den durtheinande u Steuer, wo 1 8 war daruuten reitig das ſchönſe alln, wenn auch Race. Mit beſo⸗ ditt und fett un deren Indididuen actett ſie mehren dhnlicher Klughet ſtopfte, un damm Dinunterbtinen G diel nahm, als ſi am ſie aber nich ermochte auch die anſchlug. Chenſo zletzten Handvol, unter den Arnen die Reſte begmn, lrte ſich ritteri, zanz verkommener ündeſte Spur da Weiße der Augen ezähne ſehen hie men noch an Ler⸗ tent von Muskt⸗ Sehne im ganzen nicht ſtark genug drüngten es von nd ſo wie es i te es natürlichm t an dem vorher⸗ dahrnahm, ſein digen Knäuelsu
—
e es in den Mund
ge und keiner der die gefüllte din
ieſe ſelber, ſuche Kkorn zwiſchen da
— = ₰½ — = —
—
3—
knapp an Lebensmitteln— ſeiner kleinen Wohlthäterin gegenüber fühlte ich mich aber ſo beſchämt, daß ich zur Sühne ein altes, äußerſt buntes Baumwollenhemd, wie ſie auf den Antillen gern getragen werden, hervorholte und ihr ſchenkte. Das Aufſehen unter den Weibern! Die Freude, der Stolz des Mädchens! Sie wurde von nun an von den übrigen als das reichſte und glücklichſte Weſen unter der Sonne beneidet. Bevor ſie das Kleidungsſtück anzog— es ging nur mit meiner Hilfe, denn bisher hatte ſie weder ein ſolches, noch irgend eines getragen— ſuchte ich ihr begreiflich zu machen, ſie müſſe ſich waſchen; dies gelang mir aber durchaus nicht. Sie ſah mich offenen Mundes an, und wußte durchaus nicht, was ich wollte, eben⸗ ſowenig irgend eines der neugierig umherſtehenden Negerweiber. Endlich holte ich einen Eimer mit Waſſer und machte ihr die Sache vor. Aber ſie begriff immer nicht und ſchien den Nutzen dieſer Operation gar nicht einzuſehen. Da erwiſchte der Middy den Eimer und ſtülpte ihr den ganzen Inhalt über den Kopf. Das Geſchrei, das Gezappel! Nun ſollte ſie auch gelehrt werden, ſich mit einem Stücke Segeltuch abzutrocknen, aber auch dies gelang nicht. Das arme Kind jammerte, bis der Lieutenant der Sache ein Ende zu machen befahl und die Weiber mit den Kindern unter Deck ſchickte. Ich fürchte, wir haben der Kleinen die Luſt am Waſchen gründlich verleidet.
Da Kinder und Weiber während der Reiſe den Tag über an Deck ſich aufhalten, während die Männer es nur zu den Mahlzeiten betreten durften, ſo wurden wir bald, nachdem der ſchreckhafte Eindruck des Sturzbads überwunden war, und mit Hilfe von Zuckerſtückchen, Orangenſchnitzen und dergleichen ſehr gut Freund mit der kleinen Liddy. So hatten wir ſie nämlich getauft, da ihr wirklicher Name auf keine Weiſe herauszubringen war; auf jede Frage hatte ſie keine agdere Antwort, als:„Li di“— ſo klang es wenigſtens, und davon bekam ſie ihren Namen. Burroughs beſonders gab ſich viel mit ihr ab, ſchenkte ihr, was er entbehren konnte, und hatte ihr ſogar eines Tags aus alten Lappen eine ganz annehmbare Puppe angefertigt; aber als er ſie hervorbrachte, fing das Mädchen Zeter an zu ſchreien, verbarg den Kopf in die Hände, lief fort und war um keinen Preis zu bewegen, das Ding anzurühren, auch die andern Kinder, ſogar die Weiber fürchteten ſich davor; wahrſcheinlich glaubten ſie, es ſei ein Fetiſch. Nichtsdeſtoweniger ſchloß ſich Liddy an den Midſhipman, wie es nur immer ein Hund an den Herrn zu thun vermag. Sie hielt ſich ſtets in ſeinem Fahrwaſſer, ſchlief zu ſeinen Füßen, und der gute Junge überwand manches, was ſonſt einem gebildeten Menſchen nicht leicht zu überwinden iſt, indem er das thieriſch dankbare Kind in ſeiner unmittelbaren Nähe litt. Er gab ſich Mühe, dem Mädchen einige engliſche Worte zu lehren, aber nichts blieb bei dieſem haften, wie die erſte Zeile ſeines Lieblings⸗ liedes:„In the bay of Biscay-Oh!