in unſchein⸗ barem Gewande tritt uns hier wieder eins von den wenigen Büchern entgegen, von denen wir ſagen können, daß wir ſie mit wahrer Befriedigung und mit dem Bewußtſein ge⸗ leſen haben, dadurch unſre Anſchauungen erweitert zu ſehen.
Das Buch trägt aus W. H. Riehl's„Bürgerlicher Geſellſchaft“ ſein Motto:„Der Baker iſt die erhaltende Macht im deutſchen Volke; ſo ſuche man denn auch dieſe Macht zu erhalten!“— Das, was Riehl über das Weſen des Bauernſtandes ſagt, mag man in der philoſophiſchen und culturgeſchichtlichen Begründung, in der er es gibt, nicht unbedingt anerkennen wollen; man mag auch die wenigen Hinweiſe zu darauf bezüglichen praktiſchen Ein⸗
3 richtungen, die er gibt, unzulänglich oder gar ungeſchickt finden,— das Weſen deſſen, was er ſagt, und die Ten⸗ denz, in der er es ſagt, wird ſicher von allen verſtändigen
4 Pn rtei en der öffentlichen Verhältniſſe eine gleiche Zuſtim⸗
uerhäen Das vorliegende Werkchen will dieſe An⸗
e gen einerſeits in ihrer inneren Wahrheit und Noth⸗
wendigkeit dem großen, beſonders dem bäuerlichen Publicum zum zußtſein, und andrerſeits zugleich für die thatſäch⸗
ice Durchführung jener Wahrheit und Nothwendigkeit nächſtliegenden Mittel und Wege in Vorſchlag bringen.
4 In dem Riehl'ſchen Worte„Erhaltung des Bauern⸗ ſtandes“ liegt ein doppelter Begriff,— es handelt ſich
zunächſt darum, die thatſächliche Exiſtenz deſſelben in Deutſchland zu erhalten, die große Maſſe vor dem in den letzten Jahren ſo erſchrecklich graſſirenden Auswanderungs⸗ fieber zu bewahren. Ueber dieſe Abſicht des Buches ſagt der Verleger ſelbſt:
„Es werden unſerm Vaterlande ſeit Jahren Kräfte aller Art, beſonders aus dem Ackerbau treibenden Stande, in ſolch erſchreckendem Maße durch Auswanderung entzogen, daß es wohl Pflicht eines Jeden zu ſein ſcheint, dem Aus⸗ wandern,— ſoweit es nicht Nothwendigkeit, ſondern wirk⸗ liche Modekrankheit iſt, nach Möglichkeit und nach Kräften entgegen zu arbeiten. Ein einflußreiches Mittel zur Er⸗
reichung dieſes Zweckes ſchien uns ein im wahrhaften Volks⸗ ton geſchriebener Bauern⸗Roman zu ſein, worin den Leuten an dem Leitfaden einer intereſſanten und ſpannenden Dorf⸗
Dritte Folge.
