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n Märden ewi 22 3 iches vunte ich diebe⸗ die Prinzeſſinnn enden Prinzeſſu⸗ damit auch darin wahre Geſchiche :. Ungemöhnlit nenne, weil ſi die Frauenſchr⸗ in der Geſchichte Pſie ſchön warn, ce Rolle,— an für ihre Inhabr⸗ Furchtbarkeit zu mit Berechnung beiden Mädchen, Gewiß kann lter von ſiebehn e hätten beide je „was ein junges ie ihre Schönhei im tropiſch⸗leic⸗ Verhältniß zur ädchen war vol⸗ etiſch. Ihr Vattt al in braſilia⸗ eigenthümlih liſchen Literatmr Gatten, den die en geführt hatt, So kam es, daß vzender Verſchwi⸗ und; ſie wat auf t woren. Di ner Lotusbluman dielt in der Tauf
Tropenwelt vol rſcheinen, und e [da, wo Marim cht verherrlidttn liſche Seeofftin ſche Civilmenſche rgrund drängten. och nicht änden r bei guter Sitt die Mädchenwil
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Ufer klirren und ſelbſt die Gebirge erdröhnen! Und wenn dann das erſte Boot an das Land kommt, ſo meldet es den Namen irgend eines berühmten Schiffes, eines kühnen Admirals, einer muthigen Seeunternehmung, einer gefeierten Weltumſeglung. Da begrüßt man wohl herzlich, wenn irgendwo eine freundliche Einladung dazu führt, die jugendlichen und doch ſo männlich gebräunten Bretons oder die blonden Engländer, und hört ſie, oft mit zitternder Begeiſte⸗ rung, vom letzten Sturm im Kanal von Mozambique, vom blutigen Rencontre auf Neucaledonien, oder von der Todesgefahr zwiſchen den Eisbergen ſüdlich vom Cap Horn reden und mit einem friſchen Lachen den Bericht vom narrow escape beenden, während die anmu⸗ thige Mädchenwelt angſtvoll und athemlos gelauſcht hat.— Unbe⸗ ſchreiblich lieblich ſah es da oft aus, wenn Marina und Indiana in ſolchen Momenten, von denen freilich das nüchterne Philiſterthum, was ſich nie zu kühner That auf den ſtürmenden Ocean des Lebens hinausbegab, gar keine Ahnung hat, ihren Landsleuten die Hand reichten und ſie gern einen Augenblick in der feſten Seemannshand ruhen ließen, während die edlen Augen frei, offen, unverſteckt ein⸗ ander anſchauten.„
Wie ſchaurig tobt der Märzſturm mit ſeinem Schneegeſtöber gegen die Scheiben! Faſt möchte mir das Herz bluten vor Heim⸗ weh nach dem Süden und den braſilianiſchen Tropennächten.
Noch einmal Schloß Gefährlich!— Entſetzlich! Das war eine gräßliche braſilianiſche Nacht!
Die lieblichen Mädchen waren fortgezogen von Botafogo; die Bucht hatte damit einen großen Theil ihres Reizes verloren, und der Scherzname des Hauſes„Schloß Gefährlich“ ſchien vergeſſen werden zu wollen. Ein braſilianiſcher Kaufmann Philippe Neri de Carvalho bewohnte den Garten.
Phillippe Neri war ein rechter Ausnahmsmenſch in der bra⸗ ſilianiſchen Handelswelt. In ſeinen beſten Mannesjahren ſich befin⸗ dend, männlich hoch und voll gewachſen, friſch und frei auftretend mit dem Ausdrucke des fröhlichſten Muthes in ſeinem kühnen, leicht gebräunten Geſicht; zuvorkommend und verbindlich gegen Jedermann, ſtand er, der ſich im Leben eigentlich alles, beſonders auch ſeine abge⸗ rundete Erziehung ſelbſt zu verdanken hatte, an der Spitze der ganzen damaligen Handelsbewegung von Rio de Janeiro. Seine Dampf⸗ ſchiffsunternehmungen belebten die nächſten Küſtenſtriche des Landes; ſein Haus an der Prainha,— die heutige Marineacademie— war das größte und belebteſte der Stadt; dazu war er auch ein angeſehener Hofcavalier und Commandant der Nationalgarden, als welcher der ſtattliche Mann in ſeiner reichgeſtickten Generalsuniform, auf der mehrere Orden die wackere Perſönlichkeit des Inhabers bekundeten, eine wirklich prächtige Erſcheinung abgab.
