cumenten aus jener Zeit zu ſchließen, in denen die erſten Monate des Jahres 1793 bereits dem Jahre II. zugezählt waren, ja wohl gar die I. in eine II. verändert war, an⸗ fangs einige Unklarheit darüber geherrſcht zu haben, ob man nicht wenigſtens Anfang und Ende des Jahres mit den übrigen europäiſchen Völkern gemeinſchaftlich behalten und ſich mit der veränderten Jahrzahl begnügen wollte; doch ſchon vor Vollendung des Jahres I. muß die Beſtim⸗ mung, die Zeit von dem Anfang des einen Herbſtes bis zu dem des nächſten als ein amtliches Jahr anzuſehen, allge⸗ meine Gültigkeit erlangt haben. Unter den Monaten machten Vendémiaire, Brumaire und Frimaire den Herbſt, Nivoſe, Pluvioſe und Ventoſe den Winter, Germinal, Floréal und Prairial den Frühling, Meſſidor, Thermidor und Fructidor den Sommer aus. Die ſpäter auch in der cisalpiniſchen Republik Oberitaliens und auf dem eroberten linken Rheinufer Deutſchlands eingeführte Zeitrechnung. erloſch im 4. Monate ihres Jahres XIV., indem Napoleon, unter deſſen kaiſerlicher Regierung die„Jahre der Re⸗ publik“ noch kurze Zeit gezählt worden waren, mit Anfang 1806 in Frankreich die Rechnung des übrigen chriſtlichen Europa wieder eintreten ließ.
Mit dem tiefſten Sonnenſtande endlich fingen die alten Indier und fangen, was religiöſe Feſte betrifft, wohl auch noch die jetzigen Hindus ihr Jahr an, von deſſen zwölf Monaten daher Magha, Phalgun und Chaitra auf den Winter, Viſakha, Jyaiſchta und Aſchara auf den Frühling, Sravana, Bhadra und Asvina auf den Sommer, Kartika, Margaſirha und Pauſcha auf den Herbſt kommen. Auf Winters Anfang war wohl auch das Jahr der alten Römer, dem unſer chriſtliches entſtammt, berechnet; doch wurden die Monate durch die Erhöhung der urſprünglichen Zehnzahl auf zwölf unter Numa und durch das„Jahr der Verwirrung“ unter Cäſar ſo verſchoben, daß jetzt der Neujahrstag ungefähr der elfte Tag des Winters iſt und jede Jahreszeit ſtatt dreier Kalendermonate, wie bei den
bisherigen Rechnungen, zwei derſelben nebſt einem Drittel des vorhergehenden und zwei Dritteln des folgenden um⸗ faßt und demnach bekanntlich der Winter vom December bis kurz nach der Mitte des März im nächſten Jahre, der Frühling von da bis in den Junius, der Sommer bis in den September, der Herbſt bis in den December reicht.
Die griechiſche Kirche, die bei ihrer Beibehaltung des ju-⸗
lianiſchen Kalenders hinter Weſteuropa um 12 Tage zurück iſt, weicht in dem Anfange ihres Jahres und ſeiner einzel⸗ nen Monate von dem Anfange der wirklichen Jahreszeiten noch weiter ab. Die im Mittelalter ziemlich allgemein gültige und ſelbſt zu Luther's Zeit noch nicht ganz vergeſ⸗ ſene Sitte, das Weihnachtsfeſt für den Anfang des neuen Jahres anzuſehen, wonach z. B. Karls des Großen Kaiſer⸗ krönung zu Rom in das Jahr 800 gelegt zu werden pflegt, während ſie zu Weihnachten 799 geſchah, mag noch aus dem Beſtreben, das Jahr mit dem Eintritt einer der durch⸗ die Natur gemachten Jahreszeiten zu beginnen, erklärt werden. 4
Als abweichend von dem bisher nachgewieſenen Grund⸗ ſatze muß dagegen das Jahr der Tſchuwaſchen und anderer finniſcher Stämme an der mittleren Wolga bezeichnet wer⸗ den, indem daſſelbe an keinem der vier oben erwähnten Zeitpunkte, auch nicht, wie unſer Jahr, in der Nähe eines ſolchen, ſondern, vielleicht weil die Landwirthſchaft es um dieſe Zeit zu einer Art von Abſchluß bringt, ziemlich in der Mitte des Herbſtes oder in den erſten Tagen unſeres November ſeinen Anfang nimmt. Es zählt, wahrſchein⸗ lich weil man urſprünglich nur nach Mondwechſeln rechnete, dreizehn zum Theil nach der Witterung oder den Arbeiten des Ackerbaues benannte Monate, nämlich: Joba⸗oich(Mo⸗ nat des Gehorſams), Tſchuk⸗oich(Opfermonat), Mun⸗ kyrlatſch⸗oich(großer gewundener Monat), Kiſin⸗kyrlatſch⸗ oich(kleiner gewundener Monat), Norß⸗oich(Thaumonat), Pozy⸗oich(leerer Monat), Aga⸗oich(Ackermonat), Sſiul⸗ oich(Sommermonat), Chyr⸗oich(Hochzeitmonat), Uda⸗
obern, der andere an dem untern Ende der Tafel ſaß und auf Ordnung zu halten hatte. War nun das Deſſert aufgetragen und eine zureichende Menge von Weinflaſchen herbeigebracht, ſo mußten alle Diener ſich entfernen; der Präſident ſtand auf, nahm einen Nagel und einen Hammer und ſchlug den Nagel in die Thür des Zimmers, zum Zeichen, daß nun Niemand mehr hinaus oder herein dürfe. Dann kehrte er an ſeinen Platz zurück, brachte feierlich die Geſundheit des Königs aus, die ſchweigend, aber ſtehend getrunken wurde, worauf die Flaſchen zu kreiſen begannen und bald allgemeine Trunkenheit ſich einſtellte. Nur der Präſident
mußte ſich tapfer halten, denn es war ihm vorſchriftsmäßig unter⸗
ſagt, früher ſich zu betrinken, als alle Uebrigen unter dem Tiſche
lagen. Weigerte ſich einer der Gäſte zu trinken, wenn die Flaſche
zu ihm tam, was regelmäßig alle zwei Minuten geſchah, ſo bedrohte ihn der Präſident zuerſt mit Strafe und dann mit der Verachtung aller Kameraden.
