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Herzogs von Biron und trägt die Unterſchrift Sullys. Dann er⸗ ſcheint ein Manuſcript vom Jahre 1617, dann eins von 1643. Beide enthalten Bemerkungen über Ludwig XIII. Von hier aus ſpringen die Daten gleich bis zum Jahre 1660 über. Was alſo aus früheren Zeiten von den Erlebniſſen der Gefangenen berichtet wird, ſtützt ſich nicht auf actenmäßige Grundlagen und mag verſchie⸗ den beurtheilt werden. Ausnahmen hiervon ſind die beiden bereits erwähnten Prozeſſe, über welche noch aus dem 15. Jahrhundert Acten⸗ ſtücke vorhanden ſind.
Nur einzelne Fälle wollen wir aus den Acten hervorheben. Zu⸗ nächſt ſtoßen wir dann auf die Arretirungsordre des Intendanten Nicolas Fouquet, ausgeſtellt am 5. September 1661, für den Capi⸗ tän des Mousquetärs Herrn von Artagnan. Fouquet wurde zu Nan⸗ tes verhaftet und am 18. Juni 1663 in die Baſtille abgeliefert. Die Ordres ſind von Ludwig XIV unterſchrieben und von Le Tellier ge⸗ gengezeichnet. Was hatte Fouquet verbrochen? Die Anklage behaup⸗ tete, der Intendant habe ſich der Unterſchlagung königlicher Gelder ſchuldig gemacht. Man fand ein Deficit von 40 Millionen Franken. Fouquet wies den Verbleib der Gelder nach, mit Ausnahme von 7 Millionen; man behauptet: die Königin Mutter habe ſie von ihm geliehen und die Schuld geleugnet. Aber Fouquet ſiel nicht deshalb; was waren für Ludwig XIV einige Millionen mehr oder weniger? Fouquet fiel als ein Opfer der Eitelkeit des Königs. Bei der Ver⸗ ſieglung der Papiere hatte man in dem Schloſſe Vaux, dem Intendan⸗ ten gehörig, ein eiſernes Käſtchen gefunden, welches Briefſchaften ent⸗ hielt, aus denen hervorging, daß Ludwig die Gunſt einer Geliebten mit dem Oberintendanten Fouquet getheilt hatte. Das brach den Stab über Fouquet. Er endete in ſtrenger Gefangenſchaft auf der Citadelle von Pignerol, woſelbſt er geiſtliche Gedichte verfaßte und nach einem Leben voll Schwelgerei, die„Anleitungen ſich mit Gott zu unterhalten“ ſchrieb. In der Baſtille bewohnte Fouquet ein Zimmer des Thurmes de la Chapelle.
Unterm 2. September 1669 finden wir ein Urtheil zur Einker⸗ kerung einer Frau Helena de Latours oder la Tourra, geboren zu Florenz, angeklagt, gegen den König conſpirirt zu haben. Bei den Acten liegt ein Brief, welcher ſo lautet:
„Mein liebes Kind!
