Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
510
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Doch ruhen auf mir Deine lieben Augen, In denen meiner Kindheit Himmel lacht, Dann ſehe ſtets aus ihrer Tiefe tauchen

Ich den verlornen Stern in alter Pracht.

Billig.

Stolz rauſcht die ſammtne Schleppe Deines Kleides, Es trägt ſie die Bewundrung durch den Saal,

Blitz wirft auf Blitz das Funkeln des Geſchmeides, Beſchämt allein durch Deines Auges Strahl.

Dein glänzend Loos, wer ſollt' es Dir nicht neiden? Strahlt ſchattenlos beim Schein des Kerzenlichts; Das Kleid, der Schmuck, all' dieſe Herrlichkeiten

Sie koſten Dich Dein Herz, ſonſt weiter nichts

Liebesrache.

Die Thränen, die ich um Dich geweint, Sie mögen empor zum Himmel ſteigen Und wieder, zu einer Wolke vereint, Herab zu Dir als Thau ſich neigen, Und jeder Tropfen treffe Dein Herz So glühend, wie mein heißer Schmerz, Und jeder Tropfen erquicke Dich doch Und ſage Dir: er liebt Dich noch!

ie Seufzer, die ich um Dich geklagt, ie mögen ob Dir als Donner rollen, ie mögen, weil es mir ſelbſt verſagt, An Deinem nächtlichen Lager grollen,

Noveſlen⸗Zeitung.

[II. Jahrg.

Und es erwecke Dich jeder Schlag, Daß ſchlaflos Dich finde der junge Tag, Und jeder Schlag erhebe Dich doch Und ſage Dir: er liebt Dich noch!

Ein jeder Fluch, den ich Dir geflucht,

Er möge als Blitzſtrahl herniederfahren,

Und, wie das Verhängniß den Schuldigen ſucht, Soll nichts vor ſeiner Gluth Dich bewahren, Und jedes Strahles zündender Schein

Verſenge die Bruſt Dir mit Höllenpein, Und jeder Strahl erleuchte Dich doch

Und ſage Dir: er liebt Dich noch!

In Köſen.

Leb' wohl! leb' wohl! Du leichtes Wort, Was biſt du ſo ſchwer geſprochen!

Warum doch ließ es mich früher nicht fort, Bis mir das Herz gebrochen!

Leb' wohl! Leb' wohl! Der Mühlbach rauſcht, Dazwiſchen dein fröhliches Plaudern;

Zu lange ſchon habe ich beiden gelauſcht

Und möchte noch länger doch zaudern!

Leb' wohl! Leb' wohl! Das Thal ſo hell,

Dein Auge lächelt und leuchtet,

Ich aber wende zur Seite mich ſchnell,

Weil mir die Wimper ſich feuchtet.

Leb' wohl! Leb' wohl! Einſt ahnſt Du vielleicht, Warum ich ſo jäh Dich gemieden,

Doch, iſt Dein ſtolzes Herz dann erweicht,

Sind längſt wir auf ewig geſchieden!

DieſerReiſe⸗Bibliothek zur Seite läuft als neubegründetes ſelbſtſtändiges Unternehmen:Brockhaus Reiſe⸗Atlas. Entworfen und gezeichnet von Henry Lange, von⸗ dem bis jetzt die Sächſiſche Schweiz mit neun Abbildungen, die Eiſenbahnkarte von Leipzig nach Dresden und die von Leipzig nach Hof(mit zwei Abbildungen) erſchienen ſind, darunter die Leipzig⸗Dresdner Eiſenbahnkarte auch in handlichſtem Miniaturformat. Zunächſt werden, wie wir hören, die Eiſenbahnen von⸗ Hof nach Nürnberg (mit ſechs Abbildungen) ſowie zwei höchſt zierliche und überſicht⸗ liche Pläne von Leipzig und Dresden(jeder mit 10 Abbildungen) erſcheinen; viele andere ähnliche Blätter werden im Laufe des Sommers noch nachfolgen. Der Preis(5 Ngr. das Blatt) konnte nur im Vertrauen auf die regſte Theilnahme ſeitens des reiſenden Publicums ſo niedrig geſtellt werden.

Zu wünſchen iſt nur, daß die Directionen der Eiſenbahnen und Dampfſchiffe im Intereſſe des Publicums dem Verkaufe dieſer wie aller ähnlichen Reiſebegleiter auf den Bahnhöfen und Dampf⸗ ſchiffen ſelbſt, wie er in Frankreich, England und Belgien längſt im ausgedehnteſten Maße ſtattfindet, nichts in den Weg legen, ſowie daß die Buchhandlungen die ihnen dadurch gebotene neue Abſatzquelle, die allerdings zunächſt manche aus dem gewöhnlichen Kreiſe beraustretende Bemübungen erfordert, richtig und geſchickt benutzen. Dann kann es an einem großen Erfolg aller derartigen Unternehmungen gewiß nicht fehlen und die Literatur wie das Publicum können dadurch nur gewinnen.

2 Goethe's Fauſt. Briefwechſel mit einer Dame. Heraus⸗ gegeben von Albert Grün. Gotha. Hugo Scheube. 1856.

Der Verfaſſer iſt ein Straßburger Gelehrter und gibt uns mit dieſem Buche ein erfreuliches Zeichen, wie man auch jenſeits des Rbheines noch die deutſche Poeſie liebt und pflegt. Herr A. Grün iſt offenbar mit dem Beſten vertraut, was über Fauſt geſchrieben iſt, und vermittelt die Quinteſſenz deſſelben in einer zum Tbeil geiſtvollen, meiſt ſchwungvollen Darſtellung dem größeren, nichtgelehrten Publieum. Ob die Weitſchweifigkeit, die durch Abdruck der beiderſeitigen Correſpondenz, ſowohl der der Dame als der des Erklärers, entſtanden iſt, dem Ganzen zum Vortheil, ließe ſich freilich in Frage ſtellen.

4

Die Orientaliſche Frage. In Briefen eines Ru he

Veteranen von 1812. Herausgegeben von P. Oſtafievo.

Erſter Theil. Breslau. Urban Kern. 1856.

Die Vorrede ſelbſt ſagt deutlich, was die Brochüre will: ſie iſt ein Fehdebrief gegendie falſche Staatskunſt Großbri⸗ tanniens und ſchließt mit den Worten: Delenda est Carthago! Troͤſtliche Ausſichten für den Frieden, wenn ſolche Stimmungen in Rußland nicht vereinzelt ſein ſollten! Daß übrigens der Verfaſſer über die Parteilichkeit, Dospelzüngigkeit und Beſtech⸗ lichkeit der Preſſe klagt und ſich ſtellt, als wäre er nun der wahre, redliche, unzweideutige Berichterſtatter, das macht auf uns keinen Eindruck, die wir keinen Grund haben anzunehmen, ſeine Tugend ſei wirklich eine ſo garMen belohnte Tugend.

N. 32. Liten

Schwann Edmund do.

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