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mehr denn einmal gezeigt.
„Ich bin Karl von Eſchenthal,“ ſprach er mit feſter Stimme.
Ein höhniſches Lachen war die Antwort.
„Ich ſcherze nicht. Ich bin Karl von Eſchenthal, der am 6. Auguſt 1684 Entflohene.“
„Ha! Meint der Wicht hier eine Erbſchaft anzutreten?“ lachte Hundſtein.„Da könnte jeder kommen. Aber die Luſt zu der Erb⸗ ſchaft könnte ich Euch vertreiben. Seid Ihr Karl von Eſchenthal, ſo ſeid Ihr der Mörder meines Sohnes.“
„Der bin ich,“ ſprach Karl,„und dazu habe ich den Weg in dieſen Wald eingeſchlagen, um, nachdem ich an dieſer ſchrecklichen Stelle Gott den Herrn um Vergebung gebeten, zu Ihnen nach Hund⸗ ſtein zu gehen und Ihnen mich auszuliefern. wo Sie jetzt ſtehen, ſtand ich; wo ich jetzt ſtehe, lag Meinhard, von meiner Hand getödtet. Das hab' ich gethan. Mir geſchehe mein Recht!“
Hundſtein rief nach ſeinen Knechten; er wollte Karl auf der Stelle verhaften. Herr v. Leutersheim, welchen nicht die Rache, ſon⸗ dern der Gedanke an das markgräfliche Intereſſe am Fortbeſtehen des Eſchenthalſchen Geſchlechtes erfüllte, winkte ihm ab und ſprach zu Karl: „Haben Sie Beweiſe, daß Sie der ſind, für den Sie ſich ausgeben?“
„Bis vor einer Viertelſtunde hatte ich noch keine Beweiſe,“ ſprach Karl.„Jetzt habe ich den vollgültigſten. Kaum hundert Schritte von hier ſteht im dichteſten Dickicht eine Strohhütte. An jenem ſchreck⸗ lichen Tage habe ich, von Grauſen über meine That ergriffen, den
Hier an dem Platze
blutigen Degen in das Stroh dieſer Hütte geſtoßen. Wer anders kann
das wiſſen, als ich? Darf ich die Herren bitten, mir zu folgen?“
Er ſchritt voran; ſie folgten ihm auf dem Fuße. Hundſtein argwöhnte ſchon, er wolle entſpringen, als er in ein dicht verwachſenes Gehege eindrang. Doch da zeigte ſich wirklich die alte ſchaurig ver⸗ fallene Hütte.
„Sehen Sie einen Degen?“ fragte Hundſtein ſeinen Freund.
„Deſto mehr beweiſt es für mich, wenn ich hier einen Degen zu finden weiß. Ich weiß, an welcher Stelle ich ihn hineingeſtoßen.“ Er trat an die Stelle, bog das faule Stroh auseinander, griff hinein, und zog einen von Blut und Roſt gebräunten Degen hervor.
