Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
573
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5 ahrg. Nr. 36. Dritte folge. 573 meine waren von nur ſchwachen und vorübergehenden Erfolgen Von da an bot ſich nun Gelegenheit, dieſe Zuſtände, ch den geweſen. Die Gabe des Hellſehens hatte ſich hierbei auch die ich vorher nur aus deren Beſchreibung kannte, ſelbſt großer nicht ein einziges Mal über das gewöhnliche, zumeiſt nur zu beobachten, und zwar geſchah dies zum erſten Male bei rigens Nauf ihre eigenen Zuſtände und die der nächſten Umgebungen einem Beſuche, der mich zum zufälligen Zeugen derſelben hohne beſchränkte Maß entwickelt. Auch eine Ehe, mit mehren machte und bei welchem ich von der Erkrankten ſelbſt, die ügliche Kindern geſegnet, hatte nicht nur nichts zu ihrer Heilung ich von den heftigſten Krämpfen ergriffen und in magne beigetragen, ſondern ſie noch überdies nach dem Verluſte tiſchem Schlafe liegend fand, dringend gebeten ward, ihr iltniſſe ihres Gatten in eine Lage gebracht, die ſie allen Stürmen meine Hülfe nicht zu verſagen. Sie verlangte übrigens ns be⸗ des Schickſals ſchonungslos preisgab, wodurch ihre Ge⸗ nichts, als daß ich meine Hand auf ihr Haupt legen ſolle, flichen ſundheit nur immer tiefer untergraben wurde. was die Krämpfe alsbald heben und in einen tiefern mag⸗ n, der Eine Reiſe, unternommen zur Ordnung der Ange⸗ netiſchen Schlaf ſie bringen werde, aus dem ſie dann von legenheiten ihres verſtorbenen Mannes, der durch den Fall ſelbſt ſchmerzlos erwachen würde. Nachdem ich dieſem daß mehrer Handlungshäuſer die empfindlichſten Verluſte erlitten ihren Wunſche entſprochen, erfolgte auch Alles, wie ſie es bung hatte, führte die Schwergeprüfte zuletzt an den Wohnort, vorhergeſagt. Schon nach wenigen Minuten fühlte ſie ſich Cha⸗ der auch der meinige, und als einem alten Freunde ihrer bedeutend erleichtert, die krampfhaften Erſcheinungen ver⸗ gehen, Familie erwuchs mir natürlich die Pflicht, mich der ver⸗ ſchwanden allmählich und ſchon nach einer Viertelſtunde war zmerz⸗ laſſenen und leidenden Witwe, ſo weit es nur immer in ſie bereits in feſten Schlaf verſunken und hatten die vorher ſt noch meinen Kräften ſtand, anzunehmen. krampfhaft verzerrten, todtenähnlichen Geſichtszüge wieder ommen. Die Art und Weiſe, wie ich dies that, hatte mir bald einen völlig ruhigen und lebensfriſchen Ausdruck gewonnen. trau⸗ ihr ganzes Vertrauen gewonnen, und im Beſitze deſſelben Nach dem weitern Verlaufe einer Viertelſtunde aber er⸗ rweiſe hatte ich auch jetzt mehr und mehr Gelegenheit, mich von wachte ſie von freien Stücken unter den bei magnetiſchen ochken den vorzüglichen Geiſtes⸗ und Herzenseigenſchaften der Schlafzuſtänden gewöhnlichen, bekannten Erſcheinungen, jetzt ſtillen Dulderin zu überzeugen, und konnte mir nur Glück ſich völlig frei von allem Krampfe und allen Schmerzen us der woiünſchen, daß es mir gelang, durch geiſtigen Austauſch fühlend und bei dem unverhofften Anblicke meiner Perſon weſen und Mittheilung von Buͤchern, die ihr Troſt und Erhebung neugierig nach Dem, was vorgefallen, ſich erkundigend. tiſche 3† gewährten, die tiefgebeugte Seele allmählich wieder auf Ward ich ſo wider Willen und Abſicht und völlig un⸗ gewicht 1 zurichten. erwartet in einen mir vorher durchaus fremden Wirkungs⸗

Wo aber körperliche Leiden, Kummer und Sorgen die kreis gezogen, und war von da an ein wirklich magnetiſcher

n Ull⸗ 1 4. 5 3 2 3. täglichen Gäſte ſind, erliegt zuletzt dennoch immer wieder, Rapport unzweifelhaft begründet, ſo lag es in der Natur

