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Nr. 33.]
Büreau ſtand und arbeitete.
indem ſie die Freundin in das Wohnzimmer führte. ſich hin: und wer die Frau, werde ich morgen von ihm erfahren.
ſchließen.
auf ihre Toilette verwandte, war ſie ſich der Reize nicht
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Dritte
Folge. 521
Die beſorgte Sara erſchien Ihr Stübchen war das Muſter von Ordnung und Sauber⸗ noch zeitig genug, um die Erzählung Erneſtinens zu hören. keit; wohin man blickte, erkannte man die waltende Hand
„Wer mag die Frau, wer mag der Kutſcher geweſen der ſinnigen Bewohnerin,
ſein?“ fragte Sara.
An einem der erſten Tage des Monats April ließ ſie
Erneſtine wußte keine der beiden Fragen zu beantworten. Crosby bitten, zu ihm in den Laden hinabzukommen. „Sie ſollen nicht wieder allein ausgehen!“ ſagte Sara, Erneſtine, friſch und duftig wie eine junge Roſe, erſchien.
Als Crosby allein war, flüſterte er nachdenkend vor „Wer der Kutſcher geweſen iſt, glaube ich zu wiſſen—
Dann gab er ſeinen Arbeitern Befehl, den Laden zu Um neun Uhr ſaß er mit Erneſtine und ſeiner Schweſter bei Tiſche. Der Gegenſtand des Geſprächs war b natürlich das Abenteuer des jungen Mädchens; aber Crosby
„Mein liebes Kind,“ begann der Kaufmann,„wir
müſſen einmal Ordnung in unſere Geſchäfte bringen. Es ſind Monate verfloſſen, Sie haben fleißig gearbeitet, und
noch hat keine Abrechnung ſtattgefunden. Heute habe ich⸗
das letzte Ihrer Bilder verkauft, es iſt alſo meine Pflicht, daß ich Ihnen das Ergebniß mittheile.“
Erneſtine erröthete. „Herr Crosby,“ ſagte ſie mit zitternder Stimme,„iſt
es denn auch wirklich wahr, daß meine Bilder zu theuern
hütete ſich, ſeine Vermuthungen und Befürchtungen laut Preiſen verkauft werden?“
werden zu laſſen, denn die Frau, die Erneſtinens Bild ge⸗ kauft hatte, kam ihm jetzt verdächtig vor. VII. Der Winter war faſt vorüber, ohne daß Erneſtine das
Haus ihres Beſchützers verlaſſen hatte. eine zweite Mutter, und der wackere Crosby ein zweiter
mich!“ rief Crosby lachend. es in der Welt einen Geſchäftsmann gibt, der ſein Geld zum Fenſter hinauswirft?“
„Was für eine wunderliche Frage richten Sie da an „Glauben Sie denn, daß
„Ach Gott, wenn ich die herrlichen Bilder in Ihrem
Sara war ihr Laden mit den meinigen vergleiche, möchte ich es für ein
Wunder halten, daß meine Aaguarellen verkauft werden,
Vater geworden. Sorgen und Kummer kannte die Malerin während dieſe Meiſterſtücke lange auf Käufer warten müſſen.“
nicht mehr, und da auch die Zeit den Schmerz über den
„Der Geſchmack iſt nun einmal ſo— man ſucht Ihre
Verluſt der Mutter gemildert hatte, genoß Erneſtine eines Aquarellen und zahlt die Preiſe, die ich in Ihrem Intereſſe
ruhigen Glücks, in deſſen Sonne ſich das junge Mädchen
wie eine liebliche Blume entfaltete, die durch die Hand des Gärtners vor rauhen Stürmen geſchützt wird. Eine ele⸗ gante Toilette, die Erneſtine mit dem Geſchmacke der Malerin zu wählen wußte, vermehrte den Zauber, der in ihrer Erſcheinung lag. Aber trotz der Sorgfalt, die ſie
bewußt, mit denen die Natur ſie beſchenkt hatte; ſie ſchmückte ſich mit der Eitelkeit eines jungen Mädchens, das ſich ſelbſt
und ihrem Spiegel, aber nicht Andern gefallen wollte.
