Heft 
(1820) 1
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und ſie erkrankte faſt unter der Buͤrde der weder ganz zuruͤckgewieſenen, noch ganz angenommenen Gluͤck⸗ wuͤnſche. Beunruhigend war ihr unter andern auch der umſtand, daß ihre Mutter gaͤnzlich daruͤber ſchwieg, ja, daß ſie ſogar die Briefe derſelben uͤberhaupt entbehren mußte. Schon beſorgte ſie das Erkranken der Theuern, als auf Einmal dieſe Furcht mit ihrer Ankunſt ge⸗ hoben wurde.

Aber die durch das ploͤtzliche Ableben des Hofmar⸗ ſchalls in den Trauerſchleier Gehuͤllte, brachte Arminien keine Beruhigung. Nach einer, ihren tiefſten Schmetz beurkundenden Umarmung, ſprach ſie, von Thraͤnen oft unterbrochen, zu ihr:

Ich weiß, mein Kind, worauf du hoſſeſt, und es iſt ſchmerzlich fuͤr mich, hoͤchſtſchmerzlich, dich von det Schwelle deines Gluͤckes hinwegzutreiben. Aber ein Geheimniß, welches ich erſt nun, nach dem Ableben von Bruno's Vater entdecken darf, ſcheidet dich und den Erbprinzen auf ewig. Erinnerſt du dich jenes un⸗ glücklichen Schauſpiels, welches uns um die Gnade des Fuͤrſten brachte? Ach, deine und des Prinzen unver⸗