„Cnilie⸗(em ehad ſchwäh ner äls wir n
. 9 1 „wenn ſie nich
1 ihnen die Gr. Fär fe 4 4 unabläſſt diid entwerfen, mnder.“— Er ürte; aber ſein duch ließen mitch ange Folge von haben. Lernt dend, fühlte tief der Krankheit gu tdas körperlihe ie:„Wir ſollen der allein uns Angelegenheit chtigen, den wir auch groß er⸗ vertrauen ſieht nen ſo zunimnt, o ſei es uns die nen werden muß kindlich zu Dem mich an in der
eriſtiſchen Worte nennen dürfen, bert Koenig.
einer Ankunft war ſeliges, aus Bret Fenſtern. Während ie Meldung brin⸗ rächen. Was man en über die ver ſchen die traurigt Jung in größtet um Dorfe hinaus Gießkannen und im das gefräßig ſelten erreicht mal Feuer und Rauc ten gemacht wird.
daß ſie auch mitten im Eiſe nicht zu Grunde gehen. Sobald im Früh⸗ jahre die Sonne den Boden erwärmt, in jener Gegend ſchon im März kriechen die Jungen in Geſtalt von Maden aus. Unglaubliche Maſſen kom⸗ men täglich und Wochen lang aus dem Boden hervor. Sie hüpfen dann ſofort weiter und beginnen ihr Zerſtörungswerk.
Zunächſt fehlen ihnen noch einige äußere Glieder und die Stelle der künftigen Flügel iſt nur durch ein Paar Punkte bezeichnet. Dennoch ſind ſie ſchon ganz den vollſtändigen Heuſchrecken ähnlich. Ihre Farbe iſt gräu⸗ lich und ſchillernd. Bis zu ihrer vollkommnen Ausbildung müſſen ſie vier Wandlungen durchmachen. Erſt nach der vierten bekommen ſie Flügel und beginnen ihre fliegenden Wanderungen. Bis dahin können ſie nur hüpfen. Aber grade in dieſer Zeit ſind ſie am gefährlichſten.
Als ich im Frühjahr 1862 unſere Landsleute wieder beſuchte, hatte dieſe junge Brut bereits mehr als die Hälfte ihrer Saaten aufgefreſſen. Ungefähr in der Mitte des Monats Juni hatten ſie Meilen weit alle Früchte jener Gegend vernichtet. Dieſe Verwüſtung macht begreiflicher Weiſe auf das Gemüth einen ergreifenden Eindruck. Nicht weniger thun dies aber auch die großen Scharen dieſer kleinen Ungethüme ſelbſt. Beſonders in den erſten Morgenſtunden vor Sonnenaufgang iſt ihr Anblick ein wahrhaft diaboliſcher. Zu dieſer Zeit nämlich hängen ſie haufenweiſe an den Hal⸗ men des jungen Getreides. Wie Bienenſchwärme ſitzen ſie auf Flächen von cirea 1 bis 1 ½ Morgen Größe an verſchiedenen Stellen der Flur bei einander und bilden ſo die wunderlichſten Formen. Sobald man ihnen nahe kommt, fangen ſie an ſich zu rühren. Das ſchwärzlich ſchillernde Saatſtück wandelt nun alle Augenblicke ſeine Geſtalt. Man bleibt unwill⸗ kürlich ſtehen und wird von einem gewiſſen Schauder ergriffen.
Begreiflicher Weiſe iſt Noth und Elend immer die letzte Folge ihrer Verwüſtungen. So war es auch in jenem Jahre bei unſern Landsleuten. Als ich im Herbſte wiederkam, hatte Hunger und Krankheit, namentlich Typhus, eine große Anzahl von ihnen weggerafft.
Es liegt nun nahe, daß man die Frage aufwirft, gibt, der Verbreitung dieſer Landplage entgegenzutreten und ſie un⸗ ſchädlich zu machen. Dieſe Frage habe ich natürlich auch gethan. Die Antwort darauf iſt man mir nicht ſchuldig geblieben.„Wenn wir nur mehr Leute wären,“ ſagten ſie,„ſo wollten wir mit Gottes Hilfe ſchon mit ihnen fertig werden.“ Ich hatte Gelegenheit mich hiervon zu überzeugen. In der That glaube ich nun, daß nur deutſcher Fleiß und deutſches Ge⸗ ſchick dort den Sieg über dieſe Hemmniße, welche die Natur dem Feldbau entgegenſtellt, davontragen kann.