roon, 1 d. 3 5..* rden. 8 trotz aller Willensanſtrengung und tröſtenden Zuſpruchs, der Sache, daß ich mich dieſem Rapport nun nicht wohl en,.... 4 6 7. nehr die ſchwache menſchliche Kraft, und ſo kehrten denn die in mehr entziehen konnte, ja in dem vorliegenden Falle, wo der letztern Zeit mit geringen Ausnahmen faſt ganz ver⸗ es um Hebung oder doch Erleichterung eines qualvollen Ver⸗ ſchwundenen krampfhaften Zuſtände, die ſeit dem erſten Leidenszuſtandes, ja möglicherweiſe um deſſen Heilung ſich . Eintritte des Somnambulismus deſſen ſtete Begleiter ge⸗ handelte, mich demſelben auch nicht mehr entziehen durfte. erer blieben waren, mit einem Male ganz unerwartet in aller Ich betrachtete daher das neue Verhältniß als ein durch Tben e:. 2. ½; 3.:... nein Heſtigkeit und Stärke wieder. 4 höhern Willen mir zugeordnetes, verhehlte mir aber dabei udeln,* ... 2. 4. 1 1. Freiheit geſetzt würden. Die Kaiſer, welche dieſem gutem Fürſten ging⸗ Allgemein intereſſant iſt dabei die Bemerkung, die Herr tn wir folgten, etzten ſein Werk fort. Sie erklärten für frei jedes Fritze bei Erwähnung der Berliner Aufführung des von ihm im ng, die Mädchen, die ein Privatmann kaufte, um ſie zu ſeiner Frau zu Trimeter überſetzten Hippolytos dieſer Vorrede gelegentlich beifügt: 4 naehmen. Ein ſpäteres Edict ſetzte die Beamten in Freiheit, die daß er die Erfahrung gemacht habe, wie der Trimeter auf der her Ne durch Elend getrieben worden waren, ſich zu verkaufen. Der deutſchen Bühne unmöglich ſei und ſtets durch den fünffüßigen n, und freigelaſſene Sclave trat ſogleich in die Rechte des freien Bürgers Jambus erſetzt werden müſſe. Im übrigen gehört die vollſtändige Elend ein; er konnte nie in die Sclaverei zurückverfallen, außer wegen Kritik dieſer Uebertragung vor ein wiſſenſchaftliches Forum. zu ver⸗. Undankbarkeit oder wegen eines Angriffs auf ſeinen ehemaligen. ie Zabl Herrn. Nach dem chineſiſchen Geſetz wird der Sclave nach Ver⸗ Traumleben. Ein Bild der Jahreszeiten. Von Ik. ab; ſſe lauf einer gewiſſen Zeit als integrirender Theil der Famflie Marvel. Aus dem Engliſchen von G.... Hannover. Claſſe betrachtet. Er wird der Freund, der Vertraute ſeines Herrn und Carl Meyer. 1856. 1 ihnen 4 ſetzt ſich zuweilen mit demſelben an einen Tiſch. Dieſe Be⸗ Unſere Leſer werden ſich noch derTräumereien eines Jung⸗ es wal ſtimmungen des Geſetzes und mehr noch die allgemeine Menſch⸗ geſellen vom ſelben amerikaniſchen Dichter erinnern. Dies iſt jehmen. lichkeit des chineſiſchen Volks zeigen hinlänglich, daß die Lage der des Autors früheres Werk, das damit an ſich ſchon dem Publicum ie duzu Sclaven in China durchaus nicht unglücklich iſt. a. empfohlen iſt. Wir ſelbſt kommen ausführlicher darauf zurück. vote zll L on Dem 1 Comme il vous plaira. Comédie en 3 actes et en Arbeit 4 Liter prose. Tirée de Shakespeare et arrangée par George Sand. lichen 1 atur. Paris. Librairie nouvelle. 1856.(Leipzig, Alphons Dürr.) Be⸗ Sämmtliche Tragödien des Euripides. Metriſch Eine Bearbeitung von ShakespearesWies Euch gefällt önnte, ubertragen von Franz Fritze. Erſte Lieferung: Hekabe. für die franzöſiſche Bühne. Ein Verſuch, für jeden Mann von Sie Berlin. H. Schindler. 1856. Fach intereſſant, der es weiß, wie engliſcher Realismus und Vuti Der Verfaſſer iſt der Geheime Regierungsrath Fritze, eine franzöſiſche Technik ſich zu ergänzen haben. Auf die von dieſem iſt der⸗ betannte wiſſenſchaftliche Autorität Berlins. Er durfte das Bewußtſein aus geſchriebene Vorrede iſt ganz beſonders hinzu⸗ die in 4 Werk dem Könige von Preußen widmen, das auf Tieck's Verän⸗ weiſen. te alle laſſung unternommen und von Böckh anerkannt iſt. pseliegt 4 uner 3 uns hier die Arbeit eines gewiſſenhaften, geiſtvollen G en vor. Die vier Jahreszeiten von C. A. Roßmäßler. en Wet 1 Die Vorrede ſchon zeigt, von welchen gründlichen, igfach Norksausgabe. Erſtes Heft. Gotha. Verlag von Hugo

erwogenen Grundſätzen aus der Verfaſſeran die Uebertr

i N⁸△ 4*.. 1 u A.* 5.. 5

zung, Scheube. 1856.