Warum er nur dieſen unbequemen Weg waͤhlen und nicht lieber uͤber die Gaͤnge heruͤber kommen mag? 3 ſprach Arminia verwundert.
Frau von Sendow ſeufzte. Sie ſeufzte bald noch einmal, als Prinz Bruno ſelbſt in's Zimmer trat. Verzeihen ſie, meine Damen— begann der wohl⸗ gewachſene junge Mann und ſein ſchoͤnes, geiſtreiches Geſicht unterſtutzte die Bitte auf's kraͤftigſte— verzeihen ſie, wenn ich heute den erſten Verſuch wage, die Eintd⸗ nigkeit des hieſigen Hoflebens ein wenig zu unterbrechen⸗ Wie billig— dabei glitt ſein Blick ehrerbietig uͤber das Geſicht Mutter nach Arminiens Auge hin— wie ch bei ihnen an, wenn ich auch nicht weiß, eine Abendbeſuche regelmäßig im ganzen rchmachen werde.
von Sendow ſah ſich gedrungen, die Artig⸗ urch Verbeugungen zu erwiedern und der Prinz
fort: Man gewoͤhnt ſich freilich an Alles. Aber den auf Entſagung Gefaßten, der eben heimkehrt
aus der Welt und dem Genuſſe gller anſtaͤndigen
Freuden, die ſie darbietet, muß bei dieſem La Trappe
ein ziemlicher Schauer umat au Winter⸗
abenden, wie der heutige
Schloſſ


