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Begehrte zu
nige Jahre Zad beſuche im zuträgt. ich wußte, u, weil ſie hat. Das n und zwar erſchüttert n und fuhr er ſein, als tzigjähriger un aus den rregte. Er mnentrinker, durch den ſehr ftomm kaum ſech⸗ eit erblüht, ten, eben ſo Begleiterin lich erſchien; hder Kirche, dauſe, ſo las terhielt ihn jede Weiſe ind zu ver⸗ gers, außer i Waffen⸗ und ausge⸗ n klopften —
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damals vor Sehnſucht, dieſe Schwelle überſchreiten zu dür⸗ fen! Freund, unter den unzähligen und zwar verrückteſten Verehrern jener Enkelin des Generals war auch ich! Hät⸗ teſt Du mich geſehen, wie ich damals die Helenen-Straße, wo der General wohnte, ſtundenlang auf⸗ und abgeſtiegen bin, ſenkrecht wie eine Telegraphenſtange, funkelneu nach der launenvollſten Pariſer Mode gekleidet,— ich glaube, Du hätteſt mich zum Vergnügen für Dein ganzes Leben in Kupfer ſtechen laſſen! Ich darf mich wohl über mich luſtig machen, da ich jetzt hinlänglich einſehe, wie unbe— ſchreiblich lächerlich meine Narrheit geweſen iſt. Denn wenn auch ſonſt kein übler Burſche, ſo habe ich doch mit jenen Männern, welche ſich beſtrebten einen freundlichen Blick Mariens(ſo hieß die ſchöne Enkelin des Generals) zu erobern, keinen Vergleich aushalten können. Aber ſelbſt dieſe von Natur und Verhältniſſen bevorzugten Bewerber — wie wenig durften auch ſie ſich nur der geringſten Auf⸗ merkſamkeit dieſes ſchönen Kindes rühmen! Es ſchien nur ein Auge für den alten General, nur Sorge und Acht⸗ ſamkeit für ſein Wohlergehen und ein Herz für den Him⸗ mel zu haben. Kurz, o Freund, daß ich Dir's nur mit Einem ſage: der Sommer und die Saiſon waren vorüber, der General und die Enkelin waren abgereiſt und unſere ganze Errungenſchaft beſtand in einem ſehr großen Vorrath von unbefriedigter Sehnſucht und verlorener Mühe!.... Doch was thut der Menſch nicht Alles, um ſich nach einem begangenen Mißgriff noch einmal recht gründlich zu blamiren! Der nächſte Winter war vorüber, das nächſte Frühjahr wieder da— und ich ließ Alles lie⸗ gen und ſtehn, um die erſte Schwalbe im hieſigen Bade zu ſein. Und warum? Natürlich, um meine vielverſprechende Eroberung wieder von vorne zu beginnen, wenn der Herr General mit ſeiner ſchönen Enkelin den wackeren Einfall haben ſollte, hier zu erſcheinen. Ich merkte nur zu bald, daß ich nicht der einzige Kumpan der vorigen Saiſon war, der mit ähnlichen Abſichten dahergeſchneit kam; aber nach⸗
Dritte Folge.
dem alle Anbeter hübſch zahlreich und ſo anziehend als möglich beiſammen waren, blieb nur Jemand aus dem Bade hinweg, der bei der Sache ſehr nothwendig war: der General und ſeine Enkelin. Freund! Wie Du weißt, kann ein Badeort, wenn's darauf ankommt, an langer Weile ſo ziemlich das Aeußerſte leiſten, und ich kann ſagen, jener Sommer hat ſeine Bürgerpflicht gethan. Wie eine Heerde begoſſener Pudel ſchlichen wir Männer des Kum⸗ mers hin und her, verſpielten aus Verzweiflung eine Summe Geldes um die andere und beſchloſſen endlich, was aller⸗ dings das Vernünftigſte war, uns Einer nach dem Andern von hier zu verlieren, noch eh' der Sommer herum und alles Geld beim Teufel war... Aber— und dies Eine ſchätze ich heute noch an meiner mehr als verrückten Liebe — ich gab meine Hoffnung nicht auf und kam das nächſte Jahr wieder und das nächſtfolgende abermals. Denn, dachte ich, der Ausdauer kann der endliche Erfolg nicht ausbleiben, und wenn alle Andern das Spiel aufgeben und mit ihren wankelmüthigen Herzen geſtorben ſind, ſo muß Maria endlich nehmen, was übrig bleibt— nänlich mich! Aber die Situation wollte nicht flecken und rücken; ich war auch den dritten und vierten Sommer da, nur fehlte der General mit ſeiner Enkelin noch immer. End⸗ lich— endlich ſollte indeſſen doch die bedeutende Stunde ſchlagen, wo, zwar nicht der alte General, aber