Es war einer der politiſchen Feſttage, welche von den Braſilia⸗ nern aus patriotiſchem Eifer, und von den auf der weiten Bucht von Rio ankernden Kriegsſchiffen fremder Flaggen aus ſtaatlicher Freund⸗ ſchaft höchſt lebhaft gefeiert werden. Der damals noch ganz junge Kaiſer war eben in glänzendem Aufzuge von S. Chriſtovao zur Stadt gekommen; die Rua Direita und der Palaſtplatz wimmelten von Menſchen aller Farben und Kategorien, und auf den Balcons der Häuſer drängten ſich jugendliche Frauen zu wirklichen Mädchenguir⸗ landen zuſammen, deren gewählte Toiletten über den rothſeidenen Teppichen, womit an ſolchen Tagen die Balcons der Häuſer in den Hauptſtraßen der Stadt behängt ſind, ein buntes aber doch ungewein zierliches Farbenſpiel hervorriefen, wie ja der Feſtanzug und deſſen
ganz beſondere Auswahl ein Hauptſtück im Leben aller ſüdlichen Frauen— und der nordiſchen auch— ausmacht.— Die Feſtparade begann; Philippe Neri mit ſeinem Stabe führte ganz comme lld⸗ nous, freilich mit mehr Pomp der Uniformen und weniger martialiſ det Haltung, unter klingendem, etwas ſehr geräuſchvollen und Leiich ſehr präciſen Spiel einige tauſend Mann Nationalgarden zu nen zu Roß auf den Palaſtplatz, und ließ ſie dort vor dem 1 en dt. con des Palaſtes ſtehenden Kaiſer vorbeidefiliren, während auf 5 weiten Rhede von den unter buntflatterndem Fahnenſchmuck Prundene den Kriegsſchiffen und den fünf Forts um dieſelben horun Lnſahe ſener, lange anhaltender Kanonendonner erſcholl und alle 1 33) 1 erdröhnen machte; Schiffe und Feſtungen verſchwanden au 3
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martialen Kriegsſpiel wieder herſtellte. Dann war große Cour, und die bunte Menge verlor ſich langſam nach allen Seiten.
Am Abend war große Gallavorſtellung im Theater. So wie der Kaiſer kommt, ſteht alles auf und bleibt ſtehen,— auch der ganze Hof— bis die Nationalhymne geſpielt iſt, wo dann die Auf⸗ führung beginnt.
In den glänzenden Reihen der bunten Welt von Diplomaten, Officieren und martialiſchen Seemännnern, wie ſolche an einem Gal⸗ laabend regelmäßig den erſten Rang füllen, war an jenem Abend auch der Chef der Nationalgarde, Philippe Neri, eine hervorſtechende Er⸗ ſcheinung und ein gewiß von allen ſeinen Landsleuten beneideter Mann.— In derſelben Stunde ſeines Glanzes aber ging in ſeinem eigenem Hauſe eine ſchwarze Stunde vorüber. Sein Kutſcher, ein junger, anmaßender Mulattenſklave hatte ſich einige Tage zuvor eine Frechheit erlaubt und war durch den kurzen Proceß der Prügelſtrafe, die ihm die Willkür ſeines Herrn zuerkannt hatte, und die ſelbſt im Lande der Sklaverei eine Schandſäule bildet, den Tag vor dem Feſte daran erinnert worden, daß auch ein heller Mulatte, der vor den anderen Sklaven des Hauſes bevorzugt iſt, immer noch geprügelt werden kann auf Befehl ſeines Herrn, wenn er deſſen Sklave iſt. Der Mulatte kochte vor Wuth und ſann auf Rache. Wenige Tage zuvor war die Zahl der Hausſklaven um einen vermehrt worden, einen ſtarken, wilden, eben erſt von Africa eingeſchmuggelten Neger, was damals noch vorkam, jetzt aber unmöglich geworden iſt. An dieſen Schwarzen wandte ſich der Mulatte:„Siehe einmal, Pedro, in welches Haus, und zu welchen Leuten Du gekommen biſt,“ redete er ihn an.