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dieſer Arbeit beſchäftigt war, wurde Herr von Eſchenthal aus dem düſtern Einerlei ſeines vereinſamten Landlebens plötzlich in die ge⸗ räuſchvolle Umgebung des markgräflichen Hofes zu B. gerufen, um einen Wechſel ſeiner Verhältniſſe zu erleben, der ihm zwölf Jahre früher große Freude gemacht haben würde, während er dem kinder⸗ loſen alternden Manne nur einen Seufzer bitterer Wehmuth entlockte. Das Geſchlecht, dem Herr von Eſchenthal— wie wir ihn mit Abſicht,
unter Verſchweigung ſeines wirklichen Namens, genannt haben—
angehörte, war damals, wie heute wieder, ein weitverzweigtes; es theilte ſich in zwei Hauptlinien und dieſe wieder in verſchiedene Neben⸗ linien. Der Vater Karls war dem jüngſten Zweige der jüngeren Hauptlinie entſproſſen und beſaß bisher nichts als den Edelhof Eſchen⸗ thal ſammt Lindelberg und einigen umliegenden Höfen, Grundſtücken und Waldungen. Seine zwei Geſchlechtsvettern aus der jüngeren Hauptlinie hatten unter dem Herzog von Lothringen den rheiniſch⸗ flandriſchen Feldzug gegen Frankreich mitgemacht; der eine derſelben, Albrecht, war aus der Schlacht bei Fleurus mit ſchweren Wunden heimgekehrt und führte ſeitdem ein ſieches Leben; der andere, Guſtav, diente noch; jetzt unter Markgraf Ludwig von Baden. Beide waren noch junge Männer und zur Zeit noch unvermählt. Die ältere Hauptlinie war auf zwei Familien zuſammengeſchmolzen. Die Väter beider Familien waren betagte Männer, Moriz von E. war kinder⸗ los, Konrad hatte ſeinen einzigen Sohn verloren, doch hatte deſſen
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Wittwe vier Wochen nach ſeinem Tode einen Knaben geboren, auf welchem mithin die ganze Hoffnung der älteren Linie ſtand. Da wurde an einem Tage Moriz vom Schlage gerührt und Konrads Enkel durch die Blattern weggerafft.
Das war die Nachricht, welche Karls Vater zu einer Reiſe nach Br. nöthigte. Da nämlich mit Konrad die ältere Linie völlig erloſch, ſo veranlaßte dieſer ſelbſt einen Geſchlechtstag, um für den Fall ſeines Ablebens(Moriz lag bereits in den letzten Zügen) eine neue Erbtheilung feſtzuſetzen, und für dieſelbe die Beſtätigung des Mark⸗ grafen als Lehnsherrn zu erhalten. Die ausgedehnten Beſitzungen der älteren Linie wurden unter die noch vorhandenen Zweige der jüngeren getheilt, und Karls Vater wurde aus einem beſcheidenen Landedelmann einer der reichſten Barone des Landes. Aber mit ſchweren Sorgen blickten die ſämmtlichen Glieder des Geſchlechtstages in die Zukunft; weder der nun bald ſechzigjährige Vater Karls dachte daran, ſich neu zu vermählen, noch durfte ſein bei Fleurus verwun⸗ deter Vetter mit ſeiner ſiechen Lunge und ſeinem gelähmten Arm an eine Vermählung denken; die ganze Hoffnung ſtand alſo auf dem Major, der unter Ludwig von Baden diente. An ihn wurden ſogleich Briefe geſandt mit der dringenden Bitte, daß er ſein Leben nicht länger dem Spiel der Schlachten ausſetzen, ſondern ſeinen Abſchied nehmen und einen eigenen Herd begründen möge.
(Fortſetzung folgt.)
Zwei Tage aus einem thränenreichen Leben auf dem Throne.
(Mit Abbildung.)
„Uneasy lies the head that wears a crown.“ King Henry IV.
Im Schatten des hohen Gürtels halbkreisförmiger Felſen, der Salisbury Crags, die zur Seite und über das altersgraue Gebäude gleich rieſigen Zinnen emporſteigen, ſteht der Palaſt von Holyrood. Von dem rauhen Pfade, der ſich um den Fuß dieſer Felſen windet und den Rand des jähen Abhangs bezeichnet, der ſich in das ſüd⸗ öſtliche Thal der City von Edinburg herabſenkt, habe ich gar oft die aufgehende und die niedergehende Sonne mit Entzücken betrachtet. Wenn ich dann aber auf den dunklen Königsbau blickte, in dem einſt auch eine Sonne aufging, die ſpäter ſo blutig untergehen mußte, konnte ich nur mit Wehmuth des Lebens gedenken, das des großen Dichters Wort:„Schwer ruht das Haupt, das eine Krone drückt“, in ſeltener Weiſe beſtätigt.
Der Palaſt von Holyrood iſt ein viereckiger, etwas ſchwerfälli⸗ ger Bau mit einem geräumigen Hofe in ſeiner Mitte. Die Haupt⸗ fronte liegt nach Weſten; an beiden Seiten ragen maſſive viereckige Thürme, vier Stockwerke hoch, empor, deren Ecken durch je drei kreis⸗ förmige Thürmchen abgerundet ſind. In der Mitte dieſer Fronte iſt das große Eingangsthor, das aus vier doriſchen Säulen beſteht, über denen das Königswappen von Schottland prangt— es wird von einem achteckigen Thurme überragt, der in einer Kaiſerkrone gipfelt.
