Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
517
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Dritte Folge. 517

bei Nennung dieſes Namens leicht zu⸗ barſchaft, und ich ließ Sie rufen. Ich ſollte meinen, daß der geforderte Preis für dieſe Bemühungen nicht zu groß

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Morton zuckte ſammen. Ich hoffe, er wird bei dieſem Handel unbetheiligt wäre. bleiben.Aber Sie erhalten doch von dem Schiffscapitain noch Das kommt auf Sie an, Sir! meinte Miſtreß Bar⸗ einen Preis? fragte der Advocat, der durchaus ab⸗ kley, indem ſie dem Affen eine kleine Torte reichte, die ſie dingen wollte.. hinter ſich von dem Geſimſe des Kamins genommen hatte. Miſtreß Barkley zuckte mit den Achſeln.

Bedenken Sie, fuhr Morton fort,daß Ihre Be⸗Die Capitaine wiſſen, daß man ihnen nur Mädchen mühungen nur gering waren. Sie verdienen leichter fünfzig oder Frauen bringt, die man aus einem wichtigen Grunde Pfund, als ein Advocat. in die andere Welt zu ſpediren wünſcht. Sie leiſten alſo

Geringe Bemühungen? Leicht verdienen? fragte er⸗ gewiſſen Perſonen einen großen Dienſt und ſind der ganz ſtaunt die Dame.Mein Herr, ich habe für fünf Guineen richtigen Anſicht, daß die bedienten Perſonen den größten ein Bild in Crosby's Laden gekauft, habe mir eine Vier⸗ Theil der Koſten tragen müſſen. telſtunde lang von der deutſchen Malerin erzählen laſſen,Wann wird das Mädchen an Bord gebracht? welche dieſe Bilder macht; habe mit Miß Sara, derSobald Sie mir fünfzig Pfund gezahlt haben. Das Schweſter des Bilderhändlers, eine langweilige Bekannt⸗ Schiff geht zwar in einigen Tagen erſt ab; aber die be⸗ ſchaft angeknüpft, damit ich die Künſtlerin, um ihre Perſon treffenden Perſonen ſind dort ſicherer aufbewahrt, als in genau kennen zu lernen, einigemal unbemerkt in ihrem meinem Hauſe. Doch, Sir Morton, wozu die Erörterungen? Zimmer arbeiten ſehen konnte, und bin endlich wohl fünf Es iſt ja heute nicht das erſte Mal, daß wir eine Frau bei oder ſechs Mal in dem Laden geweſen, um nach dem zuletzt

Seite ſchaffen, die ihrem Manne oder Ihnen läſtig war. beſtellten Bilde zu fragen. Als ich heute den Laden be⸗Gut, ſchaffen Sie das Mädchen ſogleich fort hier treten wollte, verließ die Künſtlerin das Haus, ich ſah ſie ſind fünfzig Pfund! in ihrer Trauertoilette zum erſten Male auf der Straße. Der Advocat warf das Geld auf den Tiſch.

Die entzückte Miß Sara blickte ihr durch die Thür nachTreten Sie dort an das Fenſter, das nach der Straße und flüſterte mir zu: das arme Kind geht nach dem Fried⸗ hinausgeht, und Sie werden ſehen, wie ich mit der Schönen, hofe der Moorfieldskapelle, um die Gräber der Eltern zu die nach Hauſe zu fahren wähnt, in den Wagen ſteige! beſuchen! Ich fragte in dem Laden raſch nach dem Bilde; ſagte lächelnd die Kupplerin, indem ſie das Geld nahm man gab mir die Antwort, es ſei noch nicht fertig. Das und in einem Secretär verſchloß. Dann zog ſie an einer war mir eben recht; ich entfernte mich, nahm einen Fiaker, Klingelſchnur. Die Magd erſchien.

fuhr nach Hauſe, warf meine Matronenkleider über, ſtiegHole einen Wagen, befahl ſie,er ſoll vor der Thür raſch wieder in den Wagen, den ich vor der Thür hatte warten!

halten laſſen, und kam eine halbe Stunde ſpäter auf demJa, Miß Eva!

Friedhofe an. Die Malerin kniete noch an dem Grabe; Die Magd entfernte ſich.

bald aber verließ ſie den Friedhof, und ich begann nunDas iſt ein gräßliches Geſchöpf! rief lachend der meine Manöver, um ſie hierherzulocken, was mir auch, wie Advocat.

