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außer ihr belehren? Und bildliche Ausdrücke wie„grüne
Wieſe“,„ätheriſche Geſtalten“,„himmliſche Muſik“, iſt
damit zu einem Verſtändniß, über die gemeinſten Begriffe hinaus, etwas beigetragen?
Eins aber wäre intereſſant, das Entſtehen eines ſol⸗ chen Buches und die Möglichkeit derartiger Erſcheinungen im Leben ſelbſt zu erklären.
Wir ſind die entſchiedenſten Gegner der Weiſe, in der hier der Wiſſenſchaft angehörende Gegenſtände behandelt werden, und können, zumal da das Buch anonym erſchienen iſt, keine Rückſicht bei der Beurtheilung ſeines Werthes nehmen.
Wer ſagt uns denn, daß entweder der ungenannte Ver⸗ faſſer oder die ungenannte magnetiſche Dame— da die Verlagshandlung dafür unmöglich einſtehen kann— ganz ehrliche Leute ſind? Man hat im Intereſſe gewiſſer Par⸗ teien und Inſtitute ſo manche gewaltſame Mittel gebraucht, daß das noch lange nicht das gewaltſamſte wäre, ein un⸗ wiſſenſchaftliches Buch zu ſchreiben. Ganz aufrichtig meint es der Herr Verfaſſer jedenfalls nicht, wenn er von Rei⸗ chenbach's odiſchen Verſuchen ſagt, ihre Bedeutung ſei für die Folgezeit nicht hoch genug anzuſchlagen,—„ſollte man auch gegen die Entwickelung der darauf gebauten Lehre alle von G. Th. Fechner(in„Profeſſor Schleiden und der Mond“, Leipzig. G. Gumprecht. 1855) erhobenen Bedenken und Einwürfe theilen!“— Sucht der Herr Ver⸗ faſſer hier nicht die Miene anzunehmen, als ob er jene Bedenken und Einwürfe theile?— Wer aber auch nur mit einigem Verſtändniß in dieſelben eingedrungen, der iſt ſchon nicht fähig, ein ſolches Buch wie das vorliegende zu ſchreiben.
Vielleicht aber iſt der Herr Verfaſſer auch ein ſehr biederer, ältlicher Herr, dem wir mit ſolchem Urtheil herbes Unrecht thäten, da er bei der Ausarbeitung ſeines Werkes am Ende ſelbſt das größere Unglück gehabt hat,— das Unglück, nicht der Betrüger, ſondern der Betrogene zu ſein.
Noveſlen⸗ Zeitung.
[II. Jahrg.
Wer ſteht uns dafür ein, daß die myſteriöſe Somnambule nicht die Welt, ihren Manipulator und ſich ſelbſt dupirt hat? Ganz unbefangen war ſie bei ihren Offenbarungen jedenfalls nicht, denn es heißt ausdrücklich, daß ſie die
Reichenbach'ſchen und Mesmeriſchen ſ. g. wiſſenſchaftlichen Vorarbeiten nebſt den obligaten techniſchen Begehungen
und Ausdrücken bereits vor ihrem Zuſtande gekannt habe. Es wird ferner geſagt, daß ihre äußeren Verhältniſſe die unglückſeligſten waren, und daß ſie hier von ihrem Mag⸗ netiſeur mannigfach unterſtützt worden,— wer es weiß, zu wie ſonderbaren Erſcheinungen, beſonders bei dem weib⸗ lichen Geſchlechte, Willkührlichkeit und Unwillkührlichkeit, Täuſchung und Selbſttäuſchung in einander ſpielen, der wird darin eine Möglichkeit ſehen, das pſychologiſche Pro⸗ blem jener wunderbaren Dame auch auf rein verſtändigem Wege erklärlich zu finden.
