Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
571
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Mylord, ich mache Ihnen meine Bilder zum Hochzeits⸗ geſchenke!

Mit einem lauten Freudenſchrei ſank Erneſtine an Alberts Bruſt. Da erſchien auch Sara, die an der Thür gelauſcht hatte.

Hat denn die Thränen lächelnd.

Miſtreß, Ihrer C nehmigung durfte ich gewiß ſein! rief Albert.

Erneſtine ſchloß die alte Jungfer in ihre Arme.

Und auch ich! flüſterte ſie.Sie kennen ja das Geheimniß Alberts und Ihrer Tochter!

Sowie die Redlichkeit Mylords, der Sie lange ſchon liebt! Ich übergebe jetzt den kleinen deutſchen Engel ſeinem Schutzgeiſte 1

Der Liebe! rief Albert, indem er den erſten Kuß auf Erneſtine's reine Stirn drückte.

Mutter keine Stimme? fragte ſie unter

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Denſelben Tag noch überbrachte ein expreſſer Bote dem jungen Lord einen Brief Crosby's. Wir theilen ihn mit, weil in ihm der Schluß unſerer Erzaͤhlung liegt.

Mylord!

Ich habe Ihnen wichtige Dinge zu berichten. Lord Seyton hat ſich dieſen Morgen in ſeinem Zimmer erſchoſſen, nachdem er zuvor an den Sachwalter Erneſtine's geſchrieben, daß er in Ihrem Namen auf Grund falſcher Papiere, die Morton angefertigt, den Nachlaß des Kaufmanns Robert an ſich gebracht habe. Die Reviſion des Proceſſes, die Sie im Intereſſe Erneſtine's veranlaßt, hat den unglück⸗ lichen Lord zur Verzweiflung getrieben. Morton und Seyton haben unſerm armen Schützlinge das Vermögen

geraubt, und zwar in Ihrem Namen, ohne daß Sie darum

wiſſen. Ihr Vormund hat Ihren Namen ſchändlich ge⸗ mißbraucht. Erneſtine's Onkel war der Kammerdiener dhres Vaters. Mündlich werde ich Ihnen die von dieſen beiden Schurken angewendete Liſt mittheilen.

Drilte folge.

nicht nöthig werden wird.

(Der Leſer

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kennt ſie bereits.) Ich war mit unſerm Advocaten bei Morton; der gefährliche Menſch ward von dem Briefe des Lords, den wir ihm zeigten, nicht außer Faſſung gebracht. Er lächelte, ſprach von dem Leichtſinne des Lords Seyton und erbot ſich, um einem Eelat vorzubeugen, hundert⸗ tauſend Guineen zu zahlen, die er zufällig von dem ver⸗ ſtorbenen Lord noch in Händen habe. Wir behielten uns vor, ihm morgen Antwort darauf zu ertheilen. Ohne Zweifel nehmen Sie auf die Ehre Ihres Vormundes Rück⸗ ſicht, und es bleibt Ihnen überlaſſen, wie Sie ſich mit Morton ſtellen wollen, der natürlich nicht zur Rechenſchaft gezogen werden kann, ohne Lord Seyton im Grabe zu compromittiren. Ich, als der Bevollmächtigte Erneſtine's, füge mich Ihrem Beſchluſſe. Den Verkauf Ihres Höôtels habe ich unterlaſſen, da er bei dieſer Aenderung der Dinge Morgen früh erwarte ich Sie in meinem Comptoir.

Wie Crosby vorausgeſehen, ſo nahm Albert Rückſicht auf Arabella; er empfing von Morton die gebotene Summe, zog den Antrag auf Reviſion des Proceſſes zurück und trat mit ſeiner Erneſtine in der Kirche zu Hendon vor den Altar. Crosby und Weber waren Zeugen bei der Trauung. Am folgenden Tage hielt Lady Erneſtine Derby ihren Ein⸗ zug in das glänzende Hötel

Haſt Du es nicht verkauft? fragte ſie erſtaunt.

Ja, mein Kind, es iſt verkauft.

Und wer iſt der gegenwärtige Beſitzer? fragte ſie, indem ſie bewundernd die glänzenden Räume betrachtete.

Die Käuferin iſt Erneſtine Robert, antwortete Crosby.

Wie, ich?