doch ſie, ſage ſie erſchien, Maria, das Ziel meines Herzens! Den fünften Sommer war ſie wieder da— fünf Jahre zwar älter, aber ich glaube richtig zu rechnen, fünfmalhundert⸗ achtundvierzigtauſend Male ſchöner als zuvor; ihre Er⸗ ſcheinung, einſt noch im Erblühen, war jetzt fertig voll⸗ kommen. Nur fiel Eines allſogleich auf: der ſeltſame Geiſt, welcher ſie jetzt beherrſchte. Schlug ſie einſt ſchüch⸗ tern vor dem Leben die Augen nieder, ſo ſchaute ſie jetzt dem vollſten, üppigſten Leben frei und lachend ins Geſicht; war ſie einſt ſtill und ſchien nur für fromme Töne des Himmels ein Ohr zu haben, ſo ſtimmte ſie jetzt den fröh⸗
erwieſen und noch täglich erweiſt, wird er ſammt Weib, Kindern und Hausgeſind in beſonderen Schutz und Schirm genommen, die ihm von den frühern Monarchen Rudolph und Matthias ertheilten Freiheiten nicht nur beſtätigt, ſondern auch mehrere andere zugefügt. Es wird ihm, ſeinen Erben und Nachkommen geſtattet, überall in dem kaiſerlichen Erblande, es ſei in Städten, Märkten oder Flecken, gleichviel ob dort Juden wohnen oder nicht, auch in Prag, Wien oder wo immer, ſammt den Seinigen zu wohnen, Häuſer eigenthümlich zu erwerben und allenthalben öffentlichen Groß⸗ und Kleinhandel jeder Art zu betreiben. Sowohl er perſön⸗ lich als auch ſein Vermögen und ſeine Realitäten ſind von jeglicher Art Steuern und Abgaben, auch ſeine Waaren, wenn er dem Hoflager nachzieht, von allen Mauthgebühren befreit; auch iſt ihm im kaiſerlichen Quartier zu wohnen geſtattet. Ferner wird ihm und ſeinen Nachkommen ein dort ausführlich beſchriebenes Wappen, einen blauen Löwen mit acht rothen Sternen im ſchwarzen Felde führend, auf ewige Zeiten verliehen und ihm geſtattet, daſſelbe in Petſchaften, Inſignien, Geſchäften und auch ſonſt nach Wohl⸗ gefallen zu gebrauchen, wie er auch aller damit verknüpften Rechte und Freiheiten, Vortheil und Chre, ſowie ſie allen im heil. röm. Reich befindlichen Wappenleuten zukommen, hierdurch theilhaftig erklärt wird. Auch wird ihm das erwähnte Adelsprädicat ertheilt, damit er und ſeine Nachkommen ſolchen Zunamen in allen ihren Unterſchriften, Titeln und Inſiegeln gebrauchen ſollen, und ſchließ⸗ lich ihm das Recht eingeräumt, daß er keinem andern Tribunal als dem Hofmarſchallamte zu unterſtehen habe.“ Das war wohl der älteſte jüdiſche Financier, der mit dem
trug, 16,550 Francs.
Preis einiger berühmter Reliquien.
Der Anzug, den Karl XII. bei Pultawa trug, wurde 1825 in Edinburg für 560,000 Francs verkauft. Lord Shaftesbury zahlte 1616 für einen Zahn Newton's, den er in einen Ring gefaßt Ein Engländer bot unter der Reſtauration 100,000 Francs für einen Zahn Heloiſens, als deren Reſte nach einem andern Begräbnißorte gebracht wurden. Der Schädel des Descartes dagegen wurde 1820 in Stockholm für 99 Francs ver⸗
kauft. Einen Stock Voltaire's bezahlte man mit 500 Francs,
eine Weſte J. J. Rouſſeau's mit 959 Francs, deſſen kupferne Uhr mit 500 Francs; die Perrücke Kant's mit 500 Francs; die Sterne's mit 5350 Francs; einen Hut, den Napoleon in der Schlacht bei Eylau getragen hatte, mit 1920 Francs; die Uni⸗ form Nelſon's in der Schlacht bei Trafalgar mit 3800 Francs. Die letztere erſtand der Prinz Albert, Gemahl der Königin Victoria. g.
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Aus der Gegenwart. Perſönliches aus München.
Die Allgemeine Zeitung meldet über die augenblicklichen Zuſtände der Münchener Gelehrtenkreiſe:„Seit einigen Wochen ſpürt man auch bei uns in hohem Grade, daß die Frage der Villeggiatur die eigentlich brennende der Situation geworden iſt. Mit dem Hofe haben die Mitglieder der königlichen Tafelrunde, ſoweit ſie nicht durch amtliche Stellung bis zum Beginn der
Adel belehnt wurde? Ph. Herbſtvacanz fa gehalten werden, zum größten Theil die Stadi verlaſſen, un die literariſch⸗künſtleriſchen Kreiſe überhaupi ——————————+— 9 2— — 8