Im Uebrigen iſt uns das Buch höchſt amüſant erſchie⸗ nen; namentlich glauben wir uns verpflichtet, ältere Herren, die über die jugendlichen Illuſionen hinweg, aber immer noch romantiſcher Geſinnung fähig ſind, auf dieſe neue hy⸗ perſenſuelle Art aufmerkſam zu machen, in der man durch dieſe Wiſſenſchaft zu einem weiblichen Weſen in ein intimes intereſſantes Verhältniß treten kann. Wir können uns für gewiſſe Gemüthszuſtände keine harmloſere und zugleich
pikantere Unterhaltung denken als mit einer oder mehreren
Damen des geiſtigen Doppellebens, zu denen man in jedem
Augenblick der Unbeſchäftigtheit durch die einfachen hier 4
beſchriebenen Manipulationen ganz nach Belieben auf län
gere oder kürzere Zeit in ſomnambuliſchen Rapport treten kann. Vielleicht haben wir durch dieſe Zeilen unſrer ewig
unbefriedigten Zeit einen Fingerzeig gegeben zu einer neuen Befriedigung ihrer nervös geſteigerten geiſtigen Bedürfniſſe. †*.
Miseellen.
Johann Chriſtoph Graf von
waren, ſtarb endlich an einem— Hühnerauge.
daſſelbe ausſchneiden laſſen. Man ſchnitt
darauf achtete, kam der Brand dazu und machte(am 1663) ſeinem thatenreichen Leben eine Ende.
Goethe war der Meinung, daß ein wahrhaft genialer Mann niemals rauchen werde. Zur Widerlegung dieſer Anſicht erwähnen
wir, daß Leſſing einer der leidenſchaftlichſten Raucher war.
Als die Mutter des Regenten von Frankreich, Philipps von Orleans, geſtorben war, ſetzte das Volk ihr folgende Grabſchrift:
„„
Hier ruht die Mutter aller Laſter.“
Vollendung zuſtieg.“
mittelmäßige Dichter das elendeſte Unding.“
zum Andenken an den Feldmarſchall Vorwärts„Bluchère genannt.
Königsmark, der große Schwe⸗
denmarſchall, an dem ſo viele tauſend Kugeln vorübergeflogen Er hatte ſich zu tief, und da er nicht 20. Februar
Jean Paul ſprach von Mozart:„Jede Note Mozart's iſt eine Sproſſe in der ſphäriſchen Leiter, auf der er dem Himmel der
Lichtenberg ſagt:„Unter allen mittelmäßigen Dingen iſt der
Im Jahre 1815 wurde die Ruthe, womit die kleinen unge⸗ zogenen Pariſer Weltbürger von ihren Müttern Prügel bekamen, bezahlen mit Wechſeln im? 4 geborgtes, allein— im Himmel zahlbar. 5
Baſilouritſch, Großfürſt von Moskau, verlangte von dieſer Stadt, daß ſie ihm zu einer Arznei, die ihm durchaus nöthig ſei, eine Metze lehender Flöhe liefern ſolle. Nach vielen mißglückten Verſuchen antworteten die Vorſteher der Bürgerſchaft:„daß die Flöhe leicht aufzutreiben wären, es aber ganz unmöglich ſei, ſie in einem Maße zu halten, da ſie immer wieder hinausſprängen. Der Großfürſt ließ die Entſchuldigung nicht gelten, ſondern ſtrafte die Stadt um 7000 Rubel, welche wahrſcheinlich die eigentliche Arznei waren, die er verlangte. E.
Ein engliſcher Landmann, der zur Zeit der erſten Revolution unter Karl I. nach London kam und das Narrenhaus Bedlam ſehen wollte, wurde in das Haus der Gemeinen gebracht und guckte⸗ wie ihm ſein Freund angegeben, durch die offene Thür des Vor⸗ zimmers in den Sitzungsſaal. Das Parlament war in großer Aufregung und es herrſchte großer Lärm. Der Landmann ſtürzte entſetzt zum Hauſe hinaus und ſchrie:„Die Tollen ſind los⸗ gebrochen!“ c. St. Hieronymus erzählt von einem ſeltenen Ehepaar; der Mann batte zwanzig Frauen und die Frauzweiundzwanzig Chemänner gehabt. c.
Die Prieſter in Peckin borgen Geld von den Leuten und Werth von hundert Goldſtücken für ein
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