Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
465
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Anblick heit; den hendlichen nicht ver⸗ die An⸗ n. Das Glanze, das arme niederge⸗ en ſchien. dern, auf je kalten, ößes Ge⸗ t Künſt⸗

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land, und obwaltet. Werth, ſo t die Be⸗. Intereſſe geben, die

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Dritte

ſchwere Laſt vom Erklärung abgegeben hatte. tuch hervor und trocknete die von Thränen feuchten Wangen. Dann wartete ſie in ängſtlicher Spannung auf den Ent⸗ ſchluß des jungen Lords.

Mir ſcheint, Crosby, wandte er ſich zu dem Bilder⸗ händler,Sie können ohne Nachtheil dieſe Aquarellen ankaufen.

Der lange Mann verneigte ſich, indem er lächelnd flüſterte:

Glauben Ew. Herrlichkeit, daß ſich ein Abnehmer finden wird?

Ich glaube ſelbſt, er iſt ſchon gefunden. Schließen Sie das Geſchäft ab und fügen Sie dieſe Anſichten den Rembrandts bei, die ich um den geforderten Preis kaufe. Die Rechnung wird mein Kaſſirer bei Ablieferung der Gegenſtände bezahlen. Drücken Sie das arme Kind nicht,

ſetzte er leiſe hinzu,ich bewillige jeden Preis, den ſie for⸗

dern wird.

Die Künſtlerin brach in ein lautes Schluchzen aus. Diesmal aber erpreßte ihr nicht der Schmerz, ſondern eine freudige Ueberraſchung Thränen.

Mein Herr, mein Herr, ſtammelle ſie,Gott lohne es Ihnen!

Im Uebermaße ihrer Freude ergriff ſie die Hand des Lords und bedeckte ſie mit Küſſen und Thränen. Sie wäre ſelbſt vor ſeinen Füßen niedergeſunken, hätte ſie der junge Mann, deſſen Blicke mit großer Verwunderung auf der reizenden Geſtalt hafteten, nicht liebreich davon ab⸗ gehalten.

Sie legen ein zu großes Gewicht auf dieſen kleinen Handel, ſagte er ein wenig verwirrt.Die Bilder gefallen mir, und darum kaufe ich ſie. Ich habe vor zwei Jahren die ſächſiſche Schweiz bereiſt, mein doppeltes Intereſſe für

zuarbeiten, wie die vorliegenden Bilder.

Folge.

Herzen genommen ſei, nachdem ſie dieſe dieſe Anſichten iſt demnach erklärlich. Iſt das Skizzenbuch Sie zog ein weißes Taſchen-

Ihres Vaters erſchöpft?

O nein, mein Herr! antwortete eifrig die junge Künſtlerin.

So beauftrage ich Sie, ſämmtliche Skizzen ſo aus⸗ Herr Crosby wird ſie gegen Zahlung in Empfang nehmen.

Der Lord grüßte und verließ den Laden, nachdem er noch einen letzten Blick auf das junge Mädchen ge⸗ worfen hatte.

Crosby war plötzlich freundlich geworden. Mit der Zu⸗ vorkommenheit eines Geſchäftsmannes, der einen vortheil⸗ haften Kunden bedient, begann er die Unterhandlungen. Er bat die Verkäuferin einen Preis zu fordern. Sie weigerte ſich.

Nun, ſo muß ich bieten, ſagte der Kunſthändler mit einer ſo freundlichen Miene, als ob er ſein früheres Be⸗ nehmen wieder gut machen wollte.Und damit ich mir für die Folge die intereſſante Kundſchaft erhalte, werde ich mit den günſtigſten Augen abſchätzen.

Der Auftrag des Lords, der einen Gewinn verſprach, hatte die Geſinnungen des wackern Kunſthändlers dergeſtalt umgewandelt, daß er dem jungen Mädchen über die Aqua⸗ rellen, die er vor wenig Minuten noch Trödel genannt hatte, Schmeicheleien ſagte. Die Bilder waren immer noch dieſelben, aber der Kunſthändler fand ſie jetzt ſauber und correct.

Sind Sie mit drei Guineen für das Stück zufrieden, mein Kind? fragte er, indem er die Künſtlerin mit ſeinen kleinen ſchwarzen Augen anſah, als ob er ſagen wollte: ich verwende den mir gewordenen Auftrag zu Ihrem Beſten.

Die Malerin hatte eine ſolche Summe nicht erwartet.

