erge zu bilden. ſen von klaren ſeſer Wiſtene darum herum nüten gehült, ein Plätzchen lich der Becher und Jodler in
in die Nacht nnn Fiſte ill der großen der fröhlichen ine Nacht in Rajeſtäten und den Himmel, ndes Diadem, ten Falten das hernieder bis die Felsgebilde hatten, die zu Flüſtern, ein den Sinn um⸗
was zur Ruhe m; was meint zwill mir auch morgen Nach⸗ auszubringen,
cc ein Kerzen⸗ ren Naum von t kowmt. So od der Schlaf nach und nach iegte bald all
die, daß man )2 Uhr unſe⸗ unter und zun n am Himmel ürner in ihre
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und die füi⸗ is drum; man der unnüthig iner.„10s mando und d die Trümmer n 3 vorwärt
berhaupt zwet⸗
keine Gefahr. Der Sicherheit wegen banden wir uns ans Seil und fingen dann zu klettern an. Der Kalkfelſen war ſo verwittert, daß Fuß und Hand zwar leicht Halt und Stand fanden, aber auch ſtellenweiſe ſo locker und bröcklig, daß wohl aufgepaßt werden mußte, wo man aufſetzte. Immerhin konnte auch da nicht von eigentlicher Gefahr die Rede ſein. Das Schlimmſte war unſre lange Linie; löſte ſich unter den Füßen der erſten ein Stein, ſo mochten die letzten auf ihre Köpfe Achtung geben. Doch ging alles wohl von Statten, wie⸗ wohl der Steine genug flogen. Sieben Viertelſtunden genau dauerte dieſes Klettern, da langten wir auf dem Sattel an, der Vertiefung zwiſchen der oberſten Spitze unſres Wetterhorns links und des Mit⸗ telhorns rechts; zu letzterem ſteigt der Gletſcher in mittlerer Steigung an, es müßte leichter zu erſteigen ſein als das eigentliche Wetterhorn, iſt nur eirca 15 Fuß höher als dieſes, die höchſte Spitze dieſer gan⸗
zen Gruppe; aber die Ausſicht, beſonders nach Norden, kann nicht ſo
lohnend ſein, weshalb es auch nur ſelten Liebhaber findet. Grad vor uns hin dacht ſich das Gletſcherfeld anfänglich ſanft ab, um weiter⸗ hin, unſrem Blicke noch verborgen, in das weite Revier des Wetter⸗ keſſels ſich abzuſtürzen. Und links erhebt ſich unſer Ziel, die letzte kühne Spitze, noch circa 800 Fuß hoch, und droben iſt am blauen Horizont die Stange ſchon ſichtbar, die im Vorjahr die letzte Fahne getragen. Ein Halt iſt wohl vergönnt, gilt's doch jetzt die letzte Schanze friſch zu nehmen. Lange Raſt aber machen wir nicht; es zieht Dich mit Gewalt hinauf, hinauf nach dem luftigen Gipfel.
Der Gipfel iſt, von unſerm Standpunkt geſehn, ein abgeſtumpf⸗ ter Kegel, ganz vergletſchert, und von ſolcher Steilheit, daß die Erſteigung in heißen Sommern, wenn der Schnee ganz weggeſchmol⸗ zen iſt, zu den ſchwierigern Partien zählt und große Vorſicht erfor⸗ dert; es bleibt alsdann nichts anderes übrig, als von unten bis oben mit dem Beil Stufen in das in ſolcher Höhe immer ſehr harte und ſpröde Eis einzuhauen, eine für die Führer höchſt anſtrengende und zeitraubende Arbeit, und die Gefahr des Ausglitſchens iſt dabei nicht gering.