„Das iſt allerdings merkwürdig,“ ſagte Leutersheim.„Aber laſſen Sie uns ſehen, ob es wirklich dieſelbe Waffe iſt. Von derje⸗ nigen, welche Ihrem unglücklichen Sohne das Leben nahm, war die Spitze abgebrochen und in einer Rippe ſtecken geblieben. Sie haben mir ja dieſe Spitze, die Sie als ein trauriges Heiligthum aufheben, Und hier— wahrhaftig die Spitze iſt abgebrochen, und am Griff des Degens iſt das Exſche Wappen noch erkennbar. Es bleibt kein Zweifel, Junker Karl iſt gefunden.“
„Zum Teufel mit ihm!“ ſchrie der Alte, und ſeine Rachgier gab ihm plötzlich einen neuen Gedanken ein.„Sehen Sie nicht ein, Leutersheim, daß dieſer Vagabund zufällig dieſe Hütte mit ſammt dem darin ſteckenden Degen gefunden hat und darum von der Exiſtenz dieſer Waffe wußte?“
„Aber um Gotteswillen, Hr. v. Hundſtein, glauben Sie denn, daß ein des Mordes Unſchuldiger ſich zur Kurzweil für einen Mör⸗ der ausgeben wird? Der junge Mann,“ ſo fügte er bei, um Karl auf die Probe zu ſtellen,„weiß ſo gut wie wir, daß ſein Geſtändniß ihn, wenn nicht aufs Hochgericht, ſo doch Lebenslang in den Kerker liefert.“ „Ja das weiß ich,“ ſagte Karl,„und ſehe ruhig meiner Strafe entgegen. Aber ehe Sie mich hier wegführen,“ ſprach er, indem er ſich vor Hundſtein auf die Kniee warf,„bitte ich Sie, verzeihen Sie mir! Geben Sie mir den Troſt in meinen Kerker mit, daß Sie mir nicht fluchen, daß Sie mir vergeben haben!“
„Ich dem vergeben,“ rief Hundſtein,„der meinen Sohn nicht blos erſtochen, der auch noch die Scheuslichkeit begangen, den tödt⸗ lich Verwundeten über die Felswand hinabzuſtürzen
„Was hätte ich gethan?“ rief Karl und ſprang auf.„Golt ſei mein Zeuge! von dieſer Greuelthat ſind meine Hände rein.
„Der Leichnam iſt allerdings unten am Fuße der Felswand aufgefunden worden,“ ſprach Leutersheim; euber, Per Pdee na oft habe ich Ihnen ſchon dargethan, daß er nach der age, in— er gefunden wurde, garnicht vom Felſen herabgeſtürzt ſein bedd ann. Noch lebend, hat er fortzukriechen geſucht und iſt hinabgero 4
„Und auch das iſt meine Schuld,“ ſagte Karl ſchmerzlich. 6
„Hier ſtehen ſie,“ rief eine Stimme aus dem Hochwald. G 8 war Gibelſtadt mit Gottfried. Da ſie Herrn von Lenersheimn nihi in Eſchenthal getroffen, wollten ſie ihm nach Hundſtein nachreiten,
trafen aber unterwegs im Walde die Knechte mit den Pferden und wurden durch ſie in das Gebüſch gewieſen.
„Baron Karl,“ rief Gottfried,„Herr von Sigelſtadt, der markgräfliche Vogt, wünſcht Sie kennen zu lernen.“—
„Sie hier, Sigelſtadt?“ ſprach Leutersheim.„Das iſt herr⸗ lich! Wer hätte ſich heute morgen das Glück träumen laſſen, daß der verlorene Junker Karl ſich wieder einſtellen würde!“
„Sie erkennen ihn als ſolchen an?“ fragte Sigelſtadt.
„Bedarf es noch weiteren Beweiſes, als dieſe Degenklinge, deren abgebrochene Spitze in Meinhards Rippe ſteckte, deren Griff des Jun⸗ kers Wappen trägt und die er ſo eben vor unſern Augen aus dieſer Strohhütte gezogen, in welcher er ſie vor 19 Jahren verborgen hatte. Herr v. Hundſtein ſelber hat anerkannt— aber wo iſt er?“
Herr v. Hundſtein war fortgegangen, auf ſein Pferd geſtiegen und im höchſten Aerger mit ſeinen Knechten davongetrabt.