Ein gewöhnliches Mittel, welches zur Vernichtung der jungen Heu⸗ ſchrecken von den Eingeborenen und lange Zeit auch von den Deutſchen gebraucht wurde, ſind Schaf⸗ und Viehherden, welche die Inſekten zertreten. Außerdem kehrt man ſie zuſammen und ſchlägt ſie mit breiten Inſtru⸗ menten todt. Auch Feuer, namentlich da, wo Flachs gebaut wird, wovon man nur den Saamen gewinnt, das Stroh aber liegen läßt, um es dann zu verbrennen, iſt ein gewöhnliches Mittel. Das alles aber hat ſich als unzulänglich erwieſen. Unſere Landsleute ſind auf etwas Beſſeres gekom⸗ men. Sie haben ſich ein Inſtrument in der Form eines kleinen Fiſch hamen angefertigt, welches vorne an der Gabel zwei Rädchen hat.
Mit dieſem gehen ſie in den Morgenſtunden vor Sonnenaufgang an die Plätze, wo die jungen Inſekten lagern. Sie umſtellen dieſelben von allen Seiten und fangen ſie nun wie Fiſche von dem Getreide und Graſe herunter. Die Gefangenen werden in große Kiſten und Säcke geworfen, zerſtampft und begraben. Auf dieſe Weiſe werden unglaubliche Maſſen von ihnen vernichtet und es leidet keinen Zweifel, daß unſere Landsleute in den meiſten Fällen den Sieg davon trügen, wenn— ihre Zahl nur größer wäre..
Wann aber wird die Zeit kommen, wo ſich die Zahl der deutſchen Ein⸗ wanderer dort vermehren wird?— Wenn der Halbmond verſchwunden und die letzten Spuren Muſelmannſcher Barbarei in jenem Lande ver⸗ nichtet ſind. Dann werden ſich unſere Landsleute dort erſt recht wohl be⸗ finden können; in dem fruchtbaren, ſonnigen und lieblichen Lande werden ſie eine neue Heimat gewinnen. 1 1
Sie werden aber nicht nur die Heuſchrecken überwinden. Ihr Beruf geht weiter. Der Beruf des Deutſchen iſt es auch die Cultur des Abend⸗ landes nach dem Morgenlande zurückzutragen. Jenes Häuflein an dem Geſtade des ſchwarzen Meeres und den Mündungen der Donau gehört zu den Vorkämpfern. Bis aber eine beſſere Zeit für ſie heraufkommen, wird, werden ſie wohl noch viel zu kämpfen, zu ringen und zu leiden haben.
In neuerer Zeit iſt ihnen vom Preuß. Oberkirchenrath wieder ein Geiſt⸗ licher in der Perſon des Pfarrers Hugo Lackner aus Königsberg zugeſendet
ob es kein Mittel
worden: auch er hat mit zu kämpfen, zu ringen und zu leiden. Er ſteht mit auf einſamer Wacht als Vorpoſten der evangeliſchen Kirche 7und
chen Kultur.. Penſchen K Die Königliche Porzellanfabrik in Berlin.
