Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
519
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Jahrg.

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Nr. 33.]

Es iſt geſchehen, wie Ihnen die Magd gemeldet haben wird.

Ich lebe allein in dieſem Hauſe, das, wie Sie ſehen, reiche Beute für die Diebe Londons enthält. Alle meine Thüren werden ſtets feſt verſchloſſen gehalten. Wie kann Sie eine einfache, allgemeine Vorſichtsmaßregel erſchrecken? Verzeihen Sie, mein liebes Kind, daß ich Sie ſo lange allein laſſen mußte. Nun bezeichnen Sie mir Ihre Woh⸗ nung, und Sie werden bald dort ſein.

Meine Wohnung iſt in dem Hauſe des Bilderhändlers Crosby in der R. ſtreet.

Bei Crosby wohnen Sie? rief überraſcht die Dame.

Er iſt mein Wohlthäter, mein Beſchützer, dem mein langes Ausbleiben Sorge machen wird. Ich wollte vor dem Anbruche des Abends wieder zu Hauſe ſein.

In dem Hauſe Crosby's wohnen Sie? O mein Gott, wie bedauere ich, daß ich dem guten Manne, der mein Freund iſt, wider meinen Willen Sorgen bereitet habe!

Sie kennen Crosby, Madame?

Ich ſtehe das ganze Jahr mit ihm in Geſchäftsver⸗ bindung und kann wohl ſagen, daß er an mir eine gute Kundſchaft hat. Die Gemälde, die Sie an den Wänden ſehen, hat Crosby geliefert. Erſt vor acht Tagen kaufte ich ein werthvolles Stück von ihm der Mann iſt ſolid, er ſtellt mäßige Preiſe ſehen Sie, dieſe reizende Land⸗ ſchaft koſtet nur zwanzig Guineen!

Miſtreß Barkley nahm die Kerze von dem Kamine, ging raſch zu der gegenüberliegenden Wand und beleuch⸗ tete ein kleines Bild, das unter zwei großen Portraits hing. Unwillkührlich folgte ihr Erneſtine mit den Blicken. Dann trat ſie langſam, wie von einer magnetiſchen Kraft angezogen, näher.

Mein Gott, was iſt das? flüſterte ſie in einer freu⸗ digen Beſtürzung. cs iſt eine Landſchaft aus der ſächſiſchen Schweiz in

Dritte Folge.

Deutſchland, erklärte die Dame. kann ſich kein lieblicheres Bild denken? Crosby hat ver⸗ Aber warum hält man mich eingeſchloſſen? ſprochen, mir noch einige Anſichten dieſer Art zu verſchaffen,

die ſchwer zu erlangen ſind, weil ſie von Liebhabern ſtark geſucht werden. Warum weinen Sie ſchon wieder?

Nicht wahr, man

Aber was iſt Ihnen, mein liebes Kind?

adame, fragte ſie unter Schluchzen,für dieſes 8

M

77* Bild haben Sie zwanzig Guineen gezahlt O, der Preis iſt gering! In kurzer Zeit wird man

noch mehr bieten.

Zwanzig Guineen für ein Bild, von meiner Hand ge⸗ malt! rief Erneſtine.Mein Gott, ich danke dir, fügte ſie flüſternd hinzu, indem ſie die kleinen Hände fal⸗ teteder gute Crosby findet ſeine Rechnung, und ich lebe nicht von ſeinen Wohlthaten! Madame, wandte ſie ſich gerührt zu der Dame,ich danke Ihnen für dieſe frohe Nachricht! Nun bin ich vollkommen für die Angſt entſchä⸗ digt, die ich unklugerweiſe mir ſelbſt verurſachte.

Erneſtine erzählte kurz ihr Verhältniß zu Crosby und pries ſich glücklich, ihm die Wohlthaten, die er ihr ſo groß⸗ müthig erzeigte, durch Arbeiten vergelten zu können. Jede Andere, als dieſe gefühlloſe, gewinnſüchtige Frau, würde durch die Herzensergießung des armen, froh bewegten Mädchens gerührt geweſen ſein; Miſtreß Barkley aber ſpielte ihre Rolle mit unerſchütterlicher Conſequenz fort.

Wie, fragte ſie überraſcht,Ihrer Kunſt verdanken wir dieſe reizenden Bilder?

Ich fertigte ſie nach Skizzen meines verſtorbenen Vaters, von deſſen Grabe ich zurückkehre.

