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Charakter voll Bewußtſein, auch voll Bewußtſein über den eignen Werth, zu Stolz und Hochmuth geneigt.
Einſtmals,— ſie waren nicht allein, der Kurfürſt und die Kurfürſtin von Brandenburg waren zugegen,— machte ſie ihrem Gemahl die Vorwürfe, zu denen ſie ſich ein Recht glaubte,— daß er gewiſſenlos und untreu ſei. Er hatte für die ſchwache Frau keine andre Antwort, als ſich thätlich an ihr zu vergreifen.
Aufs tiefſte beleidigt, hat ſie niemals wieder ein heiteres Wort, einen willkommenen Blick für ihren Gemahl gehabt. Ja noch mehr! In das Unglück der Verlaſſenheit verſtoßen, nirgend Schutz findend, auch beim eigenen Vater nicht,— war ſie in das tiefere Unglück der Schuld gerathen. Denn lebhafte Theilnahme hatte ſie bei einem Geſpielen der Kindheit gefunden, beim Grafen Philipp Chriſtoph von Königsmark. In beider Seelen begann ein verräthe⸗ riſcher Plan zu reifen. Die Fäden wurden geſponnen,— ſie woll⸗ ten fliehen!— ſchon lauſchten auch die Späher,— geſpannt war alles gegeneinander,— ſo ging das Jahr 1693 vorüber, das Jahr, in welchem unſer Prinz am Hofe zu Hannover war.
Es waren nur wenige,— und gewiß keine anderen als gleich— gültige Worte, die der Kurprinz und die Kurprinzeſſin in dieſer Zeit mit ihm wechſelten. Erſt ſpäter kam der Knabe in nähere Berührung mit ſeinem Oheim und empfing die Kunde von dem traurigen Schick ſal ſeiner ſchönen ſtolzen Tante. Zur Gefangenſchaft verurtheilt, verlebte ſie auf dem lüneburgiſchen Schloſſe Ahlden mehr als dreißig Jahre in trauriger Einſamkeit. Sie ſtarb daſelbſt im Jahre 1726.
Die beiden Kinder aus dieſer unglücklichen Ehe waren: Georg Auguſt, damals zehn Jahre, und Sophie Dorothea, ſechs Jahre alt. Unter ihnen war der Brandenburgiſche Kurprinz der jüngſte.
Bald maßen ſich die beiden Knaben. Georg Auguſt war einen
Kopf größer. Friedrich Wilhelm nahm es doch mit ihm auf. Der Han⸗ növerſche Prinz dachte:„Gegen den Gaſt— und gegen den Schwä⸗ chern— muß man höflich ſein!“ und ſtrengte ſich nicht an. Das machte dem fünfjährigen Knaben nicht wenig Freude, als er ſah, daß er ſtärker als ſein viel älterer und größerer Vetter war. Die⸗ ſem hingegen machte es ebenſo Freude, dem jüngern und kleinern zu ſchmeicheln, ihm den eingebildeten Vorrang zu laſſen. So war es anfangs. Bald aber kamen auch allerhand Reckereien auf. Daß ſie den Jahren nach ſo bedeutend von einander abſtanden, hinderte von Anfang an ihr Einverſtändniß. Der Han⸗ növerſche Prinz war in Sprachen und Wiſſenſchaften ſchon ein wenig eingeweiht, und nicht ohne Anlagen für das Geiſtige; der Branden⸗ burgiſche dagegen ſtand noch weit von der Pforte alles Lernens ab. Er war körperlich geſund und friſch, kraftvoll und derb. Bas er am liebſten that, war Laufen und Jagen, Klettern und Ringen. Im Freien war ihm immer wohler als in der Stube; er wollte ſeine Muskeln hinaustreiben, ſeine Glieder gelenk machen. Das war ſein ganzes Leben.
