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400 Gefangene.
gimente. Den 2. März 1809 avancirte er zum Capitain im 116. Linienregimente; den 10. Januar 1814 wurde er Major im 14. Linienregimente, und den 11. Juni Oberſt. Den 11. November 1815 wurde er entlaſſen und auf Wartegeld geſetzt. Den 8. September 1830 trat er als Oberſt des 56. Linienregiments wieder in Dienſt, wurde den 2. April 1831 Feldmarſchall, den 3. Auguſt 1836 Generalleutnant, und endlich den 31. Juli 1843 Mar⸗ ſchall von Frankreich.
Während des Krieges unter Napoleon wurde der Name Bugeaud oftmals ehrenvoll erwähnt. Er zeichnete ſich beſonders aus in der Schlacht bei Pultusk in Polen, den 26. December 1806; beim Sturm auf Lerida, den 13. März 1810; im Gefechte bei Tiviſa, den 15. Juli deſſelben Jahres; bei der Belagerung von Tortoſa, den 28. December, und bei jener von Tarragona, den 11. Mai 1811. Nach dem Treffen bei Murcia wurde er in einem Tagesbefehle
genannt, weil er an der Spitze von 200 Freiwilligen eine
ſpaniſche Colonne in der Stärke von 700 Mann zurückge⸗ trieben und dabei viele Gefangene gemacht hatte. Be⸗
ſondere Erwähnung verdient ſein Verhalten in der Schlacht
bei Ordal in Catalonien. Hier zerſprengte er während der Nacht mit einem einzigen Bataillone das ganze 27. eng⸗ liſche Regimenk. Im Gefecht bei l'Höpital in Savoyen, den 28. Juni 1815, beſiegte der Oberſt Bugeaud mit 1700 Mann und 40 Cavalleriſten eine öſterreichiſche Co⸗ lonne von 8000 Mann Infanterie, die noch außerdem durch 500 Reiter und 6 Geſchütze verſtärkt wurde. Er kämpfte 7 Stunden gegen die Oeſterreicher und behauptete endlich ſeine Poſition; der Feind verlor 2000 Todte und
Im Jahre 1815, nach der zweiten Reſtauration, zog ſich Bugeaud nach Exeideuil zurück, wo er ſich mit ökonomiſchen Studien beſchäftigte. Aber dieſe Arbeiten allein genügten ihm nicht, er verſuchte ſich in der Schriftſtellerei und ſchrieb über ſociale, politiſche und militäriſche Gegenſtände. Als im Jahre 1830 die Revo⸗
lution ausbrach, nahm er wieder Dienſte und wurde im Jahre 1831 zum Deputirten von Excideuil erwählt.
Den 22. Januar 1839 erhielt er das Commando der 4. Infanteriediviſion in dem Obſervationscorps an der Nordgrenze. Den 29. December 1840 wurde er zum Generalgouverneur von Algerien ernannt.
Bugeaud beſaß das ſeltene Talent, den Weg zu finden, der zu den Herzen Aller führt. Er hat viel ſtudirt und viel gedacht. Napoleon und die Generale ſeiner Schule verheimlichten gewiſſenhaft ihre Pläne; Bugeaud im Ge⸗ gentheile erzählte ſie Allen mit lauter Stimme. Vor der Schlacht bei Isly hatte er ſeine Officiere zu ſich eingeladen
haben, und wir werden ſiegen. Sie werden in die feind⸗
lichen Reihen eindringen, werden ſie durchbrechen, wie ein Schiff die Wellen durchſchneidet, ohne an etwas Anderes zu denken; Sie werden weiter vordringen, ohne ſich darum zu bekümmern, was hinter Ihnen vorgeht, und der Feind, der uns jetzt ſchon verloren glaubt, wird verſchwinden, ehe Sie es noch gewahr werden.“ Und an den Kriegsminiſter ſchrieb er:„Ich habe ungefähr 8500 Mann Infanterie, 1400 Mann irreguläre Truppen und 16 Geſchütze. Mit dieſer geringen Macht ſoll ich den Feind angreifen, der 30,000 Reiter, 10,000 Mann Infanterie und 11 Ge⸗ ſchütze zählt; aber die franzöſiſche Armee beſitzt Vertrauen,
Kühnheit und Muth und hofft auf den Sieg, ebenſo wie
ihr General. Wenn wir ſiegen, wird dieſes ein Beweis ſein, daß der Erfolg der Waffen nicht immer von der über⸗ legenen Anzahl der Truppen abhängig iſt, und man wird mit Recht ſagen können, daß der Krieg einem Hazardſpiele gleicht.“„
Der ganze Charakter dieſes Mannes ſpricht ſich in dieſen Worten aus. Wenn ein General unter dieſen Ver⸗ hältniſſen mit ſolcher Sicherheit vom Siege ſpricht, ſo muß man ihm eigentlich einen übertriebenen
padour auf. Das weltbekannte:„après moi le déluge!“ waren ihre letzten Worte, todt ſtürzte die Marquiſe in den Seſſel— die Maitreſſen⸗Rolle war ausgeſpielt.
