Jahrgang 
1865
Seite
695
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Im Hundeſpital.

Die Pferdeſtälle nehmen den größten Umfang ein, weil die Zahl der eingelieferten kranken Pferde weit größer iſt als die Zahl der übrigen Hausthiere. Dieſe Ställe, welche für 110 Pferde Raum gewähren, ſind in vier verſchiedenen Gebäuden enthalten und durch Mauern in 29 beſondere Stallräume abgetheilt, um die kran⸗ ken Thiere mehr von einander zu ſondern, ſie gegen Beunruhigung möglichſt zu ſchützen und die Anhäufung von Krankheitsſtoffen zu verhüten; Zwecke, welche in einem gemeinſchaftlichen großen Stalle nicht erreicht werden können, wenn auch ſolcher in ökonomiſcher Hin⸗ ſicht vortheilhafter wäre.

Mit Rückſicht auf ihre Benutzung für die verſchiednen Krank⸗ heitsarten zerfallen dieſe Ställe in drei Abtheilungen, nämlich in reine Ställe, oder in ſolche für nicht anſteckende Kranke; in Ställe für verdächtige, das heißt, ſolche Patienten, bei denen im Laufe der Krankheit ſich ein Anſteckungsſtoff entwickeln kann, wie z. B. bei Faulfieber, veralteter Druſe ꝛc.; und in unreine Ställe, für die mit einer anſteckenden Krankheit behafteten Pferde.

Wir gehen durch dieſe Ställe. Einige Pferde laſſen den Kopf hängen und ſtehen unbeweglich; andre drehen ſich in Einem⸗ fort wie der Perpendikel einer Uhr gleichmäßig hin und her; einige ſchlagen heftig um ſich oder wälzen ſich unter Zuckungen am Boden; andre werden vom Fieberfroſt geſchüttelt, oder ſie ſtehen in Schweiß gebadet da und ſind in warme Decken eingehüllt; einige ſeufzen leiſe oder ſie ſtöhnen kläglich; andre ſtoßen von Zeit zu Zeit ein ſchneiden des Gewieher aus, wobei ihnen der Schaum vor dem Maule ſteht.

Zum Erſchrecken groß iſt das Heer der Pferdekrankheiten, kaum kleiner als dasjenige, mit welchem der Menſch behaftet iſt. Gar viele davon theilen die Pferde mit ihren zweibeinigen Herren, wie alle Arten von Fiebern, Entzündungen, Flechten und Geſchwüren, Waſſerſucht und Gicht, Epilepſie und Gehirnentzündung; andre ſind

ihnen allein eigen, vornämlich die zahlloſen Krankheiten des Hufs und der Gelenke, Dampf und Dummkoller ꝛc.

Selbſt der Wärter, eine lange, hagere, verwitterte Geſtalt, dem man den ehemaligen Kriegsmann ſofort anſieht, meint, der Umgang mit kranken Pferden ſei äußerſt lehrreich. Er ſtellt ſeinen Patienten das rühmlichſte Zeugniß aus; ſie überträfen und beſchämten nach vielen Seiten den Menſchen, denn ſie ſeien weit ſanfter, geduldiger und dankbarer als jene.Vor allen Dingen ſind ſie aufrichtiger, fuhr er fort,ſie werden den Arzt nie täuſchen, nie belügen.

An einen der Ställe grenzt das Dampfbad. Es wird nur durch ein Fenſter erhellt, in deſſen Nähe ſich die Thüren befinden, ſo daß der innere Raum, wo die Thiere während des Bades ſtehen, gegen das Eindringen kalter Luft geſchützt iſt. Wände, Thüren und Decke ſind mit Zinkblech bekleidet und dieſes mit Oelfarbe überzogen. In einem im Vorgemache eingemauerten kupfernen Cylinder werden die zur Heizung erforderlichen Waſſerdämpfe entwickelt, die durch eine mit einem verſchließbaren Hahn verſehene Röhre in den Bade⸗ raum geleitet werden. So kann die Temperatur des Bades bis 18⁰ R. gebracht werden. Zur Entfernung der überflüſſigen Dämpfe ſind beſondere Ventile vorhanden, ſo daß eine Spannung der Dämpfe im Keſſel nie ſtattfinden kann, indem ſie entweder in den Baderaum oder durch eine Abzugsröhre ins Freie entweichen.

In der Reitbahn, die durch 10 Fenſter erleuchtet wird, läßt man Reconvalescenten ſich Bewegung machen und nimmt bei ſchlech⸗ tem Wetter Unterſuchungen und Operationen vor.

1 Der ſ. g. Dummſtall iſt zur Aufnahme tobſüchtiger Pferde beſtimmt und ringsum mit Bohlen ausgekleidet, deren Wände

eine ſchräge Fläche bilden und nach unten um einen Fuß hervortre⸗ ten, damit die im bewußtloſen Zuſtande herumgehenden Thiere eher Die Ecken ſind

mit den Füßen als mit dem Kopfe dagegenſtoßen.