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konnte doch keinen Ueberfluß an Luſt unter der zahlrei⸗ chen Verſammlung hervorbringen. Man ſprach offen⸗
bar wenig, und der Wirth ſelbſt zeigte eine untuhe
die ihn bald hierhin, bald dahin trieb.
Gänz leer peh die Schoͤnheit bei dieſem Vereine nicht aus! ſprach Allori. Beſonders giebt es ſo viel einzelnes Huͤbſches, hier ein Haͤndchen, dort eine Naſe, da ein Paar Augen, was, mit Vernunft zuſammenge⸗ arbeitet, ſchon ein recht artiges Bildchen liefern wuͤrde. Auch mag dem Wirthe in Gottesnamen die Braut blei⸗ ben, wenn, wie ich vorausſetze, das ſeine Nachbarin iſt. Ein Stuͤck verlegene, abgebleichte Waare, wie das,
muß nicht juſt etwas Apartes von Ehemann haben wol⸗
len. Auch ſcheint ſie alt genug, um ſich zu faſſen, wenn der Patron wirklich noch einmal an den Galgen wandert und mithin ſein Geſicht ſo gewiſſenhaſt iſt zu halten, was es verſpricht. Die Beſte von allen Gäſten bleibt mir immer das Milchmädchen, das ich dir heute fruh empfahl. Siehſt du, das iſt ſie, die eben als Ge⸗ huͤlfin mit neuen Tellern herantrippelt. Nichts Be⸗ ſonderes und auch nichts Gemeines und doch, wenn
man ſie in ſeidene Fleider ſtecte, die geborene Kd⸗


