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„Fürchten Sie nichts! Es iſt Pflicht, daß man ſich gegenſeitig hilft, wenn man ſich in Verlegenheit befindet.“
Die Frau blieb vor einer Mauer ſtehen, die zwei hohe, düſtere Häuſer mit einander verband. Hier zog ſie einen Schlüſſel hervor und öffnete eine in der Mauer befindliche Thür.
„Treten Sie ein!“
Dritte Folge.
Dichtung und Wahrheit.
Von
Joſef Rank.
v. Aus dem Badeleben.
Erneſtine trat in einen Hof, der rings von einer dun⸗
keln Maſſe eingeſchloſſen ward. Die ſchwarzen Stämme einiger Bäume ſchimmerten durch den Schnee. Alles war ſtill, nirgends zeigte ſich ein Lichtſtrahl. Sobald die Thür verſchloſſen war, bemächtigte ſich Erneſtinens eine uner⸗ klärliche Angſt.
„Geben Sie mir Ihre Hand!“ ſagte die Frau in dem⸗ ſelben freundlichen Tone, in dem ſie bisher geſprochen hatte.
Während Erneſtine an der Hand der Frau durch den Hof ging, gedachte ſie noch einmal aller Umſtände, unter denen die Bekanntſchaft angeknüpft worden war. Es lag durchaus nichts vor, das hätte Verdacht erwecken können; Alles war vielmehr ſo natürlich, daß ſie ſich des Argwohns gegen die freundliche alte Frau ſchämte. Trotzdem aber bereute ſie, den Weg nicht fortgeſetzt zu haben.
Nachdem die Führerin eine Glocke gezogen, ward eine Thür geöffnet. Man betrat eine geräumige Hausflur. Eine ſauber gekleidete alte Magd, die eine brennende Kerze in der Hand hielt, empfing die Ankommenden. Die Magd leuchtete ſchweigend eine bequeme, mit weichen Decken be⸗ legte Treppe hinan, die zu einem eleganten Corridor führte. Hier öffnete die Magd eine der Thüren, und die beiden Frauen traten in ein Vorgemach, das den erſten Luxus ankündigte. Hier nahm die Magd ihrer Herrin Hut und Mantel ab, die ſich nun in einem einfachen wollenen Ober⸗ rocke zeigte.
(Fortſetzung folgt.)
Der junge Reiner hat, wie jeder Menſch, eine beſon⸗ dere Leidenſchaft, welcher er mit großer Treue nachhängt.
Dieſe Leidenſchaft beſteht darin, daß er jeden Sommer
während der Monate Juli und Auguſt in einem beſtimmten Luxusbade erſcheint und dort ſeine Tage„eben ſo hin⸗
vringt,“ wie er ſein holdes Nichtsthun bezeichnet. Er
mit großer Vorſicht, um ſich den Magen nicht naß zu
machen, nimmt es mit dem Frühaufſtehen nicht beſonders
genau und da er einmal an Ort und Stelle iſt, ſo läßt er ſich täglich eben„aus Luxus“ einmal ein Bad gefallen. Seine liebſte Stunde iſt die von acht bis neun Uhr Morgens, nänlich ſeine„Kaffeeſtunde.“ Da lehnt er be⸗ quem im bequemen Schlafrock in einer bequemen Ecke des Sophas, raucht äußerſt behäbig, nur dann und wann durch einen Schluck Kaffee unterbrochen, ſeine Cigarre, lieſt die
zeitung, und hat er bei hübſcheſter Morgenſonne noch über⸗
genwart gedacht, ſo erhebt er ſich mit ſachter Bequemlich⸗
teit vom Sopha, macht einen gemächlichen Spaziergang
durch Park und Morgenmuſik und kehrt zwiſchen den grü⸗ nen Tiſchen der Spielhölle hindurch wieder nach Hauſe zurück, wo er ſich dann von einem Freunde, der regelmäßig um elf Uhr bei ihm vorſpricht, die Neuigkeiten des Bade⸗ lebens erzählen läßt. Unter ſolchen Umſtänden wird es allmählich Mittag; ein halbes Dutzend Cigarren ſind in⸗ zwiſchen weniger auf der Welt, was nicht viel zu ſagen
Hofe, und die franzöſiſche Schauſpielerin zeichnete ſich an demſelben durch den dreifachen Glanz der Schönheit, des Geiſtes und der Kenntniſſe aus. Ein Streit des Vortritts zwiſchen ihr und der Geliebten des Herzogs führte ihre Verbannung vom Hofe herbei. . Nach ihrem Bruche mit dem Marſchall von Würtemberg nach Paris zurückgekehrt und wegen ihres Abenteuers in Deutſchland mehr in der Mode als je, nahm Mlle. Gautier zu ihrem Anbeter
