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Dritte Bei Neath in Glamorganſſhire läßt eine Geſellſchaft neue Kohlengruben anlegen. Sie wiſſen, wie hoch jetzt die Kohlen im Preiſe ſtehen. Die Rentabilität ſpringt immer
mehr ins Auge— beeilen Sie ſich, ehe die Actien vergriffen
ſind. Der Banquier Treſſillan i*ſt Kaſſirer der Geſellſchaft.“
„Ah, Treſſillan iſt ein ſolides Haus!“
„Vielleicht, lieber College, habe ich Ihnen einen Dienſt geleiſtet. Ich vermuthe, daß in einigen Tagen ſchon keine Actien mehr zu bekommen ſein werden.“
„Und Sie ſelbſt haben ſich betheiligt?“
„Mit meinem ganzen Vermögen!“ verſicherte Morton.
„Dies genügt, um mir volles Vertrauen einzuflößen.“
Denſelben Tag nahm Muſſel mit Albert Derby Rück⸗ ſprache.
„Sie ſind ein zuverläſſiger, vorſichtiger Mann,“ hatte
folge.
„Wie lange geben Sie mir Friſt, um die letzten Vor⸗ bereitungen zu treffen?“
„Vier Wochen.“
„Gut, in vier Wochen werde ich abgereiſt ſein.“
Die Abreiſe des Banquiers war erfolgt, und der be⸗ ſtürzte Ruſſel hatte ſeinen Clienten von Hendon nach London beſchieden. Es war gegen Abend, als Albert in das Zimmer ſeines Sachwalters trat. Der Advoeat lag leichen⸗ blaß in einem großen Seſſel. Mit zitternder Stimme er⸗ zählte er kurz den Betrug des Banquiers.
„Treſſillan,“ ſchloß er,„war als ſolid bekannt, und dadurch, daß er der Kaſſirer der Actiengeſellſchaft war, hatte das Unternehmen an Credit gewonnen. Alles kaufte Actien,
und ſelbſt Morton, unſer gewandteſter und vorſichtigſter
der junge Lord geantwortet,„handeln Sie, wie Sie es für
gut befinden.“
Am folgenden Morgen hatte der alte Ruſſel die Actien, und der Banquier Treſſillan hatte das Vermögen des jungen Lords in ſeiner Kaſſe.
Am dritten Tage fand ſich der Advocat Morton bei dem Banquier ein.
„Sir Treſſillan, Sie haben geſtern wieder eine große Partie Actien verkauft.“
„Wie, Sie wiſſen?“— fragte der erſtaunte Banquier.
„Auf meine Empfehlung war der Advocat Ruſſel bei Ihnen.“
„Ganz recht. Empfehlung.“
Morton verbarg die Banknoten in ſeinem Portefeuille, reichte dem Banquier die Hand und ſagte lächelnd: —„ Ich kann Nichts mehr für Sie thun, als Ihnen einen Rath ertheilen.“
„Und dieſer Rath wäre?“
Verkaufen Sie keine Actien mehr, ſondern reiſen Sie
ſobald als möglich nach Braſilien.“
Hier ſind zehntauſend Pfund für Ihre
Juriſt, hat ſein Vermögen eingebüßt. Eine ſolche Schur⸗ kerei, eine ſolche Schlauheit und Frechheit iſt mir in meiner Praxis noch nicht vorgekommen. Die ganze Kaſſe der Ge⸗ ſellſchaft iſt bis auf den letzten Schilling verſchwunden.“
„Alſo auch mein Vermögen?“ murmelte der beſtürzte Albert.
„Mylord, ich ſchwöre Ihnen, daß ich nach Pflicht und Gewiſſen gehandelt habe! Bedenken Sie nur, wenn Morton ſich täuſchen läßt! Ich komme ſo eben von ihm, der arme Mann iſt der Verzweiflung nahe. Er hat ſein ganzes Vermögen verloren, die Frucht jahrelanger Mühen und Sorgen. Aber, Mylord, geben Sie die Hoffnung nicht völlig auf— Morton hat von den Actionären Auftrag er⸗ halten, den flüchtigen Verbrecher energiſch verfolgen zu laſſen. Man wird ihn faſſen und die Kaſſe mit ihm, die er ohne Zweifel bei ſich führt. Morton hat Grund zu der Annahme, daß der Banquier nach Amerika entflohen iſt. Während wir ſprechen, trifft er ſeine Maßregeln. O mein Gott, daß dieſer Schlag mich in meinen alten Tagen noch treffen mußte! Mylord, ich beſitze nicht viel, aber nehmen Sie mein ganzes Vermögen zur Deckung!“
Der arme Ruſſel ſank in ſeinen Lehnſtuhl zurück. Er
Gegenden entfernter Welttheile ſind es vornehmlich, wo das Be⸗ dürfniß nach Wechſel und Kraftanſtrengung, nach Abenteuern und Freiheit, nach wiſſenſchaftlicher Forſchung und raſchem, kühnem Gelderwerb ſeine Befriedigung ſucht und findet.