ſtelle. Ein guter Kaufmann benutzt jede Chance, die ſich ihm bietet. Doch laſſen wir das und bleiben wir bei der Hauptſache.“ 4
Erneſtine verſuchte noch einmal, der Abrechnung aus⸗ zuweichen; Crosby aber beſtand darauf. Er holte ein Buch hervor und begann:
„Sie haben in dieſem Jahre fünf Bilder geliefert. Drei ſind à Stück zu achthundert ⸗Guineen, zwei zu tauſend Guineen verkauft— macht in Summa viertauſend und vierhundert Guineen.“
geordnet haben, die mit den Nachbarſtaaten abgeſchloſſenen Ver⸗
träge und die Organiſation eines Nachtdienſtes haben viel dazu beigetragen, die nationale und internationale Privattelegraphie zu erweitern. Die Zahl der Privatdepeſchen, 1851 nur 10,000 und 1852 bereits 48,000, hat im Jahre 1853 bereits die Zahl 200,000 erreicht und beträgt jetzt mehr als 500,000. Die Einnahmen, 1851 nur 75,000 Francs, erhoben ſich 1853 bis 1,500,000 und 1854 ſchon auf 3,000,000. Die Telegraphendräthe erſtreckten ſich 1851 in Frankreich auf 2133 Kilometer und betrugen 1852 ſchon 3458. 1853 hatte das Telegraphennetz 7175 Kilometer und 1854 9244 Kilometer. Es ſind alſo in dem kurzen Zeitraum von drei Jahren 7111 Kikometer elektriſcher Telegraphendräthe gelegt worden und bis Ende 1855 hatte ſich die ganze Länge bis über 10,000 Kilometer erhoben. . Wie wichtig dieſe Reſultate auch ſein mögen, hat Frankreich gleichwohl noch viel zu thun, um der Entwickelung nachzukommen, die dieſer Induſtriezweig in Amerika und in England erreicht hat. um z. B. nur von Amerika zu ſprechen, ſo betrug das Tele⸗ graphennetz 1854 bereits 43,200 Kilometer und Ende 1855 ſogar mehr als 59,000 Kilometer. a.
Aluminium, das neue Metall.
Dieſes Metall, welches bis zur jüngſten Zeit unter die Erd⸗ neetalle gezählt wurde, nach den neueren damit vorgenommenen
Unterſuchungen indeß in die Claſſe drlänzendenldehan Aleninius ſehr hoch und bedeutend, folglich deſſen Gebrauch⸗ nur durch die Arbeiten beſchränkt.“
wie Eiſen, Nickel ꝛc., war anfänglig Wöhler's(1845) bekannt. Es iſt weiß mit einer leiſen bläulichen
* Färbung, während das Silber einen gelblichen Schein hat. Iſt es geſchmolzen, ſo nähert es ſich ungefähr der Härte des Silbers. Iſt es gehärtet, ſo nähert es ſich durch ſeine phyſiſchen Eigen⸗ ſchaften dem Eiſen; es wird dehnbar, indem es eine größere Härte annimmt, und gibt einen Ton von ſich wie das Eiſen, wenn man
es auf einen harten Körper fallen läßt; es iſt ämmerbar. Es
ſchmilzt bei einer höhern Temperatur als das Zink und einer niedern als das Silber. Seine Dichtigkeit iſt gleich 2,56, d. h. zwiſchen der der Koralle und der des Glaſes; das Aluminium iſt daher leichter als die Koralle und etwas ſchwerer als das Glas.
Das Aluminium iſt eins der Metalle, die der Verwandlung am
wenigſten unterworfen ſind; Luft und Sauerſtoff wirken nicht auf
daſſelbe ein, wie auch die Temperatur ſein möge. Während daher das Gold ſich in der Luft bei gewiſſen Temperaturen verändern würde, widerſteht das Aluminium. Das Waſſer äußert keine Wirkung auf das Aluminium, ſelbſt nicht in der Siedetemperatur, ſelbſt nicht in der Glühhitze, welche bei⸗ dieſem Metall dem Schmelz⸗ punkte nahe ſteht. Die Salpeterſäure greift es nicht an, die Schwefelſäure nur wenig, die Chlorſäure löſt es auf; ſchwefel⸗ ſaurer Waſſerſtoff, der das Silber ſo weſentlich verwandelt, hat hier durchaus keine Wirkung. 3
Man erlangt das Aluminium durch ein doppeltes Verfahren: die elektriſche Säule und die Auflöſung der Chlorverbindung des Aluminiums durch das Natrium. Das Natrium nun, welches ehedem tauſend Francs das Kilogramm koſtete, ſteht jetzt noch in dem Preiſe von 150— 200 Francs; dadurch wird der Preis des
In Folge aller ſeiner Eigenſchaften kann das Aluminium