den Grafen von Chemerolles an, den Sohn des Marquis von
Sommery und Gouverneur Ludwigs XV. In einem jener Augen⸗
blicke, wo die Leidenſchaft den Vorurtheilen der Geburt oder der
Erziehung Schwächen gebietet, unterſchrieb dieſer junge Edel⸗ mann ein Heirathsverſprechen; Mlle. Gautier aber zerriß es vor ſeinen Augen und ſagte:„Ein Mann Ihres Verdienſtes und Ihres Ranges muß keine Schauſpielerin heirathen. Das wäre eine Albernheit und ein ſchlechtes Beiſpiel.“
Mlle. Gautier, die für keinen ihrer Anbeter wahre Liebe
empfunden hatte, wurde von einer heftigen Leidenſchaft für Qui⸗ nault⸗Dufresne erfaßt, ihren Kameraden bei dem Théatre français und einen der liebenswürdigſten, eleganteſten und ſchönſten Schauſpieler, die je auf den Bretern dieſer Bühne erſchienen ſind. Quinault⸗Dufresne, flüchtig und wankelhaft, verzogen durch die Gunſt der Frauen, that zwar einige Monate lang, als liebe er die Gautier, doch nur eben ſo lange, als ihm nöthig ſchien, um 30— 40,000 Livres todt zu ſchlagen, welche die Freundin des
Grafen von Chemerolles für Nothfälle in ihrer Kaſſe aufbewahrte.
Doch die Leidenſchaft der Gautier wuchs von Tag zu Tag und ſie machte Dufresne den Vorſchlag, ſie zu heirathen. Sei es nun, daß er einer Liebe überdrüſſig war, die er nicht theilte, ſei es, daß
er die Herrſchaft einer Frau fürchtete, deren Muskelkraft er kennen
gelernt hatte, genug, er ſchlug das Anerbieten ab und reiſte nach England, wohin er ſich eine Sendung zu verſchaffen gewußt hatte. Mlle. Gautier war tief betrübt über dieſe Trennung, ver⸗ ſank in finſtere Melancholie und in eine Niedergeſchlagenheit, welche ſelbſt die donnernden Bravos eines Parterre nicht zu zer⸗ ſtreuen vermochten, das ihr Talent ſchätzte und ihren Wohlthätig⸗ keitsſinn ehrte. 1 ſpäteren Beruf der Gautier dem Umſtande zu, daß ſie von einem Manne verlaſſen wurde, der weder ihrer Liebe, noch ihrer Anhäng⸗ lichkeit würdig war. Mlle. Gautier trat, des Weltlebens über⸗ drüſſig, bei den Carmeliterinnen zu Lyon als Nonne ein.
Jetzt entſtand, wie ein gleichzeitiger Schriftſteller ſagt, eine vollſtändige Umwandlung ihres Charakters. Nie ſehnte ſie ſich in die Welt zurück und keine andere Nonne trieb die chriſtliche Demuth weiter als ſie. Sie hielt ſich wahrhaft unwürdig ihrer Gefähr⸗ tinnen, deren Geringſchätzung ſie mehr als einmal zu erdulden hatte. Ein eigenthümlicher Ümſtand entzog ſie dieſer Gering⸗ ſchätzung, die leicht in feindſelige Verfolgung hätte ausarten können.
Mlle. Gautier hatte einen Neffen, Namens Maſſe, einen ausgezeichneten Violoncelliſten, der auch kein unbedeutendes Talent für die Compoſition beſaß und Orcheſterdirector in der Comédie française war. an einem Orte, deſſen Andenken ſie aus dem Geſichtspunkte der Religion und ihrer Buße verabſcheute. Sie ſchrieb deshalb an Moncrif und bat ihn, die Königin zu bewagen, Maſſe in ihre Kapelle aufzunehmen. 3 2 Die Gewiſſenszweifel der Carmelitrrin rührten die Königin.
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trinkt nur dann und wann„den Brunnen“ und zwar nur 3
fabelhaft bequeme, aller aufregenden Artikel bare Landes⸗
dies an manches Angenehme der Vergangenheit und Ge⸗
Der Dichter Moncrif, der ihr Freund war, ſchiebt den
Mlle. Gautier ſah nun mit Kummer ihren Neffen
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