Dieſes gewaltige Trinken auf Commando hat ſeit 1815 in der engliſchen Armee aufgehört, nicht aber das Trinken überhaupt; dieſes iſt nur graciöſer oder civiliſirter geworden, denn der Rauſch wird ſelbſt von dem beſten Tone und von der höchſten Faſhion anerkannt. Seit 1830 beſteht denn in allen engliſchen Regi⸗
berühmten Nagel, der ſonſt feierlich in die Thür geſchlagen wurde) und die Mitglieder erſcheinen in den Verſammlungen mit dem Ordenszeichen, einem ſilbernen Nagel, den ſie an einem blauen Bande am Halſe tragen. Sie machen ſich bei der Aufnahme in den Nagelorden verbindlich, monatlich ein Mal zuſammen zu kommen und zwar bei Einem von ihnen der Reihe nach, bloß zu dem Zwecke, ſich in guter Geſellſchaft einmal recht ordentlich
zu betrinken oder, wie ſie ſich maleriſch auszudrücken pflegen, weinen Nagel zu ihrem Sarge zu ſchmieden.“ Ein engliſches Sprichwort, dem man allgemein Glauben ſchenkt, verſichert indeß, eine zu regelmäßige, von gar keiner Ausſchweifung unter⸗ brochene Lebensweiſe ſei der Geſundheit nachtheilig, und monat⸗ lich einmal müſſe der Menſch über die Schnur hauen, wenn er ſich wohlbefinden und lange leben wolle. Die Förderung dieſes Zweckes läßt ſich der ehrenwerthe„Nagelorden“ angelegen ſein. 8.
Rleiner Anfang zu großem glück.
Nach dem Gefecht bei Dettingen 1743, ſagt Voltaire in der Vorrede zu ſeinem„Jahrhundert Ludwigs XV.“, wurde ein Mousquetaire, Namens Girardeau, gefährlich verwundet, neben dem Zelte des Herzogs von Cumberland niedergelegt. Es ſehlte an Wundärzten, die anderwärts vollauf zu thun hatten. Man wollte indeß den Herzog von Cumberland verbinden, der einen Schuß durch das Bein bekommen hatte.„Sorgen Sie zuerſt für
den franzöſiſchen Officier,“ ſagte der Herzog.„Er iſt ſchwerer
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denn it verwundet als ich und mö rnachläſſigt werden, was i mentern eine ſogenannte Nagelgeſellſchaft(zur Erinnerung an den 5 ihie vermaglaſig ij
nicht zu fürchten habe.“
Dieſer franzöſiſche Officier, den Voltaire Girardeau nennt, der aber nach Andern Girardot hieß, wurde von ſeiner Wunde zwar hergeſtellt, ſah ſich aber in Folge derſelben gezwungen, den Dienſt zu verlaſſen, und zog ſich auf eine kleine Beſitzung zurück, die er zwiſchen Montreuil und Bagnolet bei Paris hatte. Dieſes kleine Gütchen, nicht größer als drei Heetaren, war ſein ganzes Vermögen; gewiß ſehr wenig für einen ehemaligen Mousquetaire,
[II. Jahrg.
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ich(Heumonat (Hanfmonat) 1 An keine d hervorgebruch hammeänliſche⸗ nel de trocken Tauueratur⸗ un iin eines Mon vechſelnd zu 29 Nobarrem, S. naziul⸗ewwel, nadſan(als h nde und Sul Mondwechſel ſ alle drei Jahr dder drei Jaht ſcoben wird, um 11 Tage fr ſchließen. Na allenFeſten, d gengeſetzte Jal nur 161½ Jat jabre ſind nur Kute erſcheine von ihnen erlet det iſ um M und was ſät⸗ in, beläuft ſä Juli 622 der zählung, fatt 1234 zu ſtehen ſönibt. Denne rechnung, da ſe tizt, eu Norgenlande
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