Wir trafen's herrlich; es lag Schnee, ca. 1— 2 Fuß tief, und er war„gut“, das heißt nicht zu hart, er ließ ſich leicht eintreten, und auch nicht zu weich und zu naß, daß etwa ein Abrutſchen befürchtet wer⸗ den mußte. Letzteres, das Abrutſchen einer ganzen Maſſe des auf⸗ liegenden Schnees, bildet an ſteilen Gletſcherhängen hie und da eine nicht geringe Gefahr; zumal wenn der Gletſcherhang quer überſchrit⸗ ten werden muß, ſo iſt oft entſchiedene Lawinengefahr, indem der weiche Schnee unter dem Fuß ſich leicht löſen und abrutſchen kann. Wir hatten nichts dergleichen zu befürchten, weil der Schnee„gut“ war und weil wir in faſt gerader Linie am Kegel aufwärts ſtiegen. Obwohl langſam, ging's doch ohne ſonderliche Beſchwer vorwärts. Der erſte Führer hatte nicht zu hacken, er trat nur mit dem Fuß den Schnee ein und feſt; die folgenden alle traten in ſeine Fußſtapfen, ſorglich achteten die Führer darauf, daß jeder genau in die gleichen Spuren und kräftig einſetze, um jegliches Gleiten zu verhüten. Die eine Hand führte den Bergſtock, die andere ſtützte ſich unwillkürlich in den Schnee; den Steigungswinkel mußten wir auf circa 500 ſchätzen, zu oberſt näherte er ſich gewiß den 600; daß da von großer
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Eile nicht die Rede ſein konnte, wird man mir glauben; Eile mit
Weile; langſam, Schritt um Schritt ſicher, wie auf einer Leiter. Ungefähr in der Mitte dieſes letzten Gipfels zogen wir— ich weiß nicht, war's Nothwendigkeit, war’'s Muthwille des leitenden Führers — etwas rechtshin gerade an die ſcharfe Kante; über dieſe hinaus ſahen wir jählings in ſchwindelnde Tiefe hinunter auf den Schwarz⸗ waldgletſcher; doch nicht lange dauerte der Marſch an dieſer Kante; es wurde wieder eingebogen. An der ſteilſten, letzten Partie des Ganzen, da insbeſondere wurden die Führer nicht müde,„langſam“, „nur feſt eintreten“, zu mahnen, und wohl ergriffen ſie des öftern die Füße des Vordermanns(die dem Hintermann in Bruſt⸗ oder Naſenhöhe waren), um ſie noch feſter einzudrücken.
Endlich— nach faſt einer Stunde ſolchen Steigens— haut der erſte Führer Breſche in die oberſte ſchneeige Zinne, ein donnern⸗ des Hurrah! das Ziel iſt erreicht. Aber:„Vorſicht!“ und immer
wieder Vorſicht, ſie war ſchon zu Trojas Zeiten die beſſere Hälfte der
Tapferkeit, für den Bergſteiger iſt ſie's auch heute und für ihn gewiß.
— Die Spitze iſt nur eine ſcharfe Schneide, gleich einer Dachfirſt,
ungefähr 40 Fuß lang von Oſt nach Weſt ſich ziehend; nach Nord di agfal'ſ kaum bemerkbar, es iſt uns ebenbürtig; es verdeckt uns das Roſen⸗
iſt der Gletſcherabfall ſo ſteil wie nach Süd unſrer Erſteigungsſeite. Damit alſo die ganze Colonne auf dieſe Firſt in Linie aufrücken
könne, müſſen erſt ſichere Tritte und Sitze eingehauen werden. Mann für Mann ſtreckt dann den Kopf hervor, arbeitet ſich ſorgfältig em⸗ por in die Breſche, zieht ſich links, bezieht ſeinen angewieſenen Poſten, ſetzt ſich ab, einige rittlings auf die Zinne, und hält ſich ruhig ſtill.
Unwillkürlich fällt der Blick zunächſt in das Thal tief unter
uns; bei 8000 Fuß ſenkrechter Höhe ſind wir über das ſchöne Grin⸗ delwald erhoben. Auf dem grünen Plan, wie heben ſich ſo zierlich die Häuſer ab, deren Fenſter noch deutlich zu unterſcheiden ſind; wir wiſſen, daß vieler Augen jetzt gerade mit Freuden nach uns gerichtet ſein werden, und mit Jubel unſre ſchwarze, große Fahne begrüßen, die eben von den Führern entfaltet wird und luſtig flattert; denn von unten wird bei hellem Wetter jede einzelne Perſon auf der Spitze deutlich erkannt, weil ſich alles auf dem weißen Firn und am blauen Horizont ſcharf abhebt; wir aber— ſo ſehr wir auch den„Feldſpiegel“ anſetzen, ſind nicht im Stande, die einzelnen Perſonen nur recht zu ſehen, geſchweige zu erkennen, ſehen alſo nicht die Fahne, die ſie unten auf— hiſſen, nicht die Teppiche, die unſre Lieben aushängen zum Zeichen, daß ſie unſer gewahr worden. Nur ein wunderſchönes Geſammtbild hatten wir zu Füßen; das wald⸗ und bergumſäumte Grindelwald⸗ thal, durchſchlängelt von der ſonnbeglänzten Lütſchine. Gottes Segen über Dich, Du ſchönes Thal!
