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ſollte, als die Verlobung des Bambo mit ſeiner neuen
Praut ein Feſt veranlaßte, zu welchem unter andern
auch Roſſelli geladen wurde. Saͤmmtliche Geladene wußten zwar von der Bedeutung des Tages, wer aber die Braut ſey, das hatte Bambo bis dahin ganz ge⸗ heim gehalten. Welch ein Erſtaunen, wie er ſie jetzt vorſtellte, uͤber den Abſtand zwiſchen ihr und ſeiner fruͤhern Geliebten. Denn ſeine Vraut war keine an⸗ dere, als die Prokuratorstochter, deren haͤßliches Bild des Allori Kunſtgefuͤhl ſo empoͤrt hatte. Der Braͤuti⸗ gam erzaͤhlte, daß er durch das Portraͤt der Braut bei der Ausſtellung auf die Idee gebracht worden ſey, der Dame ſein Herz zu entdecken. 8
Nun kam auf das Porträt ſelbſt die Rede, wel—
ches, nach Roſſelli's Verſicherung, allgemeine Bewun⸗
derung unter den Fuͤnſtlern errest hatte.
Als der Bräutigam vernahm, daß dieſes Portraͤt von dem näͤmlichen Maler verfertigt worden, welcher ſeine erſte Vraut in der Perſon der Indith dargeſtellt,
da wollte ihm der Mann freilich gar nicht mehr beha⸗ gen. Der ſchlaue Roſſelli aber bemerkte, daß die be⸗