So eben verkündet man mir mein Todesurtheil. Ich fürchte den Tod nicht, wohl aber ſchrecke ich vor dem Gedanken zuſammen: Du Geliebte könnteſt durch die traurige Nachricht ſo heftig erſchüttert wer⸗
den, daß auch Dein theures Leben in Gefahr geriethe. Gottes Hand
liegt ſchwer auf mir, nicht deshalb, weil ſie meinem Todesengel winkt, ſondern weil ſie mich von Dir trennt. Ich habe kein anderes Wort mehr als: Lebewohl! Könnte ich doch meine Lippen auf die Deinigen drücken! Küſſe dieſe Zeilen und Du wirſt die Hand küſſen, welche ſie ſchrieb und das Herz, welches für Dich ſchlug. Lebewohl für ewig. Aus meinem Kerker, Freitag den 7. September 1669.“ Die Unterſchrift fehlt. Da keine Bemerkungen über den Ver⸗ leib der Gefangenen eingetragen ſind, ſo liegt die Vermuthung nahe, daß hier das Actenſtück eines jener geheimnißvollen Morde aufbewahrt wird, deren mehrere innerhalb der Baſtille ſtattfanden. Einer der wichtigſten Abſchnitte in den Acten der Baſtille iſt die Haft Louis de Rohans, Oberjägermeiſters von Frankreich. Rohan ward am 11. September 1674 in die Baſtille geworfen. Er hatte, ſo ſagen die Acten, eine Verſchwörung mit den Holländern angezettelt, um ihnen Quilleboeuf und andere Plätze in die Hände zu ſpielen. Nach der Schlacht bei Senef erbeutete man den Wagen des Grafen v. Monteray, Gouverneur der ſpaniſchen Niederlande; in dem Kaſten der Equipage fanden ſich die compromittirenden Papiere und der Graf Briſſac verhaftete Rohan während der Meſſe in Verſailles. Einer ſeiner Mitſchuldigen, Hatreaumont, ward bei der Verhaftung getödtet, ein Umſtand, der dem Oberjägermeiſter ſehr zu Statten kam. Um ihn jedoch zum Selbſtgeſtändniſſe zu bringen, ward er auf das grau⸗ ſamſte in der Baſtille behandelt und ihm endlich beſſeres Gefängniß ſowie Gnade verſprochen, wenn er geſtehen wolle. Der Unglückliche ging in die Falle und ward nach abgelegtem Geſtändniſſe zum Tode verurtheilt. Bemerkenswerth iſt der Umſtand, daß die Wachen in der Galerie des Rondes ſowohl, als die außerhalb Befindlichen, während des Prozeſſes Rohan, häufig in der Nacht Leute gewahrten, die ſich mit ungeheuren Sprachröhren verſehen hatten. Sie näherten ſich, ſo weit ſie konnten der Baſtille und riefen zu den Thürmen hinauf:
„Hatreaumont iſt todt und hat nichts geſtanden.“ Allein Rohan hörte die Stimmen nicht. Am 27. November 1674 ward er aus dem tour de la Bazinière in den Garten des Arſenals geführt und in aller Stille enthauptet.
Eine der abſcheulichſten Gewaltthaten berichten die Acten über Catharina Peliſſier. Sie wurde den 7. März 1685 in die Baſtille geſetzt, weil ſie gehört haben wollte,„daß drei vornehme Cavaliere gegen den König conſpirirt hätten.“ Ohne Verhör ward die Unglück⸗ liche, eine Dienſtmagd, durch einen lettre de cachet verhaftet und in die Baſtille geworfen. Der Bericht iſt kaum eine Folioſeite lang. Urtheil und Anklage fallen gleich zuſammen; der Tag des Austrittes ſteht nicht verzeichnet, obwohl das Actenſtück ſonſt ganz erhalten iſt. Es iſt jedenfalls eins der beklagenswerthen Opfer, deren Daſein voll⸗ ſtändig vergeſſen wurde und das, in der Baſtille von Cachot zu Cachot geſchleppt,— dort endlich umkam.
