Heft 
(1820) 2
Seite
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Procurator kann ſich Gluͤck wuͤnſchen, daß er fuͤr den garſtigen Schatz von Tochter ſolch einen Kuͤnſtler ge⸗ funden hat.

Ach Gott, rief Criſtoforo, eben wellte ich ver⸗ zweifeln, daß dergleichen Gluͤc dem armen Kuͤnſtler ſein eigenes Gluͤck koſten muß.

Warum das? Du fragſt da noch, Matteo? Als ob eine Milch⸗ ſuppe, durch zuviel Eier vergelbt, wie dieſes Geſicht, den der es nachbilden ſoll, nicht in Harniſch bringen muͤßte! Ja, verſetzte Matteo mit Achſelzucken, das ſind Schickſale! 62

Die eben nur den Kuͤnſtler treffen koͤnnen! ent⸗ gegnete Allori. Mein ſeliger Vater ſchon, der, wie dn weißt, auch Maler war, der haͤtte das einſehen, ſtatt mich in ſeine Kunſt einzuweihen, haͤtte er mich zu

Schneidet iſt ein gluͤcklicher Kerl gegen den Maler. Er hat fuͤr das Nothwendige zu ſorgen und kann

einem Schneider in die Lehre geben ſollen. Der

ſaſt groͤßer ſeyn, wenn er ein Monſtrum zweckmaͤßig bekleidet, als weun er daſſelbe an einem Adonis ver⸗ ſucht. Den letztern verhunzt er immer, er mas es