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Nr. 36.
Dritte
aus, indem er dem Lord und Arabella die Hand reichte— „wie ſoll ich Ihnen für Ihre Theilnahme, für Ihr groß⸗ müthiges Anerbieten danken?“
„Dadurch, daß Sie ohne Zögern die wir Ihnen bringen.“
Albert dachte an Erneſtinen; ſchmerzlich lächelnd ſah er Arabella an, die immer noch ſeine Hand in der ihrigen hielt.
Welch ein Contraſt lag zwiſchen dieſer ſtolzen, koketten, bleichen Lady und der anmuthigen, friſchen Malerin, die ſich ihrer entzückenden Schönheit kaum bewußt war. Hätte er mit Arabella's Hand ein Königreich erhalten, er würde ſie nicht angenommen haben, jetzt, da er ſich von Erneſtine geliebt wußte. Er geleitete die Dame zu einem Sopha und lud den Lord zum Sitzen ein
die Hülfe annehmen,
„Mylord, Mylady,“ begann Albert mit bewegter Stimme,„ich glaube Ihnen nicht beſſer meine Dankbarkeit
n Geſchicke beweiſen zu
Sie
fr Ihre Theilnahme an meinen können, als wenn ich Ihnen offen mein Herz darlege. haben mich oft einen Sonderling genannt— und wahrlich, ich bin es auch, wenigſtens in den Augen der großen Welt. Scheint es doch, als ob das Schickſal ſelbſt mich aus der Sphäre ſtoßen will, für die ich nicht geſchaffen bin. Ara⸗ bella's reizende Hand ſtreckt ſich aus, um mich zu der Höhe eines Glückes zu führen, das richtig zu würdigen ich leider zu ſchwach oder, ich will es ausſprechen, zu verblendet bin. Erlauben Sie mir, daß ich dem Kreiſe fern bleibe, dem ich ſeit dem Verluſte meines Vermögens nicht mehr angehöre. Sie bringen ein zu großes Opfer, ein Opfer, das Sie ſchmerzt, während es mich nicht glücklich macht, wie Sie hoffen. Mylord, Sie verſchwenden Ihre Güte an einen Unwürdigen!“
„Und wo wird Ihnen das Glück, nicht finden?“ fragte kalt der alte Lord.
„Mylord, aufnehmen.“
„Wie, einen Verräther?“
das Sie bei uns
Sie würden einen Verräther in Ihre Familie
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5 golge. —.. „Ein Verſprechen bindet mich an ein armes, liebens⸗ würdiges Mädchen— ich müßte zum Verräther werden,
wollte ich Ihr großmüthiges Erbieten annehmen.“
Arabella hatte dieſe Aufklärung gefürchtet; die Ein⸗ leitung Alberts hatte ſie darauf vorbereitet.
„Wahrlich,“ rief ſie raſch in einem ſpottenden Tone, „das Opfer, das die Laune meines Vaters von mir fordert, würde in Bezug auf Sie und mich übel belohnt werden. Vater, ich war bis zu dieſem Augenblicke Ihre gehorſame Tochter— erlauben Sie mir nun, daß ich meinem Herzen folgen darf.“
„Arabella, Sie reißen mich zur Bewunderung und
Verehrung hin!“ rief Albert.„Krönen Sie das Werk Ihrer Großmuth, indem Sie mir verzeihen!“
Der junge Lord ſank vor Arabella auf das Knie nieder, ergriff ihre Hand und drückte ſie an ſeine Lippen.
habe Ihnen Nichts zu verzeihen, Mylord, als durch ein früher abge⸗
Ich
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daß Sie der heutigen Scene nicht
legtes Bekenntniß Ihrer Liebe zu dem armen Mädchen vorgebeugt haben. Vergeſſen Sie nicht,“ fügte ſie in einem
mahnenden Tone hinzu,„daß Sie für immer der Schuldner meines Vaters geworden ſind.“
Das ſchwöre ich Ihnen!“ rief Albert, indem er ſich
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Lord Seyton war keines Wortes mehr mächtig; bleich und zitternd bot er ſeiner Tochter den Arm und verließ mit ihr den Saal. In dem Vorzimmer nahm Albert einem Diener die Kerze aus der Hand und leuchtete ſelbſt ſeinen Gäſten die Treppe hinab.
„Das war ein ſchwerer, aber mir willkommener Augen⸗ blick!“ flüſterte er, als er ſein Zimmer wieder betrat. „Erneſtine, jetzt bin ich frei, aber arm, arm wie Du!“
XI. Kaum hatte Erneſtine am andern Morgen ihre Toilette vollendet, als Sara ihr den Beſuch Weber's ankündigte.
pfeift es und bald brauſen wir wiedegßin der gewohnten Eile zu
neuen Ueberraſchungen dahin.