„Wenn es mir, der ich doch ein ſo heller Mulatte und bei⸗ nahe weiß bin, ſo ergeht,“ wobei er dem Schwarzen den blauunter⸗ laufenen Rücken zeigte,“ ſo kannſt Du Dir denken, wie es Euch ſchwarzen Sklaven ergeht, und wie es beſonders Dir ergehen wird, der Du eben erſt angekommen biſt und noch nicht genau den Dienſt kennſt! Ich bin nur nicht ſtark genug, ſonſt wollte ich Dir und uns allen ſchon helfen. Aber Du biſt ja ſtark und muthig, und ein Mina⸗ neger, hilf Du uns! Ich gebe Dir eine Patacca(7 Sgr.)— da, ſtich unſern Herrn todt! ſo iſt uns allen geholfen und wir werden alle frei!“
Nach kurzem Beſinnen und genauer Verabredung nahm Pedro ein altes Meſſer, wetzte es mit ruhiger Sorgfalt und ging gegen Abend nach Schloß Gefährlich hinaus, wo er ſich auszog und den ganzen Körper mit Oel beſtrich, wie die Neger das meiſtens thun, wenn ſie eine Rachethat ausüben wollen, ohne feſtgehalten zu werden. Unten am Eingange des Gartes, in einem kleinen Gebäude verſteckt, erwartete er ſo ſein Schlachtopfer.
Die Gallavorſtellung im Theater war nach 12 Uhr aus. Der Mulatte ließ ſeinen ſo viel beneideten Herrn mit deſſen Frau in den Wagen einſteigen und fuhr ihn ohne Gewiſſensbiſſe ſeinem Mörder entgegen. Sie kamen zur Pforte des Gartens von Schloß Gefähr⸗ lich. Das Ehepaar ſtieg aus, die Fran ging voran den ſchrägen Weg zum Hauſe hinauf, während der Mulatte mit dem Wagen ſchnell umwandte und fortfuhr. Philippe Neri mochte wohl in der dunkeln Nacht etwas heranſchleichen hören oder ſehen; er ſtand einen Augen⸗ blick ſtill und brach dann mit einem einzigen gräßlichen Ruf:„Ich bin ermordet“ zuſammen,— es war ein Uhr nach Mitternacht. Die Frau hörte es im nächſten Gebüſch raſcheln, ja ſie meinte einen dun⸗ keln Umriß, wie eine dicke Schlange, durch das Geſtrüpp kriechen zu ſehen; man kam mit Licht herab vom Hauſe,— Philippe Neri, der ſo angeſehene, vor wenigen Minuten noch allgemein beneidete Mann, auch mein Freund und Nachbar in der Stadt,— Philippe Neri de Carvalho lag reglos todt da in einer großen Lache heißen Blutes!
Beim anbrechenden Morgen ſchon ergriff man am botaniſchen Garten hinter Botafogo einen Neger, der auch gleich ſeinen Mord eingeſtand und ſichtlich zufrieden ſchien, daß er ſeinen Herrn ſo ſicher getroffen hatte. Sklaverei iſt ein grauſiges Handwerk! Zwei Rache⸗ thaten kennt der gemißhandelte Sklave als ganz beſonders nachdrück⸗ lich, die eine, wenn er ſich ſelbſt umbringt, denn damit beſtiehlt er ungeſtraft ſeinen Herrn um etwa 1000 fl.,— die andre, wenn er
ſeinen Herrn mordet, denn damit verkürzt er dieſem das Leben und
den Erben ihr Vermögen,— er wird gehängt.
Und ſo geſchah es auch hier! Philippe Neri, deſſen Ermordung allerdings eine ungeheure Senſation erregte, ward ſchon am folgenden Tage begraben, wie denn ja im heißen Tropenlande alle Beerdigun⸗
Minuten vollſtändig in Pulverdampf, bis der daherwehende Cramind die Klarheit der prachtvollen Scenerie nach dem wirklich impoſan
gen beſchleunigt werden müſſen. Nach wenigen Wochen erhob ſich vor dem großen Stadthauſe des Ermordeten ein Galgen, während ſich von