Jedermann kennt wohl das ſtattliche Haus in der Leipzigerſtraße, aus welchem ein Porzellan hervorgeht, welches ſeit vielen Jahren ſchon das eiſt ſo hochberühmte Meißener überflügelt hat und in Bezug auf den künſtleriſ ben Geſchmack in den Formen, ſowie auch die vollendere Ausführung in der Malerei für das Beſte in der 88 gilt. Auch die Berliner Porzellanfabri iſt ein Werk des großen Friedrich. 3 ii ihe Weten Baheß 8,5 hatte der Kaufmann Wilh. Kasp. WMehehi angefangen, hier in Berlin ächtes Porzellan zu machen. u. ſinde Fabrik, welche in der neuen Friedrichsſtraße neben der Königsbrücke dne egt war, wurde, wie Nicolai verſichert, ziemlich gutes Porzellan der M aſſe tai gefertigt. Doch ſtanden ſeine Fabrikate hinſichtlich des Geſchimg t zhei hinter dem Meißenſchen Porzellan zurück, und da es auf dieſe eiſe em Unternehmer an Abſatz fehlte, ſo gab er nach wenigen Jahren du Lanze Werk wieder auf und ließ ſein anſehnliches Waarenlager durch ffent che Verſteigerung verkaufen. An ſeine Stelle trat ſeit dem Jahre 1760 der
ſeitdem weit über Gebühr gefeierte Kaufmann Johann Ernſt Gotzkowsky, wenn gleich nicht mit der Abſicht, eine Porzellanfabrik in Gang zu bringen und darin zu erhalten, ſondern nur als Spekulant, welcher darauf rechnete, daß er nach wiederhergeſtelltem Frieden ſeine Schöpfung um einen höheren Preis an den König werde verkaufen können, deſſen Liebhaberei für eine ſolche Fabrik ihm kein Geheimniß war. In den handſchriftlichen Nach⸗ richten, welche uns von dieſem Gotzkowsky vorliegen und offenbar von ihm ſelbſt herrühren, heißt es Seite 102:„Obwohl ich in der Welt für einen reichen Mann gehalten wurde, ſo hatte ich doch für das Unternehmen kein eigenes Vermögen mehr; nur in der feſten Ueberzeugung, daß Se. Maje⸗ ſtaͤt meinen patriotiſchen Eifer billigen werde, nahm ich meine Zuflucht zu meinem unbeſchränkten ausländiſchen Credit, und überredete den Küuſtler (der ſich mit der Errichtung der Porzellanfabrik befaſſen wollte) nicht nach Gotha, wohin er beſtimmt war, zu gehen, ſondern in Berlin zu bleiben.“ Dieſer ſogenannte Künſtler war Ernſt Heinrich Reichard. Sein Ge⸗ heimniß beſtand darin, daß er ächtes Porzellan zu machen verſtand. Dies Geheimniß kaufte ihm Gotzkowsky für 10,000 Thaler ab, welche an einem dritten Orte niedergelegt wurden, bis der Käufer, wie er ſich ſelbſt darüber ausdrückt,„mit eigenen Händen die Probe von allem gemacht und die Ueberzeugung gewonnen haben würde, daß er die Kunſt, ächtes Porzellan zu verfertigen, unfehlbar beſitze.“ Außerdem verpflichtete ſich Gotzkowsky, die zur Errichtung und Fortſetzung der Fabrik erforderlichen Summen herbeizuſchaffen, dem Künſtler alle bereits verwendeten Koſten zu erſetzen und ihm für ſeine Perſon ein jährliches Einkommen von 1000 Thalern, nebſt freier Wohnung und freiem Holze zu ſichern. Es wurde hierauf das in der Leipziger Straße belegene Dorvilliſche Haus von den Erben deſſelben erſtanden, und hier die erſte Einrichtung zur Fabrikation getroffen.
Gotzkowsky mußte ſich von dieſem Beſitz ſehr beläſtigt fühlen, denn er eilte, ſo viel er nur konnte, ſich von demſelben zu befreien. Sein Ab⸗ nehmer wurde Friedrich für die Summe von 225,000 Thalern, und dieſe Summe beweiſt wohl hinreichend, daß Gotzkowsky nicht zu ſeinem Nachtheil ſpeculirt hatte. Wäre dieſem Manne nach dem ſiebenjährigen Kriege noch zu helfen geweſen, ſo würde Friedrich ſich dieſes Verdienſt er⸗ worben haben. Doch die Vergeblichkeit der Hilfe lag in dem eigenthüm⸗ lichen Geiſte des Mannes ſelbſt. Die Vorſtellungen, welche ſich an ſeinen, noch immer nicht vergeſſenen Umſturz knüpfen, ſind wenigſtens inſofern un⸗ gegründet, als Gotzkowsky bei weitem weniger ein achtungswerther Kauf⸗ mann war, als ein Schwindler, der, bei einem geringen Vermögen, nur auf große Schläge ausging, und um dieſe zu machen, ſeine Zuflucht zu Beſtechungen aller Art nahm.