Durch dieſes Thor bewegte ſich am neunzehnten Auguſt 1561 eine kleine Cavalcade. An ihrer Spitze ritt eine junge, ſchöne, in dunkles Trauergewand gehüllte Frau, in deren Gefolge mehrere hohe, edle Figuren ſich zeigten. Es war die neunzehnjährige Wittwe, Queen Mary, begleitet von ihrem Onkel, dem Marquis d' Elboeuf, dem Seigneur de Damville, und andern franzöſiſchen Edelleuten und einigen ſchottiſchen Großen, dem Earl von Argyll, Lord Erskine u. a., die ſie von Leith, wo ſie in der Morgenfrühe gelandet war, hierher geleitet hatten.
Eine Reihe bewegter Lebensjahre war dieſem Einzuge in das Schloß ihrer Väter vorhergegangen. Am achten Dezember 1542 geboren, war Maria Stuart bereits nach ſechs Tagen eine Waiſe. Neun Monate alt wurde ſie in Stirling als Thronerbin von Schott⸗ land geſalbt. Während der ganzen Ceremonie vergoß ſie Thränen. Ahnte ſie, welch ein thränenreiches Leben ihrer harrte?
Im Schloſſe von Stirling und beſonders im Kloſter von Inch⸗ Mahome, inmitten des Monteithſees verlebte ſie ihre Kindheit. Eine einfache und ziemlich rauhe Erziehung kräftigte dort ihre Ge⸗ ſundheit und entwickelte in ihr eine ſeltene Energie. Mit der Sonne aus dem Bett und kaum angelleidet, lief ſie fröhlich auf den ſteinigten Pfaden, in der Heide und auf den Felſen der Berge umher. Ins Schloß zurückgeholt, nahm ſie ſehr zerſtreut ein Paar franzöſiſche
und engliſche Stunden, trieb dann etwas Muſik und tanzte mit einer unbezähmbaren Glut; auch ſang ſie gern die alten Balladen und Legenden ihres Vaterlandes. Schon damals war ſie ein reizendes Weſen und beſaß jene Gabe der Verführung, die ihr angeboren ſchien; ſchon damals wurde ſie von ihren Erziehern, von ihren Beamten, Die⸗ nerinnen ec., von allen, die ſich auf ihrem Wege befanden, ſeien es Bür⸗ ger oder Edelleute, Händler, Fiſcher oder Jäger, förmlich angebetet.
Sechs Jahre alt, wurde ſie aus dieſer friedlichen Stätte her⸗ ausgenommen und an den franzöſiſchen Hof geſchickt, wo ſie mit ihrem künftigen Gemahl, einem fünfjährigen Knaben erzogen werden ſollte. An dem glänzenden Hofe der Valois verlebte Maria ihre Tage wie ein ununterbrochenes Feſt und gewöhnte ſich, allen ihren Launen ohne Beſchränkung zu folgen. Auch hier lag ihr alles zu Füßen.„Unſere kleine ſchottiſche Königin,“ ſagte Catharina von Medicis,„braucht nur zu lächeln und alle franzöſiſchen Köpfe folgen ihr.“ Sie berauſchte ſich in Bällen, Schauſpielen und Concerten; ſie jagte, lag den Künſten ob und trieb alle Wiſſenſchaften mit großem Erfolge. Sie lernte griechiſch, lateiniſch, ſpaniſch, italieniſch und franzöſiſch und deklamirte eines Tages vor Heinrich II, vom Hofe laut beklatſcht, eine lateiniſche Rede über die Befähigung der Frauen für die Wiſſenſchaften.
Am 24. April 1558, in demſelben Jahre, als Eliſabeth den Thron von England beſtieg, wurde die junge Schottin, kaum ſechs⸗ zehnjährig, mit Franz II vermählt; ein Jahr darauf war ſie Köni⸗ gin von Frankreich; am fünften Dezember 1560 war ſie eine Wittwe. Bald darauf mußte ſie ihr geliebtes Frankreich verlaſſen, dem ſie ein wehmüthiges Lebewohl, die bekannten Worte:„Adieu France, adieu mes beaux jours etc.“ zurief.
Achtungsvoll, aber nicht ohne Mißtrauen war der Empfang Marias in der ſchönen Hauptſtadt ihres Reiches. Ein Jahr zuvor hatte Schottland feierlichſt den Katholicismus abgeſchworen und ein Parlamentsakt hatte die neue Kirche nach den Grundſätzen des ſtreng⸗ ſten Calvinismus organiſirt. Wie mochte es der an Frankreichs leichte Weiſen gewöhnten Fürſtin zu Muthe ſein, als ihr nun in der erſten Nacht auf heimatlichem Boden Serenaden gebracht wurden, die aus Pſalmgeſängen beſtanden! Erweckte das ernſtere Gedanken in ihrer Seele, ſo waren dieſelben jedenfalls nicht ſehr nachhaltig. Es war bald unzweifelhaft, daß ſie die leichtfertigen Sitten und die tolle Verſchwendung des franzöſiſchen Hofes nach Holyrood verpflan⸗ zen wollte. Mit Hintanſetzung der ſchottiſchen Großen, erhob ſie den italieniſchen Sänger, David Riccio zu den höchſten Ehren⸗ poſten und beſchloß, ihre Hand einem katholiſchen Edelmanne, ihrem Vetter Darnley, einem jungen, rohen und herzloſen Mann, der immer nur mit ſeinem Putz beſchäftigt war, zu reichen. Dieſe ſo
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