Novellen⸗
ich!“ rief Weber lachend. Ihren alten O die armen
„Vortrefflich, Mylord, vortreffl „Meine Bilder wollen Sie nicht kaufen, aber Plunder ſoll meine kundige Hand ausbeſſern.
unten Antiquitäten
herabwürdige, Ihre ſogena r ohne Rock
ehe ich mich h hen, werde ich liebe
mit neuem Firniß zu überzie gehen und betteln!“
Weber verneigte ſich ſtolz und dern den Laden.
„Eine echte Künſtlernatur!
verließ mit ſeinen Bil⸗
„" meinte Crosby lächelnd. „Der gute Mann weiß nicht, was er ſpricht. Ich hoffe, unſere Erneſtine wird ſeine Anſichten berichtigen.“
„Ich bedauere, den armen Mann gekränkt zu haben,“ ſagte Albert.
Die beiden Männer beſprachen nun noch einmal i Angelegenheiten. Albert beſtand auf Hôtels, da er an der Wiedererlangung Banquiers zweifelte. Crosby verſicherte, nach Kräften dafür wirken zu wollen. Wie gern hätte der junge Lord nach Erneſtine's Proceſſe gefragt, zu deſſen Reviſion er die erforderlichen tauſ; aber ein leicht
hre
dem Verkauf ſeines des entflohenen
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ſend Guineen hergegeben
zurück. Um neun Uhr meldete ein Diener den Lord Seyton und Arabella an. Albert war nicht in der Stimmung, Beſuche zu empfangen; aber ſeinen alten Vormund glaubte er nicht abweiſen zu dürfen. Er trat in den Saal, wo Vater und Tochter warteten. „Albert, Albert,“ rief der Greis, indem er ihm mit enen Armen entgegeneilte,„was muß ich hören? Sie
Vermögen durch denſ
zu erklärendes Gefühl hielt ihn für heute davon ab. Er ſchied von ſeinem Freunde und kehrte in das Hötel Derby
off
haben Ihr ganzes
verloren?“ „So ſagt man,“ antwortete ruhig der junge Mann,
indem er grüßte.
quier angelegt h einen Schilling wiederzuerlangen.
churkiſchen Treſſillan
I. Jahrg.
Zeitung.
„Wenn Sie Ihr Vermögen in Actien bei dieſem Ban⸗ atten, ſo geben Sie die Hoffnung auf, je Morton, mein Advocat,
iſt in Ver⸗
aus,
Deutſchen, was muthet man ihnen nicht Alles zu! Sie be⸗ der ebenfalls einen großen Verluſt erleidet, urtheilen mich nach meinen abgetragenen Kleidern? Herr, zweiflung.“: die „Mylord,“ ſagte Arabella mit bewegter Stimme,
„Sie ſehen uns als die Erſten, Ihnen unſer Beileid aus⸗
zudrücken—“
„Und unſer Vermögen und unſern Credit zur Ver⸗ fügung zu ſtellen,“ fuhr der alte Lord eifrig fort.„Wie bedauere ich, daß Sie nicht ein Jahr ſpäter mündig ge⸗ worden ſind. Der Verluſt darf indeß Nichts in Ihrer Stellung ändern. Und zöge ſich auch alle Welt von Ihnen zurück— ich bleibe Ihr väterlicher Freund, und meine Tochter——“
„Wird ſich glücklich ſchätzen, ſeine Achtung und Zuneigung bewa die Blicke zu Boden ſeukend. Das Unglück vertreibt die Freunde, mein lieber lte Lord;„uns aber ſoll es um ſo feſter Ich nehme ſelbſt keinen Anſtand, nen Vaters in
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wenn Lord Albert ihr hrt!“ flüſterte Arabella,
6 Albert,“ rief der a 3 mit Ihnen verbinden. Ihnen den Lieblingswunſch Ihres verſtorben das Gedächtniß zurückzurufen—“
„Mylord, Ihre Freundſchaft rührt mich tief!“
„In dem Augenblicke, wo die boshafte Welt über Ihr Unglück lächelt, werde ich mit Stolz die Verbindung meiner Tochter mit dem arg betrogenen Lord Derby proclamiren.