„Nun, deſto beſſer, wenn der alte Wehrwolf fort iſt,“ ſagte Sigelſtadt.„Aber was ſtehen wir hier noch länger? Kommen Sie, lieber Baron Karl; jetzt wollen wir fröhlich bei Herrn von Leuters⸗ heim zu Gaſte ſein und morgen in aller Frühe führen wir Sie im Triumph zum Markgrafen.“
„Aber Sie vergeſſen,“ ſagte Karl,„daß es Ihre Pflicht iſt, mich zu verhaften.“
„Sie werden doch meinen Scherz nicht für Ernſt genommen haben,“ ſagte Leutersheim.„Das wollen wir dem alten Bärbeiß überlaſſen, eine Anklage gegen Sie vor Gericht anzubringen und wollen ſehen, wie weit er damit kommt!“
9. Der page.
Karl traute ſeinen Augen nicht, als er am andern Vormi ttag nach einem Ritt von anderthalb Stunden, der ſeltſamerweiſe nicht nach Norden, der Hauptſtadt zu, ſondern gerade nach Weſten ging, anſtatt eines armſeligen, im dreißigjährigen Krieg zerſtörten und nur kümmerlich wieder aufgebauten Landſtädtchens, wie es in ſeiner Jugend geweſen, eine freundliche neue Stadt vor ſich ſah.„Das iſt das Schoßkind unſers gnädigen Herrn Markgrafen,“ ſagte Sigel⸗ ſtadt.„Hier hat er zweitauſend vertriebenen Franzoſen eine Zufluchts⸗ ſtätte angewieſen, ihnen eine Kirche bauen laſſen und ſeiner Gemahlin, unſrer gnädigſten Frau Markgräfin Eliſabeth hat er ein wunder⸗ ſchönes Schloß mit prächtigem Schloßgarten und fürtrefflicher Oran⸗ gerie und Waſſerkünſten errichtet.“
Sie ritten in die ſchnurgeraden Straßen der neuen Stadt hin⸗ ein und hielten auf dem großen Schloßplatze, vor einem ſtattlichen Hauſe, in dem Sigelſtadt eine Wohnung gemiethet hatte. Karl war es ganz drollig zu Muthe; er meinte, er wäre wieder in Frankreich, als er die Vorübergehenden, ſelbſt die Kinder auf der Straße fran⸗ zöͤſiſch parliren hörte.
Die beiden Herren ließen ſich noch an demſelben Tage bei Hofe melden.„Der Herr Markgraf war ſehr erfreut,“ ſagten ſie, als ſie wiederkamen;„nur freilich muß der Formalität halber erſt eine kleine amtliche Unterſuchung über Ihre Perſon geführt werden, ehe Sie Sr. Durchlaucht können vorgeſtellt werden.“
Es that Karl wehe, daß die Herren in ſo leichtem Tone von einer Sache ſprachen, an die er nur mit Grauen denken konnte. Er fühlte ſich förmlich erleichtert, als Tages darauf der Amtshauptmann ihm eröffnete, daß durch Herrn von Hundſtein eine Kriminalklage gegen ihn anhängig gemacht ſei.„Ich habe alle Urſache, zu glauben,“ fügte er hinzu,„daß der Proceß ohne unangenehme Folgen für Sie ablaufen wird; aber der Ordnung halber muß ich Ihnen Stadtarreſt geben und Sie daher um Ihr Ehrenwort bitten, unſere Mauern nicht zu überſchreiten.“
Karl gab ſein Ehrenwort. Es wurde für dieſen eigenthüm⸗ lichen Fall, wo eine civil- und lehensrechtliche Unterſuchung mit einer kriminaliſtiſchen ſo ſeltſam verwickelt war, daß der Beweis des Erbrechtes von dem Beweis der Schuld abhing, eine eigene Commiſſion niederge⸗ ſetzt, beſtehend aus dem Oberſthofmeiſter Groß von Trockau, den Juſtizräthen Leorat, Held und Freher und einigen Baronen als Repräſentanten des Landesadels. Vor dieſer Commiſſion hatte Karl mehrere Verhöre zu beſtehen, worin er alles wiederholte, was er im Walde bei der Strohhütte geſagt hatte und zugleich über ſeinen ganzen Lebensgang ſeit dem Tage ſeiner Flucht die genaueſte Auskunft gab.
Acht Tage nach ſeiner Ankunft in der Stadt hatte die Frau