Erſt von Weißenfel charakter an. Rechts Weinberge, weißer oder röthlicher Färbung, ma buſcht. Goſeck mit ſeiner epheubekleideten Terraſſe uns an; auf dem andern Rande des hier ſich weitenden Th
Das haben die Ritter wohl gemerkt, daß es auf den Burgen nichts ſi Städte zurück⸗ Naumburg, das mit ſeinen Domthürmen von fern ſchon Wenn Du Du hier auf dem Bahnhofe ganz wenn Du die zwanziger Glücklichen iſt, 1 e Ariſtokratie ſich erhalten hat. SKeeidelberg iſt das Eldorado der Studenten, Naumburg iſt das Heeidelberg der Referendare, und jeder Referendar— iſt in ihm Ideal weit über Louis Blanc's kühnſte Syſteme hinaus verwirklicht? Die größten Pbantaſten konnten ſich keinen vollkommeneren Zuſtand menſchlicher Geſellſchaft denken, 3 durch die Garantie der Arbeit. ſ aber muß geſetzmäßig der Herr Papa die Exiſtenz auf ſechs Jahre garantiren,— von der Arbeit
mehr zu thun gibt, und darum haben ſie ſich in die gezogen. ſtattlich ausſieht, iſt ein
in Heidelberg ſtudirt haſt, triffſt gewiß einen Univerſitätsfreund, der, Zahre noch nicht überſchritten, einer jener achtzig nn denen ein wirklicher Reſt eximirter 1
Sitz moderner Ritterlichkeit.
nicht ein ſocialiſtiſches
als die Garantie der Exiſtenz Jedem angehenden Referendarius
Geſetz.
ſchweigt das gütige und weiſe Naumburg, vorüber an
3 Die nächſte Station nach berühmten Anſtalt von Schulpforte,
s ab nimmt die Gegend rechten Gebirgs⸗ links ſteile Felswände, von leriſch von Laubholz über⸗ Dort über herrlich grünem Wieſenteppich lacht Schloß ihm gegenüber auf ales hält der finſtere Thurm der Ruine Schönburg noch immer über der Saale die Wacht, da doch Wege und Fuhrten längſt ſchon ſicher ſind.
d iſt Köſen. Köſen iſt ein
B
bekannter Badeort und in ſeiner Bedeutung ſo im Steigen, daß es von Vielen ſchon für ein„großes Bad“ gehalten, ja, als ein „großes Bad’ gemieden wird. Du lieber Himmel!— Haſt Du, freundlicher Abonnent, in der vorigen Nummer dieſer Zeitung dielleicht die Correſpondenz aus Baden⸗Baden geleſen? Der aufmerkſame Journaliſt ſchreibt von dort, man ſolle ja nicht denken, Baden⸗Baden ſei eines jener„kleinen Bäder“, wo man nur ein eignes Hötel zu miethen, eigne Equipage mitzubringen und ein paar Soiréen zu geben brauche, um bemerkt zu werden. Wenn man aber das Aues dazu in einem„kleinen Bade“ nöthig hat, für was für ein Bad ſollen wir alsdann das anmuthige Köſen halten? Wahrlich, in Köſen brauchſt Du nicht ſo große Anſtrengungen Deiner Kaſſe zu machen, um bemerkt zu werden. Ja, ich glaube, es war in der ganzen Saiſon keine Familie dort, die eigne Equipage gehabt oder Soiréen in ihrem Hötel gegeben hätte. In Köſen brauchſt Du bloß zu ſein, und Du wirſt bemerkt, und willſt Du bemerkt werden, ſo gehe nur nach Köſen. Ob Du ſparſam lebſt oder luxuriös, ob Du Geſellſchaft ſuchſt oder die Einſamkeit, ob Du an Table d'Höte ſpeiſeſt oder Dir ſelber kochſt, ob Du da biſt um zu baden oder um nicht zu baden,— die Welt wird Dich bemerken. Willſt
Du aber nicht bemerkt werden, — o, nimm Flügel der Morgenröthe und gehe hinauf auf das „Fähnchen“, wenn Du meinſt, jedes Auge ſchlummre noch, oder
Dich in Einſamkeit, um
ſchließe Thüren und Fenſter und hülle einer ernſten Betrachtung Deiner Rechnungen nachzuhängen, oder ſtürze Dich auf der Naumburger Kirſchwieſe unter den Fittigen der Nacht unter die Tauſende, um das geheimnißvolle Wogen des er Volkslebens zu belauſchen,— die Welt wird es bemerken, denn die Welt in Köſen weiß Alles, Alles, was wahr iſt und was nicht


