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nigin des wunderlichen Feſtes. So viel, ſiehſt du, kommt auf die Geburt an.
Allori ward immer ausgelaſſener; nur etwas ſtorte ihn darin, daß naͤmlich, als die Tafel zu Ende war, einige von den maͤnnlichen Anweſenden dem artigen Milchmaͤdchen, wo ſie es unbemerkt konnten, die Wan⸗ ge ſtreichelten, oder ihr in's Ohr fluͤſterten. Das letz⸗ tere verdroß ihn beſonders.
Gebete ſind's wahrlich nicht, ſagte er, was ihnen der Wein aus dem Munde treibt, und wenn ſo ein Burſch auch mit der Schuld ſchuldig werden moͤchte, ſo ſollte mir ſein giftiger Aushauch doch nicht die Un⸗ ſchuld verderben wollen. Ich fahre auch wahrlich noch los auf ſolch einen Suͤnder, wenn die Sache nicht aufhoͤrt.
Er hatte das nicht noöthig. Denn jetzt, wie eben die Geſellſchaft den Spaziergang nach einer andern Ge⸗ gend einſchlug und Niemand mehr am Tiſche beſchäf⸗
tigt war, als das Milchmaͤdchen, da glaubte ihr zeit⸗
heriger furchtbarſter Ohrredner die Gelegenheit zu einem heimlichen Kuſſe wahrnehmen zu muͤſſen. Er erhielt
aber von der Kleinen ſolch einen Backenſtreich, daß Allori vor Freuden laut gufſchrie und der alſo Abge⸗