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Es iſt dies eine Pflicht, die ich dem Andenken meines dnacn
theuerſten Freundes, Ihres Vaters, zu erfüllen ſchuldig anicehd⸗
bin. Ich würde es mir nie verzeihen können, ließe ich den de Olt
Letzten der Derby's in Armuth untergehen! Albert, Gott die Sie
ſendet ſtets Hülfe— verzagen Sie nicht, er ſendet Ihnen Mended einen Freund in der Noth!“ 3 elln Die Worte des Greiſes erfüllten den jungen Mann nüct fin
mit einer tiefen Rührung.„Mr
„Mein zweiter Vater, meine liebe Freundin,“ rief er uhi 88
—
Chüringer Fahrten 111. Die Referendarien. Bad Köſen. Köſener Geſelligkeit. Daviſon.
Ein Pyä⸗
Naumburg. Soiréen.
Mythiſche Auffaſſung. Kunſtgenüſſe. Wie nur Jemand ſagen kann, Poeſie des Reiſens! Solch eine Fahrt auf der T der umwiderlegbarſte Beweis dagegen. ſanft ſchaukelnden Wagens zurückgelehnt, ſü die weite, weite, flach den Horizont begrenzende El Du durch einen kurzen Durchſtich bergen Dir die Ausſicht nach beiden Male, wie es hell wird, befindeſt Du mitten unter freundlich grünen, anmuthig ſchw „Die Hügel werden höher und dö wieder weiter und wieder enger; unter Dir, und im dunklen Waſſer der Himmel und die alten Weiden ſich ſpiegeln. Walde, daß Du meinſt die Aeſte des Laubholz langen zu können; im Augenblicke darauf ſie Getreidefeld hoch über Dir ſich
Das Saalthal. nomen daſelbſt.
Seiten, und dann mit einen Dich im lieblichſten Thale ellenden Hügeln
Saale ſiehſt Du der Jetzt biſt Du in
hſt Du ein üppige
Feuilleton.
— 8.e—
die Eiſenbahn vernichte die hüringer Bahn iſt Bequem in die Ecke des ahſt Du eben noch über bene, nun fährſt! hohe gelbe Sandwände ver⸗
her, das Thal wird enger und da dröhnt es plötzlich raſſelnd es mit den Händen
wiegen, und jetzt blickſt Du von
‚unter Obſtbäumen verſtecktes Dorf hinab, er die Mühle am rauſchenden Rande im Waſſer aber fort geht es,
oben auf ein niedliches — dieſe kleine freundliche Villa od Wehr oder ein ſcheinbar unbeweglicher, bis zum ſchwebender Kahn wollen Dein Auge feſſeln, unaufhaltſam fort in raſender Eile; Bilder wechſeln auf Bilder wie im Handumdrehen; Bäume, Häuſer, Felſen ſauſen an Dir vorüber; jeder nähere Gegenſtand erſchreckt Dich ziſchend durch einen fühlbaren Druck der Luft und Dich durchbebt der Gedanke an jene unglückliche Fahrt auf der Paris⸗Verſailler Bahn, bei welcher der Führer der blinden Naturgewalt, die er in ſeiner Maſchine beraufbeſchworen, nicht mehr Herr werden konnte, ſo daß der ganze mächtige Zug in zügelloſer Schnelle dem Verderben ent⸗ gegeneilte.* Aber nicht ſo geht es uns.
Hemmung der Schnelligkeit. Ein langſam rollen wir im ſichern Hafen ſchäftiger Menſchen Verkehr iſt uns Freunde werden bewillkommt, Freund „Nur ſchreibe bald, und empfiehl mich dem und der“——— „Mein Gott, iſt das nicht—?“— Eine unverhoffte Wiederſehns⸗ ſcene,— doch bevor die erſten neugierigſten Fragen beantwortet,
—
1
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Mit einem Male fühlſt Du die Pfiff ertönt, und gewichtvoll fen des Bahnhofs ein. Ge⸗ nahe vor Augen gerückt; e mit Grüßen entlaſſen:
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pfeift neuen,
b charat weiße buſcht Goſee auf d finſter die W Das mehr gezog ſtattl in He gewiſ Jahre in der Heidel daide
wacht