Drei Guineen! rief ſie freudig beſtürzt aus.

Macht in Summa fünfzehn Guineen. Dieſen Preis glaube ich verantworten zu können, denn die Bilder ſind ſo viel werth. Alſo ja oder nein?

keinen Vereinigungspunkt, keinen gemeinſamen Markt, um auch für unſer Theil auf die Rente und die Eiſenbahn ſpeculiren zu können? Sie ſagten es und ſowie die Ruinirten des Parquet die Couliſſe und die Ruinirten der Couliſſe die Petite⸗Couliſſe eröffnet hatten, ſo eröffneten die Ruinirten der Petite⸗Couliſſe die Contre⸗petite⸗Couliſſe. Dort verkauft man Rente für 3 Francs 50 Centimes und es gibt Prämien von 1 Centime. Des Montags, wenn die Geſellen ihre Seh unghe haltn haben, gehen die Geſchäfte ſtets flotter, ind mit der Mitte des Monats, wo den Commis, Schreibern u. 5 die Gage ausgegangen, tritt ſtets eine gewiſſe Stockung ein. as Haus Lagingeole& Cie. dort ſtellte ſeine Zahlungen ein, als einem Geſchäfsmann auf Haſenfelle einſt 12 Francs 15 entimes Prämie auszahlen ſollte.

Die Agenten und die Ss die großen, die mittleren

d die kleinſten Couliſſiers aben wahrlich doch alle nur en Zweck, natürlich de einmal in den Himmel zu ummen, warum läßt man ihnen für ſolch gleiches Ziel nicht jſeichen Schutz zukommen? Aber Du wirſt aus den Zeitungen hon gehört haben, lieber Leſer, von den Mißgeſchicken, welche kleine Börſe verfolgten. Vom Perron bei Tortini vertrieben, rchtete ſie ſich in den Durchgang der Oper; von hier flüchtig, hehte ſie Schutz im Caſino⸗Paganini. Die Hauſſe und die Baiſſe ebargen ſich hinter Tanz und Concert, aber auch dieſes Aſyl ß ihnen die hohe Polizei verſchließen. Verbannt, zerſtreut, herirrend, ſuchen noch heute die armen Helden dieſes Theaters den Straßenecken, unter den Brücken und auf andern dunklen ten vergeblich eine Zufluchtsſtätte, wo ſie ſich ſtill ihrer kleinen nüthlichen Thätigkeit widmen könnten!

ESA

VI. Von den Speculationen des ſchönen Geſchlechtes. Dort auf dem Börſenplatze unter den ſchattigen grünen Bäumen ſehen wir zur Börſenſtunde eine Gruppe lebender Weſen, die Weiber heißen, weil ſie lange Röcke, kleine Hüte und bunte Mantillen tragen. Dieſe ſ. g. Weiber rütteln wie wilde Thiere an dem Gitter, das die Börſe umgibt, und zählen unter ſich Logenſchließerinnen, Krankenwärterinnen, Portidren, Buffet⸗ Damen, Mode⸗Trödlerinnen u. a. dergl. Die Herren von der Petite⸗Couliſſe kommen zu ihnen heran, um ihre Befehle in Empfang zu nehmen. Wir geben hier den ſtenographirten Bericht eines der dort gepflogenen Geſpräche.

Mme. Pipelet(Herrn Filoſelle anſchreiend, der die Börſentreppe eben hinabſteigt): Miſieu Filoſelle! Miſieu Filo⸗ ſelle! Kaufen Sie mir eine Nord!

Mme. Pochet: Und mir zwei Straßburg!

Filoſelle(eine Schreibtafel aus der Taſche ziehend, mit einer ganz erſchöpften Stimme, die nur noch aufrecht erhalten wird durch die Hoffnung auf die Demi⸗Taſſe im Café de la Rotonde): B6606n!

Mme. Gibou(herbeieilend): Wiſſen Sie ſchon das Neuſte, Mesdames?

Mesdames Pipelet, Pochet u. ſ. w.:

ibts! 4 Rme. Gibou: Die Nord werden fallen, 10 Francs per Actie wenigſtens, denn dieſe neue Eiſenbahn von Bordeaux nach Cette ſoll zu Stande kommen, und wenn das auch nicht ganz dieſelbe Route iſt, die Nord werden fallen! Mme. Pochet: Wer hat Ihnen das geſagt, wer? Ganz

Nein, nein! Was

gewiß der kleine Spitzbube mit der Weſte von Tartan⸗Cachemire?