“ Von der Sprache der Neger ſelbſt gelang es uns nicht, auch nur ein Wort aufzufaſſen; ſie ſchien aus lauter einſilbigen Ausrufungen zu beſtehen; heute hatten ſie z. B. für Waſſer dieſen, morgen den andern Laut. Welchem Stamm und Land ſie angehörten, erfuhren wir ebenſo wenig; die portugieſiſchen Matroſen behaupteten, ſie auf der Höhe von Cap Formoſa durch Lichterſchiffe zugeführt erhalten zu haben; ſie ſag⸗ ten aber wohl nicht, was ſie wußten. Einer war an Bord, der ganz gewiß genaue Auskunft hätte geben können; aber grade dieſer hütete ſich am allermeiſten. Er war ein noch junger Mann, wel⸗ cher ſich für einen Spanier ausgab und in den Schiffspapieren als Paſſagier aufgeführt war. Obgleich wir alle feſt davon über⸗ zeugt waren, daß er der Schiffsequipage angehöre, wahrſcheinlich der Supercargo, vielleicht ſogar der Capitän und Eigner ſelber und ſo wenig ein Spanier ſei als einer von uns— ſo konnten wir ihm d nach den Geſetzen nichts anhaben, und er ſpazierte ſtolz an Deck 3 ſeine Cigarre rauchend und mit dem Gefühle der heimlichen zefrie⸗ digung im Herzen, daß er uns eine Naſe drehe, auch wenn aer ſhn um Hab und Gut brächten. So hübſch er von Geſicht und Wuche war, ſo teufliſch ſchien er von Gemüth; die Schwarzen Wiehnitte dür⸗ wo er nur konnte, trat ſie mit den Schuhſpitzen an die Schienbeine,
— ihren empfindlichſten Körpertheil, oder brannte ſie mit der Cigarre, woo er es nur unbeachtet thun zu können glaubte.
Sie fürchteten ſich alle vor ihm, am meiſten die kleine Liddy; einmal entfloh ſie vor ihm mit fürchterlichem Gekreiſch aus der Bottlerei, er raſch, erhisben Angeſichts hinter ihr drein— da ſtreckte der Middy, welcher zende ſeitwärts ſtand, raſch einen Fuß aus, und ſo lag Don Ramon auf
747
Naſe, während die Kleine entwiſchte. Von dieſem Tag an waren die Blicke des Spaniers Dolche, wenn ſie auf den Midſhipman fielen.
Aber ich muß noch weiter erzählen von der Behandlung und dem Leben der„Waare“ eines Sclavenſchiffs. Die erſte hübſche Bemer⸗ kung, die ich machte, war, daß Kinder, ſeien ſie weiß oder ſchwarz, überall ſo ziemlich dieſelben ſind; leichtes, vergeßliches Blut, in einer Minute weinend, in der andern lachend; nur dem Augenblick lebend und von viel beſſerem, friſcherem Eindruck, wie die Alten. Wir hat⸗ ten über dreißig an Bord, Säuglinge mit einbegriffen und bis zum Alter von zwölf Jahren, meiner ungefähren Taxation nach; denn mit dieſem hört bei tropiſchen Völkern ſchon die Jugend auf. Ihre Spiele an Deck hatten die größte Aehnlichkeit mit denjenigen der Jugend irgend eines deutſchen Dorfs; ſie führten Ringeltänze auf, haſchten, verſteckten ſich, ließen den Plumpſack herumgehen und neckten ſich, wo und wie ſie konnten.
