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Nr. 34.]
ich ein armer Mann. Der Vetter wird mich fortjagen und mein ſchönes Gut beziehen. Ich kann dann nicht mehr durch jene Thür zu Ihnen kommen, um Unterricht im Zeichnen zu nehmen.“
„Henry, ſollte Ihr Feind Sie zu Grunde richten, ſo vergeſſen Sie nicht, daß ich Ihre Freundin bin.“
„Erneſtine!“
„Bedenken Sie nur,“ rief ſie freudig,„ich werde eine Million Pfund Sterling beſitzen! Mit einem ſolchen Ver⸗ mögen kann ich das halbe Dorf kaufen. Mag Ihr Proceß ausfallen, wie er wolle— mit Ihrem leichtſinnigen Vetter will ich ſchon fertig werden. Einem Verſchwender ſind Goldſtücke lieber, als Haus und Garten.“
„Und das wollten Sie an mir, einem Fremden, thun?“
„Mein Gott, Sir Henry, ſind Sie mir denn fremd? Wir kennen uns ja ſchon ſeit drei Wochen, und daß ich Sie gern ſehe, müſſen Sie wiſſen——“
Erröthend ſchwieg ſie; ſie fühlte, daß ſie ſchon zu viel geſagt hatte.
„Glauben Sie denn,“ fuhr ſie verwirrt fort, um ihre Uebereilung wieder gut zu machen,„glauben Sie denn, daß Sie in meinen Augen ein Anderer ſind, wenn Sie Ihr Vermögen verloren haben? Ich bin ſelbſt arm, ſehr arm geweſen, und wäre vielleicht umgekommen, wenn ſich nicht gute Menſchen meiner erbarmt hätten.“
„Crosby iſt ein guter Mann!“ ſagte Henry, der ſeine Faſſung zu bewahren ſuchte.
„Aber er war nicht der erſte, der mir die Hand reichte; er wollte meine Bilder nicht kaufen, er wollte ſie nicht ein⸗ mal ſehen. Sir Henry, bei dieſer Gelegenheit muß ich Ihnen einen ſeltſamen Umſtand mittheilen, der Sie inter⸗ eſſiren wird. Aber ich habe Ihnen noch nicht einmal einen Stuhl angeboten— nehmen Sie doch Platz, wir können bequemer plaudern, und ich ſpreche gern von den Erleb⸗ niſſen jener traurigen und glücklichen Zeit.“
Beide ließen ſich auf ſaubern Gartenſtühlen nieder.
Dritte Folge.
53⁵
„Alſo Crosby wollte Ihre ſchönen Bilder nicht kaufen?“ fragte Henry neugierig.
„Ich nehme es dem Geſchäftsmanne nicht übel. Doch hören Sie die Geſchichte, die Sie intereſſiren wird. Unſere Noth hatte den höchſten Grad erreicht, als ich im vorigen Herbſte zu Crosby ging, um ihm meine erſten Bilder an⸗ zubieten. Seine Weigerung durchzuckte wie ein Todesurtheil mein bekümmertes Herz. Schon wollte ich mich entfernen, als eine Stimme mich aufforderte, zu bleiben. Dieſe Stimme gehörte einem vornehmen jungen Manne an, der im Hin⸗ tergrunde des Ladens Bilder beſehen hatte. Meine kleinen Landſchaften gefielen ihm beſonders deshalb, weil er, wie er mir ſagte, die ſächſiſche Schweiz beſucht hatte. Kurz, er gab Crosby Auftrag, die Bilder für ihn anzukaufen. Ach, Sir Henry, dieſer junge Mann war mein Retter aus der höchſten Noth! Ich hätte vor ihm niederknien und ihm wie meinem Gotte danken mögen. Aber er ſchien ſich meinem Danke entziehen zu wollen, denn er verließ raſch den Laden, nachdem er mir geſagt hatte, daß ich alle Skizzen meines Vaters für ihn ausarbeiten ſollte.“
„Wer war der junge Mann?“.