Das Jahr 1690 brachte der Baſtille den merkwürdigſten Ge⸗ fangenen zu, der wohl jemals in ihren Mauern geſeufzt hat. Dieſer Mann, bekannt unter dem Namen:„der Mann mit der eiſernen Maske“ hat auch eine vollſtändige Literatur hervorgerufen. Es ſcheint zuweilen, wenn man die verſchiedenen Beweisführungen lieſt, als hätten die Verfaſſer weit mehr ihren Scharfſinn in der Behaup⸗ tung zeigen, als die Perſönlichkeit der Maske feſtſtellen wollen. Alle Beweiſe, nach denen es Beaufort, Vermaudois, Monmouth, ein Sohn Buckinghams und Annas von Oeſtreich geweſen ſein ſollte, eine ſpäter vorgebrachte Beweisführung, die den Intendanten Fouquet unter der Maske ſtecken ließ— haben ſich als unſtichhaltig erwieſen. Delort, Ja⸗ cob, Taulés, der Graf Heß, Roux Fazillac ꝛc., die eifrigſten Forſcher haben ihre Kräfte an dieſes Räthſels Löſung erſchöpft. Faktiſch iſt eben nur ſolgendes: Im Jahre 1745 tauchten zuerſt Gerüchte von dem einſtigen Vorhandenſein eines maskirten Gefangenen auf. Demzu⸗ folge erſchien 1745 in Amſterdam ein Duodezbüchlein, betitelt:„Ge⸗ heime Denkwürdigkeiten zur Geſchichte von Perſien.“ Der holländiſche Buchhändlerverein hatte es herausgegeben. Hierin war die Geſchichte des maskirten Gefangenen unter lauter erdichteten Namen erzählt. Man fand bald heraus, daß der Verfaſſer ihn als einen Sohn Lud⸗ wigs XIV und der La Valliére hinſtellte. Dieſes Buch bildete die Grundlage zu allen ſpäteren Erzählungen über den Mann mit der Maske. Die Vermuthungen zogen ſo umher, bis Voltaire in ſeiner Geſchichte des Jahrhunderts Ludwigs XIV, die er unter dem Namen Francheville in Berlin ſchrieb, die Maskenangelegenheit ausführlicher behandelte. Die von Voltaire gebrachten Einzelnheiten mußten demſel⸗ ben aus lauteren Quellen zugefloſſen ſein, denn ſie ſtimmten allerdings mit den ſpäter gemachten Entdeckungen überein und wurden nicht wider⸗ legt. Hiernach ward der Gefangene unter Bewachung des Herrn von St. Mars, kurz nach Mazarins Tode von den Margarethen⸗Inſeln und Pignerol kommend in die Baſtille gebracht, deren Commandant St. Mars war. Auf St. Marguerite beſuchte ihn der Miniſter Lou⸗ vois und ſprach ſtehend und gebeugten Hauptes vor ihm. Der Gefan⸗ gene trug die herrlichſte Wäſche, die ſchönſten Kleider, ſpielte Guitarre, war ſchlank und hochgewachſen und ſprach das Franzöſiſche mit italie⸗ niſchem Accent. Dieſen Einzelnheiten fügte St. Foix noch andre hinzu: „Blainvilliers, ein Neffe des St. Mars, hatte öfter Gelegenheit den Gefangenen zu ſehen. Dieſer trug ſtets eine ſchwarze Sammetmaske mit eiſernen Federn an den Kiefern und hinten mit einem Schloſſe verſehen. Er hatte ſehr ſchöne Hände. Obwohl er im kräftigſten Mannesalter ſtand, ſtahlen ſich unter der Maske weiße Haare hervor. Als St. Mars nach Paris reiſte, führte er den Gefangenen in einer Sänfte mit ſich. In der dritten Nacht kam der Zug auf dem Gute des Herrn von St. Mars, Palteau an. Hier begrüßten die Bauern ihren Guts⸗ herrn und ſahen ihn in Geſellſchaft eines maskirten Herrn ſpeiſen. St. Mars ſaß ihm gegenüber und hatte neben ſeinem Teller zwei geſpannte, ſcharf geladene Piſtolen liegen. Nachts ſchlief St. Mars neben dem Gefangenen. Als er in der Baſtille ankam, umgab er ſich mit ganz vertrauten Leuten. Der Major von Roſarges, der Schlie⸗ ßer Rü und ein Verwandter des Gouverneurs, Wilhelm von For⸗ manoir, waren die nächſten Mitwiſſer jenes großen Staatsgeheimniſſes. Der Gefangene ſtarb im Jahre 1703. Die fürſtliche Bedienung, die Maske, die Abſperrung von aller Welt und endlich das tiefe Schweigen, welches ſelbſt die Fürſten Frankreichs beobachteten, ſind alſo die Facta. Wenig fehlte und man hätte die Maske für eine Sage oder müßige Erfindung erklärt, denn es war allerdings auffallend, daß ein Geheimniß ſo vorſichtig bewahrt und gehütet worden ſei. Der
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