Gerade während der Jagd der Negrinha war ein junges Neger⸗ weib niedergekommen, aber viel zu geſchwächt, um ihr Kind, das erſte, mit Nahrung verſehen zu können. Als ich ſie erblickte, ſaß ſie nieder⸗ gekauert, das hilfloſe Weſen feſt an die verſiegte Bruſt gedrückt, und ſchwere Thränen floſſen unaufhörlich herab auf das Kind der Liebe und des Elends. Wir fühlten alle Erbarmen; aber was anfangen? In derlei Sphären waren wir rauhen Theerjacken durchaus nicht zu Hauſe. Endlich meinte ein alter Matroſe, indem er ſein Kraut aus einer Backenhöhle in die andere ſchob, er erinnere ſich von ſeinen früheren Kreuzfahrten in ſolchem Waſſer her: das Beſte ſei ein „Sucking-bag!“ Richtig, da wußte es Jedermann, und ſofort wur⸗ den rieſige Lutſchbeutel(Zulpe) mit Zwieback und Zucker conſtruirt und dem neuen Paſſagier zwiſchen die Lippenwulſte geſchoben, was er ſofort begriff und mit Eifer zu ſaugen begann. Der Mutter ward aber auch geholfen. An Bord der Negrinha ſah es mit Proviant ſehr ſchlecht aus; die Equipage mußte kaum beſſer, wie die Neger, gelebt haben; freilich wird ein portugieſiſcher Matroſe ſchon betrunken, wenn er auf dem Schild einer Taverne„Rum“ angeſchrieben ſieht und lebt mit vier Zwiebäcken und einem Horn voll Schnupftaback drei Wochen. Lieutenant Matthew hatte deshalb mit weiſer Vorſicht einige Kiſten von der„Veſtal“ mit herüberſchaffen laſſen, und es fehlte uns wenigſtens zu dem zähen argentiſchen Carne secco(an der Sonne getrocknetes, geſalzenes Kuhfleiſch) und dem Reis, nicht etwas trinkbares Naſſes. Da kamen wir denn auf die Idee, die junge Mutter mit Porterbier zu kräftigen, und ſiehe da, das Mittel war von ausgezeichnetem Erfolg, ſchon nach wenigen Tagen konnte ſie ihr Kind vortrefflich nähren. Anfangs hatte ſie freilich das verdächtige Getränk von ſich gewieſen, und die erſten Male hatte es mit Zucker ver⸗ ſetzt werden müſſen; aber bald kam ſie hinter den Geſchmack und nun⸗ mehr war es an uns, Hand über die Flaſche zu halten.
So oft uns während der Reiſe ein Regenſchauer beglückte— wer unter dieſem Tropengürtel nicht zur See war, kennt gar nicht das wonnige Gefühl, das er hervorbringt!— mußten ſämmtliche Weiber und Kinder an Deck, um dieſes und diverſe Geräthſchaften aufzu⸗ waſchen. Das war ihre glücklichſte Zeit; ſie wußten ſich dabei vor Vergnügen und innigem Wohlbehagen gar nicht zu laſſen, und es war nicht anders, wie wenn ein Schwarm Enten, der da lang im Stall eingeſperrt geweſen war, plötzlich heraus und ins Waſſer gelaſ⸗ ſen wird. Der Mannſchaft machte es dann den größten Spaß— und der Matroſe iſt zur See bekanntlich ein Kindskopf ohne Gleichen — ihnen Stücke Kreide zu geben, die ſie zermalmten und mit Waſſer zu einem Farbenbrei anrührten, womit ſie ſich dann gegenſeitig die Ge⸗ ſichter, Hälſe, Schultern und zwar auf die allertollſte Art, bemalten. Es konnte ſelbſt ein ſo ernſthafter Mann, wie der Lieutenant, die Mundwinkel nicht bändigen, wenn er eines der ebenholzglänzenden
ſchwarzen Mädchen erblickte mit einem weißen Strich auf dem Naſen⸗ ſattel und zwei weißen Tupfen über den Augen; oder mit einem weißen Schnurrbart und coloſſalem Backenbart— welche ihnen die Matroſen anpinſelten, und damit ſo kokett thun, wie die feinſte Salon⸗ dame in ihrer Balltoilette, wenn ſie ſich vor dem Spiegel bewundert. Ueberall bleibt doch die Natur des Weibes dieſelbe! Und während dieſer Scherze und Zierkünſte waren die Elenden ſo ausgelaſſen, ſo glücklich, als ob ſie an der Schwelle des Paradieſes ſtänden; kein Bangen vor der Zukunft, kein Rückblick des Verlangens in die Ver⸗ gangenheit; für ſie war die Minute alles. Uebrigens gab die Kalk⸗ malerei dem Middy den guten Gedanken ein, ſein letztes Stückchen Windſorſeife zu opfern, und eine Ration Trinkwaſſer dazu, um unter