Der Gemahl übernahm es, ſeiner jungen Gattin nach⸗ zuweiſen, daß ſie ihm das Hôtel zur Morgengabe ge⸗ bracht habe.

Hätte ich mehr, flüſterte ſie, freudig darbringen!

ich würde es Dir

die in Braunſchweig und Frankfurt a. O. zu erwähnen ſind. In Italien werden auf den Meſſen von Aleſſandria und Sinigaglia für etwa 50 Millionen Geſchafte gemacht. In Rußland vereinigt die Meſſe von Nowogorod jedes Jahr 150,000 Kaufleute aus allen Ländern, die nach einer ziemlich genauen Schätzung für gegen 200 Millionen Geſchäfte machen. 3

Die Märkte haben einen ältern Urſprung, als die Meſſen. Man weiß, daß ſchon in Athen zwei größere und mehrere kleine beſtanden; die Marktplätze waren viereckig und von doppelten Säulenreihen umgeben. Sie dienten zugleich zum Verſamm⸗ lungsort für öffentliche Angelegenheiten und zur Kaufſtätte für

Waaren. Man nannte ſie Agora. In Rom gab es zur Zeit ſeiner Blüthe 17 Märkte(der Markt hieß forum), von denen drei

ausſchließlich den öffentlichen Angelegenheiten und die 14 andern dem Handel gewidmet waren.

Der erſte Markt von Paris, deſſen die Geſchichte erwähnt, iſt der, welchen Ludwig der Dicke im 12. Jahrhundert errichtete. Philipp Auguſt umgab ihn mit Mauern und ließ bedeckte Galerien für die Waaren aufführen.

Lange blieb Paris ohne genügende Märkte. Die Fortſchritte waren kaum merklich und man glaubte noch immer in der Zeit Philipp Auguſts zu leben. 1811 endlich entſchloß man ſich, etwas zu thun, und es wurde der Marktplatz von St. Germain begründet; dann folgten die der Blancsmanteaux, von St. Martin, des Innocens u. ſ. w.

Gegenwärtig ſteht Paris auf dem Punkt, den ſchönſten Markt der Welt zu bekommen, und der Bau der Centralhallen ſchreitet taſch vorwärts. Das Ganze dieſer Hallen umfaßt zehn Pavillons, die in zwei Sectionen getheilt ſind und durch einen

Weg von 30 Meter Breite getrennt werden. Die erſte Section hat 20,000 Meter Oberfläche und die zweite 10,000 Meter. Unter dieſen Räumen befinden ſich Keller, die zu Magazinen beſtimmt ſind. Unter den Kellern werden unterirdiſche Straßen fortlaufen, verſehen mit drei Eiſenbahnen, die in Verbindung mit den ver⸗ ſchiedenen Bahnhöfen rings um Paris ſtehen, und zwar mittels eines unterirdiſchen Weges, der unter den Boulevards du Centre und von Sebaſtopol fortläuft und ſich an den anſchließt, der alle Bahnhöfe miteinander verbindet. Ueber den Kellern werden Pavillons aus Eiſen errichtet. Die Anfangs 1854 begonnenen Arbeiten ſollen noch in dieſem Jahre gänzlich beendet werden. a.

Die Sclaverei in China.

Anfänglich kannte man in China nur eine Art von Sclaven, nämlich die des Staats. Man bezeichnete mit dieſem Namen die Individuen, die für. Verbrechen zu entehrenden Strafen verurtheilt waren, ohne Zweifel den Zuchthaus⸗ und Galeerenſtrafen in andern Ländern ähnlich. Reiche Leute und von vornehmem Stande wurden dann durch bezahlte Perſonen bedient. Die Geſchichte erwähnt nicht der Sclaverei unter der Herrſchaft von Privat⸗ perſonen in jenen weit entfernt liegenden Zeiten. Dann begannen die tatariſchen Horden ſich zu zeigen; ſie machten häufige Einfälle auf das Gebiet China's, deſſen nächſte und furchtbarſte Nachbarn ſie waren. Bei dieſen Gefechten machte man von beiden Seiten Gefangene und die gefangenen Tataren wurden Staatsſclaven.

Gegen das Jahr 204 v. Chf. Geb. beſtieg Han Kar Tſon den Thron und wurde Begründer der großen Dynaſtie Han. Bei