„Ich erfuhr es ſpäter von Crosby: mein Schützer war der Lord Albert Derby. Leider habe ich ihn nur das eine Mal geſehen, denn Crosby nahm die Bilder in Empfang und bezahlte den Preis. Der ſtolze Lord verſchmäht es ohne Zweifel, mit einem armen Mädchen in Berührung zu kommen. Aber gleichviel— ich werde ihm ewig meine Dankbarkeit bewahren. Doch, nun merken Sie auf, jetzt kommt das Intereſſante: in meiner großen Verwirrung wagte ich nur ein Mal, die Blicke zu ihm zu erheben— aber es genügte, um mir ſeine ſchönen Züge feſt einzu⸗ prägen und dann, als ich Sie vor drei Wochen ſah, die Bemerkung machen zu können, daß Sie, Sir Henry, eine große Aehnlichkeit mit ihm haben. Dieſe Aehnlichkeit würde täuſchend ſein, wenn ſie einen großen, ſchwarzen Bart um das ganze Geſicht trügen.“
kleinen Pferden durch den Katarakt reiten wollten, um einige befreundete nubiſche Mumien in den gegenüberliegenden Bergen zu beſuchen. Denn der Katarakt iſt eine Art von Wolfsſchlucht und man muß in ihm Phantome und Geiſter jeder Art zu ſehen erwarten. Aber die Geſtalten glitten von ihren Thieren herab, wateten durch den Uferſand und kletterten an unſern Bord, dabei der am meiſten zuſammengeſchrumpften Mumie helfend, welche ſich den Howadji’s als den Vater des Capitains der Nilfälle vorſtellte und es zu erwarten ſchien, daß unſer Capitain und deſſen Mann⸗ ſchaft die Gäſte mit einem gefüllten Horn voll Branntwein begrüßen würden. Der Branntwein wurde gereicht und die Howadji gingen an das Ufer, Philä zu beſuchen, während das Boot die übrigen Schnellen des Fluſſes erſtieg, um ſie bei Mahratta, dem erſten libyſchen Dorfe, wieder aufzunehmen. g.
Luſitaniſche Sitten.
In einzelnen ſüdlichen katholiſchen Ländern hat jeder Heilige außer der Verpflichtung diejenigen Perſonen zu beſchützen, die ſeinen Namen tragen, noch ein beſonderes Amt, dem er ganz allein vorſteht und in welches ſeine Collegen ſich nicht einmiſchen dürfen. In Portugal z. B. würde Niemand, der in religiöſen Sachen auch nur einigermaßen Erfahrung beſitzt, ſich es im Traum einfallen laſſen, einen Heiligen mit Angelegenheiten zu behelligen, die vor das Forum eines anderen gehören. So curirt z. B. der heilige Gonſalves rheumatiſche Schmerzen in den Knien und Armen und beſchützt Zinngießer und Töpfer. Schutzpatron der Meſſerſchmiede
noth angerufen.
iſt St. Vincent, welcher nebenbei noch die Pocken heilt. Die Kammmacher ſtehen unter dem Patronat des heiligen Blaſius und die Lohgerber unter dem des heiligen Antonius. Der heiligen Barbara iſt die Obhut über das Artillerieweſen anvertraut; Zimmerleute, Muſikanten, Maler, Goldarbeiter, Barbiere ver⸗ ehren reſp. die Heiligen Joſeph, Cäcilia, Lucas, Elias und Georg. St. Johann von Nepomuk ſchützt ſeine Gläubigen gegen böſen Leumund, St. Hieronymus ſichert gegen den Blitz und St. Martial löſcht Feuersbrünſte aus. Der heilige Aegidius wird bei Erdbeben und der heilige Onuphrius bei einer Hungers⸗ St. Michel de Sanctis curirt Beulen und Krebsgeſchwüre, St. Judas den Huſten, St. Oridius die Taub⸗ heit, Sta. Apollonia den Zahnſchmerz, Sta. Clara und Sta. Lucia ſchlimme Augen; St. Sebaſtian hat probate Mittel gegen anſteckende Fieber und St. Benedict gegen den Biß giftiger Thiere.
Dieſes Namen⸗ und Standregiſter iſt einem engliſchen Reiſe⸗ werke: Lusitanian Sketches of the Pen and Pencil, by Kingston, (Luſitaniſche Skizzen mit Feder und Bleiſtift, von Kingſton) ent⸗ lehnt, aus dem wir noch einiges andere Intereſſante überſetzen, den Charakter eines im tiefſten Aberglauben befangenen Volkes
kennen zu lernen.
Die Bußübungen ſtehen bei dem portugieſiſchen Volke noch immer in hohem Anſehen. Am größten hierin ſind die Frauen, bei denen es nicht ſelten vorkommt, daß ſie auf den bloßen Knieen zu wiederholten Malen den Umkreis einer Kirche machen. dieſe Aufgabe zu erſchweren, tragen ſie einen Sandbeutel noch auf
den Schultern, ſo daß öfter der Weg mit Blutſpuren bedeckt wird.
Weniger gewiſſenhaft ſind die Männer; obgleich ſie gelobt haben,
die Wallfahrt auf den Knieen zu machen, binden ſie ſich ihre
Um ſich