Wenn er das überquellende Kraftgefühl an ſeinem Vetter aus⸗ laſſen wollte, kam er dieſem gewöhnlich ungelegen. Je mehr er das merkte, deſto mehr reizte es ſeinen Uebermuth, ſich dennoch an ihm zu verſuchen. Prinz Georg wies ihn ab; aber Kurprinz Wilhelm griff mit Ueberlegenheit an. Gouvernanten und Gouverneure mußten gegenwärtig ſein, um die Ausbrüche der Abneigung zu hindern. Dennoch, wo ſie ſich unverſehens trafen, gab es nichts als Schläge⸗ reien, braune Flecke, blutige Naſen. Und immer war Prinz Georg der Geſchlagene, Kurprinz Wilhelm der Schläger. Aus der innerſten Natur widerſprachen ſich beide. Das abgemeſſene gezierte Weſen war dem graden, natürlichen Kurprinzen Wilhelm, 8 die grobe, dreinſchlagende Kraft dem innerlich beſchäftigten Prinzen Georg läſtig.
Unter dieſen Umſtänden konnte der Beſuch nicht ſo lange dauern, Statt ſich an feinere Sitten gewöhnt zu
wie er beabſichtigt war.
haben, hatte der Kurprinz der Gewohnheit des Uebermuths ſich hingegeben. des Jahres ließ man ihn nach Berlin wieder zurückkommen.
das Vertrauen auf ſeine Kraft geſtärkt,
der Madame de Montbail
Gedanken um, ihn der ſanften Leitung Von zwei ver⸗
zu entziehen und ſtrengeren Kräften anzuvertrauen.
ſchiedenen Seiten wurden dem Kurfürſten Vorſchläge gemacht. Seine
Gemahlin wünſchte einen ihr perſönlich näher bekannten Mann, den Grafen Alexander zu Dohna, damals Generallieutenant und
Gouverneur von Pillau,
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zu der Stelle des Oberhofmeiſters be⸗
andere und ernſtere
fördert; der damalige Miniſter, Oberpräſident von Dankelmann, dagegen einen ſeiner jüngeren Brüder.
Der Kurfürſt entſchied ſich nach reiflicher Ueberlegung für den Vorſchlag ſeiner Gemahlin und zwar, wie es in der für den Grafen zu Dohna erlaſſenen Beſtallungsordre lautete, aus Rückſicht beſonders auf zwei Umſtände, einerſeits auf die„illüſtre Familie,“ andrerſeits auf die„Rechtſchaffenheit und Ehrliebe“ des Grafen.
Die Inſtruktion, welche dem Grafen Dohna gegeben wurde (vom erſten Februar 1695 datirt), enthält vieles für jene Zeit ſehr Bezeichnende. Der Kurfürſt verpflichtet unter andern den Grafen Dohna, ſein Amt ſtreng und gewiſſenhaft zu verwalten; er führt ihm eindringlich zum Bewußtſein, gegen wen alles er ſich bei dieſem Amte zu verantworten habe,—„gegen ihn ſelbſt, den Kurfürſten, gegen ſeine herzgeliebte Gemahlin Liebden, gegen den Kurprinzen, gegen das ganze Kurfürſtliche Haus, gegen alle Lande, die ihm unter⸗ than ſind, auch gegen die werthe Poſterität, vornämlich aber dermal⸗ einſt an jenem großen Tage gegen Gott, den gerechten Richter.“ Wirkliche Macht über den Kurprinzen aber verleiht er ihm nicht. Er empfiehlt„gelinde Mittel und gute Ermahnungen.“ Sollte ein⸗ mal eine„ſcharfe animadversion noth ſein, dann ſoll die Sache vor den Kurfürſten gebracht werden, der die Mittel verordnen werde, welche das Uebel zu heben capable ſeien.“
Einigermaßen ſtreng ſind nur die Verordnungen, welche für die Anleitung zur Gottesfurcht erlaſſen werden.