Sie wiſſen, gelungen iſt. Sie wohnen in meiner Nach⸗Aber mir ein ſehr nützliches. Das blödſinnige Weib

Ueberhaupt was ich beſitze, hinterlaſſen, aber nur unter einer unabänderlichen Clauſel.

hch, wie kannſt Du von ſolchen Mathilde.

Was iſt die Clauſel? fragte ich.

Daß ſie ſich ungeſäumt wieder verheirathen muß.

Welche bizarre Idee!

Ja wohl, fuhr Heine fort,Du ſollſt einen Mann nehmen!

Das Gemüth Mathildens( ſo hieß Heine's Gattin So wird doch Jemand da ſein, der einige Male des Tages meinen bekanntlich) war das naivſte, das ſich denken läßt, und ihr Zeit⸗ Hingang aufrichtig beklagt. vertreib der harmloſeſte. Mit ihrem Papagei plaudern, mit Heine war nicht eiferſüchtig und hatte gewiß auch keine Urſache Paulinen, ihrer Geſellſchafterin, täglich zu Wagen eine Promenade es zu ſein, aber er ſah Mathilden doch nicht ohne Sorge allein in in den Champs elyſées machen und dann erzählen, was ſie geſehn dieſem Babel: Paris. Er entlud ſich dieſer Angſt in Gedichten das war ihr Leben. Heine hatte einen wahren Horror vor der und in kurzen halberſtickten Ausbrüchen.Ach! ſeufzte er, gelehrten und ſtarkgeiſtigen Frau, dem Blauſtrumpf und demwas kann ich thunz Ich muß jetzt Alles dem Schickſal und dem Verſtandesweibe Mathilde feſſelte ihn durch ihr harmloſes lieben Gott überlaſſen. Wie kann ich kranker Mann jetzt noch Geplauder, ihre immer heitere Laune und ihr treffliches Herz. Sie mit einer halben Million Männer concurriren? hatte ein Crucifix und einen kleinen Jeſus von Wachs in ihrem Manchmal ſteigerte ſich dieſe Unruhe ſo, daß er klagte.Ich Zimmer und betete gern, wie ſie von Hauſe aus gewohnt war. war geſtern, ſagte er zu einer Freundin, die ihn beſuchte,xecht Heine ſtorte ſie nie in dieſen Gebräuchen.Sie iſt ein Kind, ein unruhig. Meine Frau war gegen zwei Uhr mit ihrer Toilette fertig ganzes Kind! pflegte er zu ſagen und hatte Recht. geworden und ausgefahren. Sie hatte verſprochen, um vier Uhr

Fortwährend neckte er ſie und ſtellte ſich, wenn ſie dabei war, zurück zu ſein. Es wird halb fünf, ſie kommt nicht. Es wird als ob er von ihren Grillen und Launen zu leiden hätte. Es halb ſechs, ſie kommt nicht. Es wird halb ſieben, ſie kommt noch ergötzte ihn dann ihr kleiner, aber raſch aufwallender Zorn, der immer nicht. Es wird acht Uhr, meine Sorge wächſt. Sollte ſie nicht furchtbarer war, als der eines Canarienvogels. Da gab es des kranken Mannes überdrüſſig geworden und mit einem ſchlauen eine kleine poſſierliche Komödie, bis Mathilde ihr Mißverſtaͤndniß Verführer auf und davon gegangen ſein? In meiner peinlichen merkte und Beide ſich unter Lachen umarmten.Ich werde,

N

nd T Angſt ſchicke ich die Wärterin in ihr Zimmer hinüber und laſſe agte er einſt ſehr ernſthaft,nach meinem Tode Filden Alles, fragen, ob Cocotte, der Papagei, noch da iſt. Ja, Cocotte iſt

Nein! lieber Freund, erwiderte der Dichter. leſe ich nur die großen Werke unſeres Freundes. Die drei⸗, vier⸗, fünfbändigen ſind mir die liebſten.

Sie ſcherzen und haben gewiß wieder etwas dahinter.

Nun ja! ſagte Heine,Waſſer in einer großen Aus⸗ dehnung, ein See, ein Meer, ein Ocean von Waſſer iſt eine ſchöne Sache. Im Kaffeeloͤffel kann ich es nicht leiden.

Dingen reden! rief