Ihre Darſtellerin betrat die Bühne in keiner anderen mehr. Die nächſtfolgenden Tage meldete ſie der Theaterzettel als unwohl, dann als krank und bald verbreiteten ſich ängſtliche Gerüchte von zu beſorgender Gefahr. Ihr Arzt jedoch beruhigte ſie, und ihr Leiden fuͤr eine Leberkrankheit haltend, wies er ſie in die Bäder von Carlsbad. Dahin reiſte ſie Donnerstag den 29. Mai, kam andern Tages an, und obgleich ſchon am nächſten Sonnabend ſich ſehr unwohl fühlend, beſuchte ſie doch noch Sonntag Vormittag ein Frühconcert. Wie überall wo ſie erſchien, erregte auch bei dieſer Gelegenheit ihre impoſante Geſtalt, ihre zarte Schönheit, der man jedoch ein tiefes Leiden unverkennbar anſah, nicht minder als der Glanz und außergewöhnliche Geſchmack ihres Anzuges die allgemeine Aufmerkſamkeit; ſie konnte jedoch bis zum 1 nicht ausharren; von heftigen Krämpfen befallen, ward ſie nach ihrer Wohnung getragen, und nach kurzem ſanft auf dem Canapé, prachtvollen Toilette.
Edwina Viereck hatte das dreiunddreißigſte Jahr erreicht. Sie konnte mit der Dichterin ſagen: Schönheit iſt ein göttliches Geſchenk! Denn was ſie war, was ſie errang, was ſie genoß, verdankte ſie dieſer Himmelsgabe. Von wenig bemittelten Eltern bürgerlichen Standes erzogen,(— ihr Vater hatte einen Cigarren⸗ laden in Breslau vis à vis dem Theater—) ſo ward ihrer Kindheit nur eine ſpärliche Sorgfalt zu Theil; ohne hervorſtechende Geiſtes⸗ anlagen, that die Erziehung ſehr wenig, das Mangelnde zu erſetzen; ihr Kunſttalent war ein untergeordnetes, und gänzlicher Mangel
noch in der ſtrahlenden Pracht ihrer
höchſter moraliſcher
Schluſſe dſie nach ihre Erinnerung zurück reichte, Leiden entſchlief ſie
an Schule drohte es in der erſten Entfaltung zu erſticken. Dagegen
hatte die mütterliche Natur ſie mit jedem weiblichen Körperreize bis zur Verſchwendung ausgeſtattet, und zwar nicht nur mit jenen
edlen Formen, die, kaum wahrgenommen, ſiegreich des Erblickenden
Sinne befangen,— ſondern mit jenem dauernd bezaubernden ätheriſchen Hauche, der, gewöhnlich nur der Abglanz vollkommener
Seelenreinheit, den ſchönſten Geſichtszügen auch den Stempel
des edelſten Gemüthes aufdrückt. Und hierin war die Bildnerin
Natur nur theilweis zur Schmeichlerin geworden, denn Edwina's Schmuck war ihr wirklich gutes, vortreff⸗
liches Herz. Hätte hier die Erziehung nur halbwegs gleichen
Schritt mit der Natur gehalten, ſo beweinten wir an ihrer Bahre⸗
die ſterbliche Hülle eines, wie phyſiſch ſo moraliſch, vollkommenen Weibes. Von früheſter Jugend an ſich ſelbſt überlaſſen, mit der gefährlichen Gabe verführeriſcher, faſt unwiderſtehlicher Schönheit bedacht, von Schmeichlern und Verführern umſchwärmt, ſo weit 1 er dabei von leichtem Sinn und glühendem Temperamente, wußte ſie auf ihrem gefahrvollen, ſo verlockenden Lebenspfade ſich nicht nur ein warmes, im edelſten Sinne gefühlvolles Herz und, durch einen feinen Inſtinct geleitet, deſſen ſchönſte Triebe zu erhalten;— ſie war beſcheiden, gutmüthig, mitleidsvoll, freimüthig, und zwar freimüthig bis zum Exceß. Aber, überſchritt ſie auch hie und da die engere Grenze, die ſich zarter beſaitete Naturen ziehen, ſo waren doch ihre Ueberſchrei⸗ tungen mit ſo unendlicher Gutmüthigkeit gepaart und en wie die Züge ihres Antlitzes, einen ſo unverkennbaren— 8 der Naivetät, daß, ohne zu großer Rigoriſt zu ſein, ihr zürnen konnte. Frauen gegenüber hat ſie ſich ſte ſſchen gewußt. Was ihren Charakter dabei wahrhaft
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und eröffnete ihnen während der Unterhaltung ſeinen Schlachtplan und ſagte:„Hier iſt das, was wir zu thun
Stolz beimeſſen.
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