Als Eigenthümer der Porzellanfabrik ließ der König die Fabrik⸗ gebäude erweitern und anſehnlich vermehren. Die Arkaniſten d. h. die⸗ welche ſich mit der Verbeſſerung der Maſſe, der Farben u. ſ. w.
jenigen, 3 beſchäftigten, wurden beſtätigt und die Zahl der Arbeiter auf 500 ver⸗ mehrt. An die Spitze des Ganzen trat ein Direktor mit dem Titel eines
Geheimraths, die Aufſicht über die Arbeiter führte ein Inſpector. Von dem Fortgange und dem Betriebe des Werkes mußte der Director am Schluß eines jeden Monats einen Bericht nebſt dem ſummariſchen Kaſſen⸗ beſtand einreichen, worauf er jedesmal am nächſtkommenden Tage beſchieden wurde. So ſehr lag dieſe Fabrik dem großen Friedrich am Herzen, daß er faſt niemals nach Berlin kam, ohne ſie in Augenſchein zu nehmen. Er ſelbſt machte nicht ſelten Beſtellungen, und wenn die Arbeit zu ſeiner Be⸗ friedigung ausgefallen war, ſo hielt er nicht mit ſeinem Beifall zurück. Durch dies alles ungewöhnlich aufgemuntert, beſtrebten ſich alle, welche in der Fabrik angeſtellt waren, ihre Pflicht auf das vollkommenſte zu er⸗ füllen, und ſo geſchah es, daß das Berliner Porzellan wegen ſeiner Maſſe, ſeiner Farben und ſeiner Malerei in verhältnißmäßig kurzer Zeit zugleich berühmt und beliebt wurde. Außer dem Hauptwaarenlager im Vorder⸗ hauſe hatte die Fabrik Waarenlager zu Warſchau, zu Danzig, zu Hamburg, zu Königsberg in Pr., zu Breslau, zu Stettin und zu Magdeburg. Der König machte ſeine Geſchenke da, wo es angebracht war, am liebſten in Porzellan, und um den Abſatz dieſer Waare noch von einer anderen Seite zu befördern, mußten die Juden die Erlaubniß zu Verheirathungen und Niederlaſſungen dadurch erkaufen, daß ſie eine Quantität Porzellan, etwa 100 Thaler an Werth, ins Ausland ſchafften.
So erhielt Berlin ſeine Porzellanfabrik, auf welche es noch heute mit Recht ſtolz ſein kann. G. H.
Die Feinde des Rauchens in England.
Ich ſaß hoch oben auf dem„Top“(Dach) eines Omnibus und ſchaute mit einem halb behaglichen, halb ängſtlichen Blicke auf den zu meinen Füßen ſich windenden, nimmer endenden Knäuel von Menſchen, Thieren und Fahr⸗ zeugen, der ohne Ruhe und ohne Raſt vom frühen Morgen bis in die ſpäte Nacht die Straßen Londons erfüllt. Dabei rauchte ich ganz harmlos meine Cigarre.
„Ich ſehe mit Bedauern, mein Herr, daß Sie auch dem Laſter dea Rauchens fröhnen;“ hörte ich mit einem Mal eine Stimme zu meiner
echten.
Es war ein ältlicher Herr mit weißer Halsbinde, der mich alſo ange⸗ redet hatte.
„Iſt es verboten hier zu rauchen?“ entgegnete ich.
6 Leider nicht; ich wollte, daß wir hierin den Yankees nachahmten, die — wenigſtens in Boſton— das Rauchen in den Straßen verbieten. Doch bitte, leſen Sie einmal dieſe Schriftchen und kommen Sie heute Abend zu dem Feſt unſerer Geſellſchaft. Das wird Ihnen vielleicht die Luſt zum Rauchen vertreiben.“
Mit dieſen Worten drückte er mir ein Päckchen, auf dem„Anti-tobacco handbills“(Zettel wider den Tabak) gedruckt war und einige Broſchüren nebſt einer Karte in die Hände, und ehe ich es mich verſah, war er ſchon wie⸗ der herunter und um die nächſte Straßenecke verſchwunden.
„Wollen Sie mir nicht ſo'n Ding zum Fidibus geben?“ ſagte ſpöt