Ein eigener Reiz der Rundſicht vom Wetterhorn beſteht darin, daß ſich dieſelbe in zwei contraſtirende Hälften ſcheidet. Das Wetter⸗ horn iſt ſoweit aus der Centralalpenkette nach Norden vorgeſchoben, daß es genau der Markſtein iſt zwiſchen der Gletſcherwelt, der es noch angehört und den grünen Triften, die ſchon ſeinen Fuß theil⸗ weiſe umziehen. Es bildet das einen beſondern Reiz, daß man— ich möchte ſagen— mit dem einen Fuß in der Gletſcherwelt, mit dem andern in den Kornfeldern ſteht. Das Auge, nach Norden ge⸗ richtet, umfaßt die grünen Voralpen und das flache Land der Schweiz: faſt mit einem Blick ein weites großes Bild, deſſen Einzelnheiten auf⸗ zuzählen eine Unmöglichkeit iſt.
Direkt nach Norden ſchweift der trunkne Blick über die ernied⸗ rigte Faulhornkette hinaus ins weite Land hinein; ein Gebiet kleiner Hügel von 2000— 3000 Fuß ü. M., ein buntes Mancherlei von grünen Wieſen, und gelben Kornfeldern und dunklem Wald, von Flüſſen und Seen, Dörfern und Städten wie Bern, ja Solothurn; in ſolcher Entfernung iſt freilich nicht ein deutliches Erkennen mehr möglich.
Daran reiht ſich nach Weſten die Gebirgsgegend der Stockhorn⸗ und Nieſenkette, die Freiburger und zum Theil die Waadtländer⸗ gebirge in tauſenderlei Geſtalten, in Höhen bis 7000 Fuß und mehr; getheilt zwiſchen Welſch und Deutſch, das Bindeglied beider, die Seengruppe von Murten, Biel und Neuenburg.
Oſtwärts erkennen wir deutlich über den kleinen Brünig hinaus die Gebirge der kleinen Kantone, den Pilatus insbeſondere und den modiſchen Rigi, weniger deutlich weiterhin die Albiskette, des ſchönen Zürichſees ausſichtsreichen Rahmen und die wellenförmigen Hügel alle, und die Flüſſe und Seen, die reichen ſchönen Gefilde von Luzern
und dem Aargau,— und das alles umfaßt in weitem großen Bogen—
vom bläulichen Jura, ja drüber hinaus noch ein Blick, mehr der Ahnung als des Erkennens, in den Schwarzwald und die Vogeſen hinein, gleichſam um anzudeuten, daß da hinter jenen blauen Bergen auch noch Menſchen wohnen, die des Lebens ſich freuen;— ſagt: iſt das nicht ein reiches großes, ſchönes Bild des fröhlichen freudigen Lebens und Gedeihens?
Mit einer Wendung nach Süden kehren wir all dieſer Herrlich⸗ keit den Rücken, eine andre geht uns auf— die ganze Herrlichkeit der Alpenwelt in vollſter Pracht. Weſtwärts zwar iſt der Blick unſicher, heute getrübt durch Wolkenſchichten, ebenſo erhob ſich aus dem Wallis der geſtern Abend ſchon gefürchtete Föhn als weiße Wolkenſchicht und verhüllt uns gänzlich die Reichthümer der Walliſer⸗ Alpenkette. Mit frommen Wünſchen und Bedauern iſt gegen den Föhn nichts auszurichten; man muß ſich begnügen an dem, was da iſt, und wahrlich es gibt noch genug des Schönen und Großen. Scheiden wir die nächſte Umgebung in zwei große Gruppen zu beſſerer Orientirung.
Da erhebt ſich, uns gegenüber, in gerader Linie wohl kaum eine Stunde entfernt, das Mittelhorn, ſeine breite Firnmulde ſanft gegen uns zu abſenkend; die fünf Meter Differenz in der Höhe ſind
horn, den dritten Bruder der früher gleichbenannten„drei Wetter⸗
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