Jahrgang 
1865
Seite
669
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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.

Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen

Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.

1865.

Ausgegeben im Auguſt 1865. Der Jahrgung läuft vom Oxctober 18633 bis dahin 1865.

und Poſtämter vierteljährlich für 15 Sgr. zu beziehen.

Nℳo 46.

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Der Jlüchtling. Eine Erzählung von Gottfried Flammberg. (Fortſetzung.)

Kannſt Du Dich erinnern, ihn je geſehen zu haben? ſprach der Reiter auf franzöſiſch zu dem Pagen.Nie, mein Vater! ant⸗ wortete dieſer.Er hat ſo erſtaunten Blickes Dich fixirt, ſo unver⸗ wandt ſinnend Dich angeblickt, fuhr der Marquis fort,daß ich kaum zweifle, Dein Geſicht ſei ihm bekannt vorgekommen. Wie wenn es einer der Spione wäre, die uns unglücklichen Flüchtlingen auflauern, um den Preis zu gewinnen, der auf die Einfangung eines jeden Hugenotten geſetzt iſt! O meine Tochter, wenn er unter der Hülle Deiner Verkleidung Dich wiedererkannt hätte! Und wiederum blickte der Marquis de Perilles rückwärts, ſah aber mit Befriedigung, daß der Fremdling, der bei ſolcher Hitze nicht länger gleichen Schritt mit dem Pferde halten konnte, ein beträchtliches Stück zurückgeblieben war.

Ich ſollte faſt eher glauben, ſagte die Tochter,daß er ſelber ein Flüchtling ſei, wie wir. Seine Kleidung iſt aus Beſtandtheilen zu⸗ ſammengeſetzt, die nicht zu einander paſſen.Dann hätte er ſich ſeine Garderobe auf ſehr unvorſichtige Weiſe gewählt, bemerkte der Vater.Entweder mußte er ſich vollſtändig als Cavalier kleiden, oder auch die Schlitzhoſen ablegen. Mir kommt er vor wie ein gefähr⸗ licher Abenteurer und wir wollen machen, daß er uns gänzlich aus dem Geſichte verliert. 8

Karl verlor ſie wirklich gänzlich aus dem Geſicht und war förmlich niedergeſchlagen darüber. Der Page hatte ihn bezaubert; er fühlte ſein ganzes Herz zu ihm hingezogen, er kam auf den Gedan⸗ ken, daß das ein Freund für ihn wäre; hatte er doch von Kindheit auf nie einen eigentlichen Freund des Namens werth gehabt! Aber dieſer herrliche Jüngling, gewiß der war des Freundes⸗ namens werth; denn aus all ſeinen Bewegungen, Mienen und Blicken leuchtete ja innerer Adel! Wie wenn der vornehme Herr und ein ſehr vornehmer Herr war es ja offenbar als zweiten Diener ihn ſelber annehmen würde! Er malte ſich's aus, wie er dann mit dem Pagen in Einem Hauſe leben, Freundſchaſt, treue Freundſchaft mit ihm ſchließen, recht wie ein Bruder ihn lieben würde. Aber leider, ihre Spur war verloren. Weit, weit waren ſie voraus; und wo ritten ſie hin? Wo, rechts oder links vom Wege ab, mochte das Herrenſchloß liegen, das dieſem Cavalier gehörte?

Die Sonne ſank; kühle Abendlüfte wehten. Muntern Schrit⸗ tes ging Karl vorwärts; es war dunkler Abend, als das Städt⸗ chen Brumat vor ihm lag. Er wollte, wie gewöhnlich, im Freien übernachten; aber kein Buſch, kein Strauch war zu ſehen, der ihm ein Obdach geboten hätte; nichts als Gemüſefelder um ihn her. Viel⸗ leicht war jenſeits des Städtchens eher ein Zufluchtsort für die Nacht zu entdecken. Er ſchritt alſo zum Thore hinein, um auf der andern Seite wieder hinauszugehen. Allein er war noch keine zweihundert Schritte in die Stadt hineingegangen, als er hinter dem beleuchteten Fenſter eines Gaſthauſes den Kopf des Cavaliers bemerkte.Hier gilt's einen raſchen Entſchluß, ſagte er zu ſich ſelbſt;nimmt er mich als ſeinen Diener an, ſo iſt mir geholfen, und meine Irrfahrt am Ende. t

Er trat in den Flur des Gaſthofs. Aber wie ſollte er nach dem Herrn fragen, deſſen Namen er nicht kannte? Das Glück war ihm günſtiger, als er zu hoffen gewagt. Während er noch, in einen dunkeln Winkel gedrückt, auf Mittel und Wege ſann, zu ſeinem Ziele zu kommen, öffnete ſich die Thür; der Marquis trat heraus, rief den Hausknecht herbei, und richtete an ihn die Frage, ob er ihm nicht einen rat-de-cave verſchaffen könnte. Der Knecht, ein ehr⸗ licher Elſäſſer, kannte dieſen Ausdruck nicht, der Marquis konnte ſich ſeinerſeits auf das deutſche WortWachsſtock ebenſo wenig be⸗ ſinnen, und quälte ſich nun ab, in ſehr mangelhaftem Deutſch dem Menſchen begreiflich zu machen, er ſolle gehen in eine boutique, und ihm gauffen für Gäld eine lange dünne chandelle von Wachs, ſwei, drei, vier Ehle lang, aper gewunden ſu eine petite corbeille.Daß Dich's Mäusle beiß: was daas für e Ding iſch, mag der Henker wiſſe, brummte der Hausknecht vor ſich hin, aber Karl trat nun vor und ſagte:Der Herr wünſcht, Sie ſollen ihm in einem Laden einen Wachsſtock kaufen.Eh bien, freilick, eine Waagsdogg! ſagte der Marquis, ohne den im Dunkeln ſtehenden Karl weiter zu beachten; dieſer aber trat nunmehr vor und richtete an den Cavalier die Frage: Wollten Ew. Gnaden mich nicht zum zweiten Diener annehmen? Ich würde Ihnen gern als Dolmetſcher dienen bei dieſen Leuten, die wenig franzöſiſch verſtehen und einen unverſtändlichen deutſchen Dia⸗