Ach, dieſe ſchöne Gelegenheit, Maſter Crosby mir zu verpflichten, werde ich nicht unbenutzt vorübergehen laſſen. Mein Kind, Sie müſſen mir geſtatten, daß ich dem Bil⸗ derhändler ſeine liebenswürdige Künſtlerin zuführe. Dafür muß er mir bei dem Verkaufe Ihrer Bilder den Vorzug geben. Um Ihnen zu beweiſen, wie groß meine Leiden⸗ ſchaft für ſchöne Bilder iſt, will ich Ihnen ein kleines Ge⸗

Verheerungen, welche die Epidemie anrichtete, beſtimmten Hein⸗ rich IV., die Erbauung des Hoſpitals St. Louis zu befehlen, eines wahrhaft prachtvollen und königlichen Gebäudes, ſagen die Pleichzeitiden Geſchichtsſchreiber, und eines der ſchönſten der hriſtenheit. Die Taufe wurde mit großem Pomp vollzogen, den Zug eröffneten die hundert Schweizer der königlichen Garde; Jeder

dann folgten die hundert dienſtthuenden Edelleute, jeder mit einer Fackel von zwei Pfund, ſo wie die hundert Kammerherren, begleitet von Trommelſchlägern, Pfeifern, Trompetern und OboEbläſern; darauf kamen neun Herolde, den Rittern der königlichen Orden voranſchreitend. Der Marſchall von Boisdauphin trug Madame die Kleine(die Schweſter Ludwigs XIII.), umgeben von zwölf Sdelläunen, jeder mit einer brennenden weißen Wachskerze in der

Es würden mehrere Seiten erforderlich ſein, um das ganze Ceremoniell, ſo wie die Menge der vornehmen Herren und die Rolle, welche die erühmteſten von ihnen bei dieſer Ceremonie ſpielten, zu beſchreiben. Die Schleppe des Hermelinmantels des Dauphins trug der Herzog von Guiſe; dieſem folgten zwanzig Herren mit brennenden Wachskerzen und voran ſchritt der Cardinal von Choyeuſe, Legat in Frankreich, als Stellvertreter Papſt Pauls V., Pathen des Dauphins, und die Herzogin von Mantua, Schweſter der Königin Maria von Medicis, als Pathin. Vor

dem Altar, der auf einer geräumigen Eſtrade errichtet und mit

Nuti von Palls

den Zierrathen des Ordens vom heiligen Geiſt geſchmückt war,

ſand ein Seſſel von carmoiſinrothem Sammt, auf dem der

Cardinal von Gondy in pontificalibus zu der Vornahme der 4.

von ihnen trug eine Fackel von weißem Wachs, 2 ½ Pfund ſchwer;

Der Cardinal von Choyeuſe trug on zwölf Erzbiſchöfen umgeben.

die Schweizer mit ihren Fackeln

Taufe Platz nehmen ſollte. das Cardinalsgewand und war v Rings um den Schauplatz ſtanden und Wachskerzen.

Ludwig XIII. wurde zuerſt getauft. Er ſelbſt gab die Ant⸗ worten, denn er war fünf Jahr alt, da er am 27. Sept. 1601 geboren war. Seine Schweſtern wurden eine nach der andern auf den Tauftiſch gebracht. Madame die Aeltere empfing den Namen (Eliſabeth und Madame die Kleine den Namen Chriſtine.

Nach der Ceremonie gab Heinrich 1V. ein prachtvolles Abend⸗ eſſen, dem ein großer Ball folgte.Am nächſten Tage, ſagt der Geſchichtsſchreiber, dem wir dieſe Details entlehnen,gab es nichts als Ergötllichkeiten des Ringſtechens, nach dem Mahle und V am Abend wurde ein künſtliches Schloß unter einem Regen von

Feuer und Raketen durch Satyrn und Wilde erſtürmt.

Dieſe flüchtige Schilderung zeigt, daß wir in Beziehung öffentlicher Luſtbarkeiten große Fortſchritte gemacht haben. Das Feuerwerkſchloß Heinrichs IV. würden eben dem des Quai d'Orſay am 15. Juni 1856 nicht ſehr geglänzt haben..

Was das Ceremoniell betrifft, ſo iſt es beinahe daſſelbe geblieben, indeß mit größerer Pracht vollzogen. Uebrigens muß man auch noch erwähnen, daß während der letzten Jahrhunderte der alten Monarchie die Geburt der Thronerben ein Ereigniß war, das mit viel mehr Glanz gefeiert wurde, als die Ceremonie ihrer Taufe. Außerordentliche Feſtlichkeiten begrüßten die Geburt Ludwigs XIV., des Großdauphins, des Herzogs von Burgund, des Dauphins, Sohn Ludwigs XV. Es gibt ein Buch, das bei⸗ Gelegenheit der letztgenannten 400 500 Seiten umfaßt. Es

iſt betitelt: Geſchichte dean aſs , 5* 1

Geburk geſchrieben wurde wir