Jahrgang 
1865
Seite
741
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hen die Gewüſſe

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u frei, der meiſt aus 3 abgeſetten Jeröll halb zn

e Düne und Zu unſerm Er⸗ deinen Mann d vor ſich hertre⸗ nügt der kleime j das Thier zun um und kommen keere. Neugieig en Zweck das ſal t den Gaul nach ſehen wir, daß er nit dem Meeres⸗ pflüger zuſam⸗ men und finden V in ihm einen zu⸗ gänglichen, b freundlichen Mann, der und gern Auskunſt

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über ſein Treiben gibt. Der Pflug, mit welchem da Roß den Meeres⸗

ein Schleppnet, Das Netz ſelbſt iſt engmaſchig und ſackförmig, an ſeiner Mün⸗

dung durch einen b ſchweren, eiſer nen, langrunden Rahmen offel

Oor gehalten. D Nahmen ſoütf den naſſen locen Sand auf und ſcheucht das G n das Netz. Da elnden, krabbell⸗ ebreitet hat. Di arneelen, lein it ſchwache b

ut m. da aber

bten haben, l Vettern in uͤh ſſchs iſt ein eigen⸗

erforderlich und wir ſehen blos noch die beiden Augen, welche wie ein Paar Dachfenſter zu oberſt auf dem Kopfe liegen, neben dieſen die fadendünnen Fühler und dahinter den Rückenſtreifen, der ſich aber wegen ſeiner feingetüpfelten Zeichnung vom Sande nur mit Schwierigkeit unterſcheiden läßt. In dieſer Weiſe begraben ſich die

Garneelen freiwillig im Sandſtrande und lauern auf die winzigen es in ein Glasgefäß mit Seewaſſer.

Thierchen, die ihnen von den Wellen zugeführt werden; kleine Würmer, junge Weichthiere, Laich von Fiſchen, Mu⸗ ſcheln, Schnecken und dergleichen. Der Eiſenrah⸗ men des Netzes reißt den naſſen Boden ßolltief auf, für das Pferd eben auch keine behagliche Arbeit. Die Gar⸗ neelen fliehen, aufgeſcheucht aus ihren Verſtecken, erſchreckt nach oben, gerathen dadurch ins Netz und drängen ſich im hintern Ende deſſelben zueinem wimmelnden Haufen zuſammen.

Der Fiſcher hat bei ſeinem jetzigen Zuge eine reichliche Menge gefangen und iſt deshalb bei guter Laune. Er theilt uns mit, daß er ſeine Beute im nächſten Orte vortheilhaft verkaufen werde und iſt gern damit ein⸗ verſtanden, gegen

Plattwurm.

II. Röhrenwurm. Langwurm.

hier dicht vor uns(Siehe auf Abbildung J. rechts am Geſtein in natürlicher Größe); es iſt ein punktirter Glattbutt, nach ſeiner Form auch wohl Rautenbutt genannt. Das Thierchen iſt nur anderthalb Zoll lang und gleicht einer länglichrunden Cocarde oder Hutſchleife. Um es bequemer betrachten zu können, ſetzen wir Hier ſchwimmt es zunächſt auf geregt in eigen⸗ thümlich ſchwan⸗ kender Weiſe eine Zeitlang hin und her, bis es ſich etwas beruhigt und eine genauere Beſichtigung ge⸗ ſtattet. Es weicht gleich ſeinen Ver⸗ wandten von al⸗ len übrigen Fi⸗ ſchen im Bau ſeines Körpers merkwürdig ab. Bei den meiſten übrigen Fiſchen iſt die obere Hälfte des Kör⸗ pers, der Rücken, dunkler, die Bauchſeite heller gefärbt, bei den Plattfiſchen ver⸗ theilt ſich die Färbung nach der rechten und linken Seite des Leibes. Hier bei unſrer leben⸗ digen Cocarde iſt die linke Seite glänzend gelbbraun und mit unregelmäßigen verſchwimmenden Flecken aus dunklerem Braun; unweit des Schwanzes tritt eine ſchärfer begrenzte ringförmige Zeich⸗

nung deutlich

hervor. Die

ein kleines Ge⸗ ſchenk uns zu ge⸗ ſtatten, daß wir den Ausſchuß aus ſeiner Beute für uns herausleſen. Ausſchuß iſt eben für ihn jetzt alles, was nicht Gar⸗ neele heißt und ſein Netz hat noch mancherlei andere Geſchöpfe des Sandes mit ans Licht des Tages gefördert, die dem Fiſcher ohne Nu⸗ tzen, uns aber von großem In⸗ tereſſe ſind. Die Garneelen bilden freilich die Haupt⸗ maſſe des Hau⸗ fens und auf hun⸗ derte von ihnen kommt erſt ein fremder Gaſt. Von letzteren fallen uns zuerſt mehrere Plattfiſche durch ihre ſonderbare breitgedrückte Geſtalt auf. Der Fiſcher berückſichtigt ſie nur, wenn ſie wenigſtens 4 bis 5 Zoll lang ſind, kleinere ſind nicht gut verkäuflich. Wir unterſcheiden hier mehrere Arten dieſes wunderlichen Geſchlechts. Jener dünne, eiförmige, mattbraune Fiſch von langeirundem Körper⸗ umriß iſt eine gemeine Sohle, hier dieſer lebhafter gefärbte, der orangebraun ſchimmert und mit dunklen Flecken gezeichnet iſt, wird als Citronenſohle von ihm unterſchieden.

Ein ſehr niedliches Geſchöpf derſelben Sippſchaft zappelt

Perlwurm.

rechte Hälfte des Leibes iſt weiß. Mit ihr liegt der Fiſch auf dem Meeresboden, halb im Sande oder Schlamme vergraben. Die⸗ ſer Seitenlage zu Gunſten hat der Kopf mit al⸗ len ſeinen äußern und innern Thei⸗ len eine merk würdige Ver⸗ drehung erfah⸗ ren, ſo daß beide Augen auf die dunklelinke Hälf⸗ te zu ſtehen kom men. Dabei ſind ſie in eine etwas ſchiefe Linie ge⸗ rathen, das eine derſelben iſt auch etwas kleiner als das andere und liegt etwas verdeckter. Durch das Linſenglas beſehen, erſcheint die Iris blaß⸗ grün mit ſtrahlenförmigen dunkeln Streifen, die Pupille mit gold⸗ farbiger Einfaßung. Das Thier kann gleich dem Chamäleon jedes Auge für ſich bewegen, das eine nach vorn richten, während das an⸗ dere unbeweglich bleibt oder ſich ſeitwärts wendet. Das Maul iſt durch die Drehung der Kopfknochen auch etwas ſchief gerathen. Rücken⸗ und Bauchfloſſen ſind ſo weit fortgeſetzt, daß jede derſelben eine Hälfte des Körpers einfaßt und der ganze Leib des Thieres wie mit einem hellen, durch ſenkrechte ſchwarze Striche gezeichneten Bande ein⸗

Nereide.