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Das erſte Wort, das mir gefallt, Eriſtoforo. Der ſchoͤne Tag iſt's eben, der mich ſo fruͤh zu dir gefuͤhrt hat. Faſt verdumpft in der letzten Zeit bei meinen Frescogemaͤlden in der Villa zu Poggio*) muß ich ein⸗ mal in's Freie. Die gruͤnen Baͤume ſollen meine Medicin werden gegen den Gedanken an die Medi⸗ taͤer, deren Bildniſſe mich dort feſthielten. Laß uns hinans nach den anmuthigen Landhaͤuſern hin!— Allori war das zufrieden, zumal da Roſſelli ihm die Wahl der Gegend uͤberließ. Gehen wir, ſprach er, aus der Porta San Gallo. Auf einer der Villen, nach denen man von da kommt, iſt eine Parthie, die ich ſchon laͤngſt habe aufnehmen wollen.— Siehſt du wohl, verſetzte da Roſſelli, wie un⸗ dankbar du vorhin gegen deine Handthierung ſprachſt, du, der grade mehr Urſache hat, als maucher Andere
6) Am 13. April 1773 iſt bei einem mit dieſer Villa vor⸗ genommenen norhwendigen Baue das Gewblbe, wel⸗ ches Roſſelli mit Gegenſtaͤnden, die ſich auf das Haus Medici beziehen, gemalt hat, aus Achtung vor ſeinen Frescogemälden, in Gegenwart der füͤrſtlichen Perſo⸗ nen, durch die Geſchicklichkeit und Sorgfalt des Ar⸗ chitekten Paoletti ganz verſetzt worden, ohne daß es den mindeſten Spalt oder eine ſonſtige Verietzung be⸗ kommen hätte.
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