Friedrich Gerſtäcker iſt wohl der erſte und bedeutendſte derer,
die dieſer Regung in That und Schrift einen Ausdruck gegeben.
Unter denen, die ihm gefolgt ſind, hat beſonders Wilhelm Heine,
ein geborner Dresdner, Sohn eines geachteten Künſtlers, durch
ſeine Schickſale und deren literariſche Reſultate verdientes Auf⸗ ſehen erregt. Seinem Fach nach ein Maler, war derſelbe als junger Mann nach Nordamerika gegangen und hatte daſelbſt unter den verſchiedenſten Verhältniſſen ſeine Kunſt ohne außerordent⸗ lichen Erfolg geltend zu machen geſucht, bis er von der Geſellſchaft
für Gründung des Darien⸗Canales zur Unterſuchung und Auf⸗
nahme der betreffenden Gegenden nach Centralamerika geſandt
neuen großen, zweibändigen Werkes:„Reiſe um die Erde
nach Japan an Bord der Expeditions⸗Escadre unter Commodore
M. C. Perry in den Jahren 1853, 1854 und 1855, unternommen im Auftrage der Regierung der Vereinigten Staaten.— Deutſche Originalausgabe von Wilhelm Heine.— Mit fünf vom Verf. nach der Natur aufgenommenen Anſichten in Tondruck.— Leipzig, H. Coſtenoble; New⸗York, C. F. Günther. 1856.“
Es genügt hier, auf dieſes neue Werk deutſchen Unterneh⸗ mungsgeiſtes aufmerkſam zu machen. Ueberhaupt wird die Kritik wenig daran auszuſetzen haben. Die Darſtellung iſt lebendig, präcis, wo es am Orte iſt, poetiſch oder humoriſtiſch. Alexander von Humboldt hat die Dedication dieſer beiden großen Bände aufs Huldvollſte angenommen. An der Ausſtattung zu rühmen iſt beſonders auch die Ausführung der Landſchaften in Holzſchnitten aus dem Atelier von Ed. Kretzſchmar. †ℳ%1
wurde. Die Beſchreibung dieſer Reiſe gab er vor zwei Jahren
unter dem Titel„Wanderbilder aus Centralamerika, Skizzen eines deutſchen Malers,“ bevorwortet von Friedrich Gerſtäcker, heraus, und vielleicht erinnert ſich der Leſer dieſes Buches noch, wie der Verfaſſer die Erzählung ſeiner Schickſale bis dahin fortſetzte, daß er von der Geſellſchaft, die ihn nach dem Süden geſandt hatte, im Stiche gelaſſen, ſich in keiner geringen Verlegenheit wegen der
Rückkehr befand, als der glückliche Zufall ihn zum diplomatiſchen
Chargé diaffaires und Ueberbringer zweier Handelsverträge an den Präſidenten Fillmore in Waſhington machte. Dieſe Sendung brachte Herrn Heine in Verbindungen, die es ihm möglich machten, ſich die Theilnahme an der weltbekannten Expedition des Commo⸗ dore Perry nach Japan auf Koſten der Vereinigten Staaten zu erwerben. Die Erlebniſſe dieſer Reiſe ſind der Inhalt eines
Was ſich Berlin erzählt. „Der Actienbudiker.“
In Leipzig geweſen zu ſein und Auerbachs Keller nicht geſehen zu haben, das möchte ungefähr ebenſo tadelnswerth ſein, als gegen⸗ wärtig in Berlin leben und den Actienbudiker nicht geſehen zu haben. Wem wären Kaliſch's Erfolge mit den Poſſen„Einmal⸗ hunderttauſend Thaler“,„die Bummler von Berlin“ u. ſ. w. fremd geblieben! Doch ſie alle wollen nichts ſagen gegen den Erfolg
des Actienbudikers. Eine Poſſe, r Griesgram vor Lachen ausſchütten muß, ein Stück obenein
bei der ſich ſelbſt der größte


