Heft 
(1820) 1
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Siehe, mein Kind, das thut der Einfluß der Sterne,

die du in deiner Bruſt rein bewahrteſt! Die Leiden⸗ ſchaft konnte dich verletzen, aber nicht r dir

Still, Mutter, ſtill! rief Arminia plotzlich ver⸗ zweifelnd. Dein Zutrauen iſt warlich ſchrecklicher, als die Kunde, welche du mir brachteſt. Rur weil ich, Trotz dem boſten Anſcheine, nicht glauben konnte, daß der Himmel einer Unwuͤrdigen, wie mir, ſolch einen hohen Platz vertrauen werde, nur darum fandeſt du mich ſo gefaßt auf jene duͤſtre Kunde. Hoͤre, wer ich kih!

Arminia ſaiderte das Vorgefallene. Klaudia ſand eine Stunde ſpaͤter beide, Mutter und Kind, einander feſthaltend, faſt in Thrinen welet

Das iſt der Engel. weier mich vor der Welt tet⸗ tete ſprach Arminia, Klaudia zwiſchen die Mutter und ſich hereinziehend. Wer aber bringt Rettung

dem Fluche des Gewiſſens? 8

Die Reue verſetzte die Nutter- herz⸗ liche Reue. Ein faſt unleidliches Leben hat mir ſie er⸗