mir an, keiner that meinem Ideale von einem wuͤrdi⸗ gen Briefe an die hehre Veſtalin Gnuͤge, keiner fiel ſo gluͤhend aus, daß man die Farbe des Papiers als ſeinen natuͤrlichen Wiederſchein haͤtte betrachten koͤnnen.
7. Kulminationspunkt.
Das wird eine ſchoͤne Nacht werden! dachte ich beim Schlafengehen. Damit aber die Leſerinnen und Leſer ihr Mitleid nicht ohne Noth an meinen Zuſtand verſchwenden, will ich ihnen nur geſtehen, daß ich, un⸗ begreiſlicher Weiſe, aufs herrlichſte ſchlief, auch uͤber⸗ dies am folgenden Tage einen Appetit hatte, der mein empfindſames Herz ordentlich niederbengte.—
Endlich ſchlug die laͤngſt erſehnte Stunde. Jetzt werde ich ſie ſehen! rief ich, und ſteckte, da ich noch immer in Zweifel ſtand, welcher von den fuͤnf Briefen der paſſendſte ſeyn moͤchte, auch die Unmoͤg⸗ lichkeit, einen ſechsten beſſern hervorzubringen, mich den ganzen Vormittag inkommodirt hatte, ſie ſaͤmmt⸗ kich zu mir, um der Dame in der Leihbibliothek, wo moͤglich den erſten, beſten in die Hand zu praktiziren,


