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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.
Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 15 Sgr. zu beziehen. Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.
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1865. Ausgegeben im Auguſt 1865. Der Jahrgang länſt vom Ortober 1864 bis dahin 1865. No. 17.
An dem Abend deſſelben Tages, an welchem dieſe Briefe ab⸗ gegangen waren, ſaß einer der franzöſiſchen Réfugiés, welche in B.* eine zweite Heimat gefunden, im Famillenkreiſe ſeiner Tochter. In Frau von Lenk(wie wir ſie nennen wollen) würde niemand ſo leicht den ſchmucken Pagen von Brumat wiedererkannt haben. Ein lieb⸗ licher Knabe von neun Jahren, das Ebenbild der Mutter, ſpielte zu ihren Füßen, ſein noch lieblicheres Zwillingsſchweſterchen ſaß neben der Mutter, mit dem erſten Verſuch im Filetſtricken beſchäftigt, und ein kleineres Knäbchen ſaß auf ihrem Schooße und ſpielte mit dem Perlengehänge ihres Ohres. Der alte Marquis ſaß ihr gegenüber und weidete ſein Auge an der lieblichen Gruppe.„Wie gnädig hat uns der treue Gott geführt,“ ſprach er;„denkſt Du noch der Stunde, da der ſeltſame Menſch in Brumat uns vor Tagesgrauen ſo er⸗ ſchreckte!“—„Und uns rettete,“ fügte Frau von Lenk hinzu.„Möchte wohl wiſſen, was aus ihm geworden iſt.“—„Ein ganz braver Steuercontrolleur,“ verſetzte ihr Vater.„So hat mir wenigſtens Herr von Meyvillle geſchrieben, bei dem ich mich ein Jahr darauf, ſo⸗ bald wir hier feſten Fuß gefaßt hatten, nach ihm erkundigt habe. Er ſchrieb mir, ſein Glück ſei gemacht.“
In dieſem Augenblicke trat der Kammerherr von Lenk ins Zimmer. Er begrüßte ſeinen Schwiegerpapa, ſeine Gemahlin und ſeine Kinder herzlich, und ſetzte ſich dann an die Seite ſeiner Gattin, um am Ge⸗ ſpräch Theil zu nehmen..
„Nun, iſt die Erbtheilung glücklich ins Reine gebracht?“ fragte der alte Marquis.
„Zur allgemeinen Zufriedenheit,“ ſagte der Kammerherr und ſpielte dabei, wie es ſeine Gewohnheit war, mit den ſchweren goldenen
alles nicht viel helfen wird. Wenn Wilhelm von E., wo Gott vor
ſei, im Kriege bleiben ſollte, ſo ſtirbt der ganze edle Stamm doch aus.
Schade, jammerſchade um das alte Geſchlecht!“ „Mon Dieu, iſt es ſo alt?“ ſagte der Marquis.
„Ma foi, ſie ſind ſchon unter Kaiſer Otto dem Großen nach
Deutſchland gekommen,“ ſagte der Kammerherr. I. 47.
Der Ilüchtling. Eine Erzählung von Gottfried Flammberg. (Fortſetzung.)
ich mich nicht ganz irre, ſo war es im Sommer, ich glaube— nein, Bandelocken ſeines Uhrgehängs.„Schade nur,“ ſagte er,„daß dies
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„Eh bien, ſie ſtammen alſo aus fremden Landen, wie wir?“ fragte der Marquis.
„Aus Schweden,“ verſetzte Lenk.„Und nun ſollte ſo ein illu— ſtres Haus ausſterben! Und was dann? Dann wird Bamberg An⸗ ſprüche an die Güter erheben, und der Kaiſer die Oberlehnsherrlichkeit in Anſpruch nehmen, und iſt nicht abzuſehen, wohin das führen wird. Parole d'honneur, es liegt hoher fürſtlicher Durchlaucht ſehr am Her⸗ zen, daß das Geſchlecht erhalten bleibe. Es iſt in hochfürſtlichem Auftrage an den Major Wilhelm geſchrieben worden, qu'il demande son congé sans hésiter, und an Se. fürſtliche Hoheit, den Mark⸗ grafen von Baden, qu'il ne le lui refuse pas. Aber das iſt dann immer erſt un seul, und muß ſich erſt vermählen, und wer kann dann mit Sicherheit ſagen, ob er postérité bekommen wird! Der Baron Jakob auf Eſchenthal hatte freilich auch einen Sohn; aber der iſt auf und davongegangen.“
„Et pourquoi cela?“ fragte der Marquis.
„Er hat, wie man mir ſagt, das Unglück gehabt, in einem Ehren⸗ handel einen Junker Hundſtein zu tödten. Er war noch ein junger unerfahrener Menſch, ſein Vater war gerade abweſend; ſo iſt er denn in ſeiner Herzensangſt davon gegangen, niemand konnte erfahren, wohin.“
„Und wann iſt das geſchehen?“ fragte Frau von Lenk.
„Im Jahre 84,“ erwiederte ihr Gemahl.
„Im Jahre unſerer Flucht!“ rief ſie, und in demſelben Augen⸗ blicke fragte der Marquis:„Und in welchem Monat?“
„Das weiß ich nicht,“ ſagte Lenk;„doch,“ fügte er hinzu,„wenn
jetzt erinnere ich mich beſtimmt, es war in den erſten Tagen des Auguſt. Ich hab' es aus des Baron Hundſtein eignem Munde.“ „Dann war der junge Herr alſo nicht aus Schwaben,“ ſagte der Marquis, ſtand auf und griff nach Hut und Stock. „Wo wollen Sie hin, Herr Papa?“ rief Lenk verwundert; „Sie bleiben doch zum Souper?“. „Jaurai le plaisir de souper avec vous,“ ſagte der Marquis


