Vergebens ſuchte die Alte alles wieder in's Gleiche zu bringen. Er beharrte bei ſeinem Vorſatze, den Plan; ſie zu heirathen, voͤllig aufzugeben.
Seiner eigenen Narrheit indeß nicht trauend, fuͤrch⸗ tete er doch noch von Ginlia's Mutter, welche die Verbindung ihrer Tochter mit dem reichen und ange⸗ ſehenen Manne ſehnlich wuͤnſchte, wieder in's Netz der
Reize des Maͤdchens gezogen zu werden, daher be⸗
ſchloß er ſchnell, eine andere, ſeinen Jahren und An⸗ fehen gemaͤßere Verbindung einzugehen.
Darum aber war fuͤr die Liebenden noch immer nichts gewonnen. Denn Güulia's Mutter erklarte, als ihre Liebe gegen den Kuͤnſtler zur Sprache kam, die unverſoͤhnlichſte Feindſchaft dem Allori. Obſchon ſie nicht wußte, daß er der Anſtifter jenes dem Bambo ſo widerwärtigen Liedes geweſen, ſo hatte ſie ſich doch dadurch außerordentlich beleidigt gefuͤhlt, daß ihr auf ſeinem Gemalde die Rolle der Magd zugefallen war.
Schon war es ausgemacht, daß die Jugend der ſchoͤnen Giulia unter dem Kloſterſchleier verbluͤhen


