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mit ihr zufrieden zu ſeyn, da du, falls die Menſchen
dir einmal nicht zuſagen, bei den Baͤumen und Fluͤſſen
und Haͤuſern die Zuflucht fuͤr deinen. Pinſel ſuchen kannſt. Sprich ſelbſt, welcher von unſern hieſigen Fuͤnſtlern außer dir, hat es dahin gebracht, unſte herr⸗ liche Gegend durch ſeinen Pinſel wiederzugeben? Vergieb mir, Bruder Matteo, erwiederte Allori frenndlich, ich weiß jetzt ſchon, daß ich Unrecht hatte.
Es war auch nur ſo ein augenblickliches Aufwallen.
Denn das glaubſt du doch nicht, daß ich im Ernſte jemals irgend einen Stand, dem Stande des Kuͤnſtlers gleichſetzen, oder irgend etwas anders ſeyn moͤchte, als eben ein Fuͤnſtler. Wahrlich nein. Der Großherzog koͤnnte heute zu mir ſagen: Komm, Criſtoforv, und ſetze dich auf meinen Thron! Ich wuͤrde antworten: Schoͤnen Dank, mein gnaͤdiger Herr! Vor meiner Staffelei da ſitze ich beſſer. Hier kann ich Großherzoge machen und der groͤßten Koͤnige und Kaiſer, ſo viel ich will!— Dieſer Gedanke, auf den er zufaͤllig gerathen, erhob den Allori plotzlich dergeſtalt, daß er von der Porta San Gallo aus, den ganzen Weg uͤber, in ſier Laune recht ausgelaſſen war.
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