Der Geſichtspunkt, von dem der Kurfürſt hiebei ausgeht, liegt in dem Gedanken, daß„alle Menſchen, außer dem Fürſten, durch Belohnung und Strafen der weltlichen Obrigkeit vom Böſen ab⸗ und zum Guten angeführt werden, daß es aber für den Fürſten kein menſchliches Gericht gebe, welches Strafe und Belohnung erkennen könne.“ Die Gottesfurcht erſcheint dem Kurfürſten als das„einzige Mittel, die ſouveraine Macht, die von menſchlichen Geſetzen und Strafen befreit ſei, in den Schranken der Gebühr zu halten.“ In dieſem Sinne fordert der Kurfürſt, daß dem Prinzen die Ueberzeugung eindringlich vorgeführt werde, daß nur fromme Könige durch Gottes Segen groß, laſterhafte dagegen durch Gottes Macht ins Verderben geſtürzt wer⸗ den. Dieſe Ueberzeugung ſoll ihm durch Exempel aus der heiligen Schrift und aus der weltlichen Geſchichte klar und ſicher gemacht werden. Zur Befeſtigung der Gottesfurcht ſoll der Prinz mit all ſeinen Bedienten Morgens und Abends das Gebet auf den Knien verrichten; dann ein Kapitel aus der Bibel leſen, den Inhalt wie⸗ derholen, die ſchönſten, auf ſeinen Zuſtand paſſenden Sprüche, auch nützliche Pſalmen und geiſtreiche Gebete auswendig lernen; er ſoll ferner in den Glaubensartikeln und in dem ganzen Lehrvorrath der „chriſtlichen wahren reformirten Religion“ wohl informirt werden, wozu ein Hofprediger angeſtellt werden wird; ſoll fleißig zur Kirche
geführt, auch darauf gehalten werden, daß er aus der Predigt etwas
Noch vor Ablauf der Aufmerkſamkeit fähig iſt, ſoll man einen angenehmen lateiniſchen
Nach der Rückkehr des Kurprinzen ging man ernſtlich mit dem Historicum mit ihm traktiren, daß er ſowohl Geſchichte wie Sprache
behalte; ſoll mit niemand zuſammenkommen, der ihn zum Fluchen, Schwören, zu garſtigen und laſterhaften Geſprächen verleite; dem Oberhofmeiſter wird gewiſſenhafte Wachſamkeit empfohlen.
Weit milder aber iſt die Inſtruktion überall, wo von weltlichen Studien die Rede iſt.„Alles ohne Ekel und Verdruß!“ dieſe War⸗ nung geht durch die verſchiedenſten Verordnungen.„Zum Studiren ſoll der Prinz nicht forcirt werden! dies iſt vor allen Dingen zu verhüten. Wenn er eben eine Zeit nicht Luſt zu hat, kann man etwas anderes Nützliches mit ihm vornehmen.“
So das Lateiniſche!— Daß der Prinz lateiniſch lerne, iſt noth⸗ wendig: ſchon weil es die goldene Bulle fordert; dann weil er der⸗ einſt mit verſchiedenen Benachbarten und anderen Puissancen zu verhandeln haben wird, welche ſich keiner anderen Sprache bedienen; endlich weil das Lateiniſche vielfachen Nutzen für die Erlernung der Geſchichte und Politik gewährt. Aber— mit grammatiſchen Regeln ſoll der Prinz nicht aufgehalten werden, das hat ſchon oft jungen Prinzen Ekel vor dieſer ſchönen Sprache beigebracht. Mit Luſt und gleichſam ſpielend ſoll ihm das Nöthigſte gegeben werden. Wenn er
lerne; ſoll auf Spaziergängen und Fahrten mit ihm lateiniſch ge ſprochen werden; ſoll er Sentenzen und Aphorismen aus guten latei⸗ niſchen Schriftſtellern auswendig lernen,— das wird ihm bei allen Vorkommenheiten zu Statten ſein!— aber, wie erwähnt, nur wenn er der Aufmerkſamkeit fähig iſt.
Ebenſo in der Geſchichte, die mit Genealogie und Geographie


