Heft 
(1820) 3
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mit jedem neuen Briefe. Aber grade deſto ſchlechter

gedieh das Buch, welches ich auf Linchens Rath abzufaſ⸗ ſen dachte. Es blieben meiner Liebe durchaus keine Buchſtaben ubrig fuͤr das, was ſie nicht ſelbſt war.

Endlich gab ich der unterhaͤndlerin noch ein Maͤr⸗ chen, das bereits vor einiger Zeit meiner Langenweile im Gaſthofe ſein Daſeyn zu verdanken hatte.

Linchen brachte mir dafuͤr bald darauf den ange⸗ nehmſten Brief von ihrer Gebieterin und ſagte zu glei⸗ cher Zeit: Ich weiß, daß ein Buchhaͤndler, dem ich Ihr Maͤrchen in die Haͤnde ſpielte, davon ganz be⸗

zaubert iſt. Ich ſoll ihn melden und Sie auf ſeinen

Antrag vorbereiten. Mein Rath dabei waͤre, wenn Sie mir erlauben, nicht wenig zu fordern und ſich einen guten Vorſchuß machen zu laſſen.

So erwuͤnſcht auch Letzteres fuͤr meine Umſtaͤnde war, ſo ſtellte ich ihr doch vor, daß außer dem Mäaͤr⸗ chen ſchwerlich etwas meinem unfruchtbaren Kopfe ab⸗ zudringen ſeyn moͤchte.

Auf das Maͤrchen, verſetzte ſie, hat er freilich ge⸗

rechnet, nur iſt es, da hauptſaͤchlich in Leihbibliotheken, wrelche mit beruͤckſichtiget werden muͤſſen, die meiſten