geſchichte anſchaulich gemacht wird, einerſeits: daß auch in Amerika keine gebratenen Tauben herumfliegen; daß viel⸗
mehr Jeder, der dort ſeine Verhältniſſe verbeſſern will, mit
andauerndſtem Fleiß und mit Verſtand wirklich arbeiten muß und mit Schwierigkeiten der mannigfaltigſten Art zu kämpfen hat,— und andererſeits: daß auch im Vaterlande
für Jeden, der wirklich arbeiten will, und dieſes mit Ein- ſicht und Verſtand thut, immer noch Ausſicht genug vorhan⸗
den iſt, ſeine Anſtrengungen mit Erfolg gekrönt zu ſehen. Dieſes durch Darlegung praktiſcher Erfolge auf dem Schauplatz der fraglichen Geſchichte zu veranſchaulichen,
war eine Haupt⸗Aufgabe des Buches, und es mußte ge⸗ C Conflict, nicht praktiſche Reformvorſchläge vor Augen ſtellen
zeigt werden, wie durch vorſichtige Anwendung derjenigen erprobten Verbeſſerungen, welche die neuere Zeit für den Betrieb der Landwirthſchaft gelehrt hat, auch im Vater⸗ lande der Felder⸗Ertrag weſentlich vermehrt werden kann. Außerdem mußte und konnte in politiſcher und ſocialer Be⸗ ziehung gezeigt werden, wie auch in dieſer Hinſicht die Meiſten ſich von der goldnen Freiheit in Amerika über⸗ triebene und irrige Vorſtellungen machen. Endlich aber mußten Diejenigen, welche trotzdem zur Auswanderung entſchloſſen wären, mit den amerikaniſchen Verhältniſſen, namentlich mit allen Täuſchungen und Betrügereien, die den Auswanderern allzuhäufig verderblich ſind, möglichſt vertraut gemacht werden.“
Wie Herr von Fink im letzten Theile von„Soll und Haben“ aus Amerika zurückkehrt, um in Deutſchland mit den in Amerika kennen gelernten Mitteln amerikaniſche Landwirthſchaft einzuführen, ſo werden hier mehrere Per⸗ ſonen geſchildert, die, von der Auswanderung heimkommend, ihre Erfahrungen in der Heimath zur Geltung bringen. Der Vortheil der amerikaniſchen Axt, des amerikaniſchen Pfluges, der Säe⸗-, Mäh⸗- und anderen Maſchinen wird uns im kleinſten Detail, höchſt einfach und verſtändlich dargethan; Capitel für Capitel gibt es theils allgemein anwendbare, theils im einzelnen Falle erprobte Vorſchläge zur beſſern Benutzung des Bodens; über Drainage und die mannigfache Weiſe ihrer Einführung finden wir eine lange Abhandlung; vorzüglich ausführlich iſt das Thema der Düngung und Miſtbereitung tractirt und ein völliger kleiner Abriß der agronomiſchen Chemie dabei gegeben,— kurz ein gedrängtes Bild der enormen Fortſchritte, die das letzte Menſchenalter auch auf dieſen Gebieten in Wiſſenſchaft und Praxis gemacht hat, iſt uns hier entworfen. Sicher wird ſelbſt der Gelehrte in dieſen Fächern hier manche werthvolle Bemerkung, der Bauer aber unerſchöpfliche Be⸗ lehrung und der gebildete Laie endlich einen Hinweis fin⸗ den, welche neue Eroberungen in unſrer nächſten Umgebung täglich gemacht werden und täglich bis ins Unendliche noch gemacht werden können. Wir lernen hier die„Goldminen in Europa“ kennen.
Dies iſt aber nur die eine Seite des Inhaltes, ge⸗ wiſſermaßen nur geſchrieben, den Bauer in Deutſchland zu halten,— wie er aber zu erhalten ſei, wie er in ſeiner ſocialen Bedeutung, als Träger ſeiner urſprünglichen poli⸗ tiſchen Macht nun innerlich auch zu conſerviren ſei, davon handeln andere nicht weniger kenntnißvoll geſchriebene Capitel. Die Wichtigkeit der Separation greift in den Gang der zu Grunde liegenden Handlung ſelbſt ein; es wird uns geſchildert, wie die Regierung, als ſie dieſe Son⸗ derung, reſpective Zuſammenlegung der einzelnen Feldbe⸗ ſitzeomplexe ſtreng verordnete, auf Widerſtand ſtieß, wie ſie aber, als ſie dieſelbe freiſtellte und ihre Beamten dazu empfahl, Anklang zu finden anfing, und wie endlich, ſeit das Dorf die Sache ganz ſelbſtſtändig unter ſich abmachen darf, dieſelbe in Ausführung kam. Als noch wichtiger wird die Nothwendigkeit der Geſetzgebung über die Be⸗ ſchränkung der Theilbarkeit der Bauergüter uns hier dar⸗ geſtellt. Bekanntlich ſchildert der Auerbach'ſche„Lehnhold“ einen Conflict, dem dieſe national⸗ökonomiſche Frage zu Grunde liegt; dort hat der Dichter, der einen poetiſchen
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