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lich befinden ſich die Badegäſte in einer höchſt ungemüthlichen Un⸗ ruhe und wandern wie„ewige Juden“ raſtlos von einem Punkte des Schiffes zum andern.
Willſt Du, lieber Leſer, den Grund dieſes Gegenſatzes wiſſen? Es iſt heute Sonnabend und das iſt für Jedermann an Bord, mit Ausnahme des erſten Officiers und des Bootsmanns, ein Schreckens⸗ tag, namentlich aber, wenn die See ruhig und das Wetter ſchön iſt, wie heute. Die an Bord von Kriegsſchiffen herrſchende Reinlichkeit i*ſt bekannt; ſie iſt ſo ſerupulös, daß das Auge des Landbewohners vergeblich nach einem Schmutzflecken oder auch nur nach einem Staub⸗ häufchen ſucht, aber dafür ſieht das Auge eines erſten Officiers deſto mehr und weil zweihundert Menſchen(eine Wache) nicht ausreichen zu ſechs verſchiedenen Malen in der Woche, d. h. jeden Morgen vier Stunden lang, jene imaginären Flecken und Fleckchen fortzuſcheuern, zu waſchen, zu ſchaben und zu putzen, ſo wird auch noch der ſiebente Tag, der Sonnabend, zu Hilfe genommen.
Sonſt hat die um vier Uhr aufkommende Wache doch noch ein Stündchen Zeit, ehe der ſtereotype Befehl„Deckwaſchen“ vom Hin⸗ terdeck erſchallt. Man druſelt noch ein bischen ein, träumt von der Heimat oder raucht heimlich ein Pfeifchen, der wachhabende Officier trinkt eine erwärmende Taſſe Kaffee und der Kadett des Vorderdecks ſchlummert ungeſehen und ungeſtört ein Weilchen in einer geſchützten Ecke des Bugs, aber heute am Sonnabend iſt das alles vorbei.
Da verwandelt ſich das ſanfte„Deckwaſchen“ in das barſche „Deckſcheuern,“ da erſcheinen erſter Officier und Bootsmann ſchon um 4 Uhr geſtiefelt und geſpornt an Deck und verkümmern einem jeden die Annehmlichkeiten der erſten Dämmerſtunde. Es gibt weder Träumen, noch Pfeife, noch Kaffee; bei Laternenſchein geht die Ge⸗ ſchichte ſchon los und zehn Minuten nach vier liegen zweihundert Menſchen auf den Knien und ſcheuern mit Sand und großen vier⸗ eckigen Steinen die verſchiedenen Decke. Anfangs geht alles ziem⸗ lich ſchläfrig und im Schatten der Kanonen werden einige Kernflüche und Verwünſchungen hörbar: die energiſchen Ermahnungen des Bootsmanns, die ſich in ſteigender Progreſſion nach unten fortpflan⸗ zen, bringen jedoch bald Leben in die Arbeit. Die Arme der ſcheuern⸗ den Matroſen fallen allmälig in Takt, ein luſtiger Burſche intonirt und bald bewegen ſich die Steine mit Gleichmäßigkeit nach den Tönen des berühmten Scheuerliedes, deſſen jede Strophe mit dem Refrain ſchließt:
„Nur Muth gefaßt, bald geht's an's Land, Dann fort zum Teufel mit Steinen und Sand.“
Unter dem Batteriedeck befinden ſich die Kammern der Ofſcciere. Es gehört ſchon etwas dazu, durch das Knirſchen von hundert Stei⸗ nen unmittelbar über ſeinem Kopfe nicht zu erwachen und man muß lange das Seeleben gewohnt ſein, um ruhig dabei weiterzuſchlafen. Es iſt deshalb nicht zu verwundern, wenn auch Dr. Salomo, der noch kaum die Seekrankheit verwunden, aus ſeinem Schlummer da⸗ durch aufgeſchreckt wird. In Unruh, was das donnernde Geräuſch bedeutet, ſchraubt er das über ſeinem Bette befindliche Deckglas aus, um beſſer zu hören, was über ihm vorgeht. Armer Doctor! Vogel führt in der Batterie beim Scheuern die Aufſicht; er ſieht das Auf⸗ drehen des Glaſes und hat nichts Eiligeres zu thun, als drei Eimer Waſſer an die Stelle beordern zu laſſen. In dem Augenblicke, als das Glas ausgeſchraubt iſt, ſtrömt der ſalzige Inhalt der ausgegoſſe⸗ nen Eimer durch das Loch über den Körper und in das Bett des un⸗ glücklichen Lauſchers. Ein dumpfer Schrei des Entſetzens tönt von unten herauf, die Officierkammern öffnen ſich eiligſt, ſchließen ſich aber ebenſo ſchnell wieder unter dem Lachen ihrer Inhaber, als ſie den triefenden und vor Froſt klappernden Doctor in der Meſſe ſehen und Vogels Stimme durch die Oeffnung des Glaſes herunterſchallt: „Herr Doctor, machen Sie gefälligſt Ihr Glas zu, hier oben wird Deck geſcheuert!“ Der Aermſte! Nicht allein naß und eiſig, ſon⸗ dern obendrein noch ausgelacht!—
Das durch dieſes Intermezzo unterbrochene Kuirſchen der Steine beginnt von neuem; nach dem Frühſtück betheiligen ſich auch die 200 Mann der andern Wache und nicht der entfernteſte Winkel des ganzen Schiffes wird verſchont. Ueberall Waſſer, Sand, Seife, Soda, Beſen, Bürſten, Schwabbern und Lappen! Der Reinigungs⸗ teufel iſt in die ganze Geſellſchaft gefahren, der„Seeſtern“ ſchwimmt oben und unten in Waſſer, nirgends ein trockner Fleck, auf dem ein Lackſtiefel ungefährdet ausruhen könnte. Unbehaglichkeit in höchſter Potenz— Dein Name iſt:„Ein Sonnabend an Bord!“
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Endlich gegen zehn Uhr, nach ſechsſtündiger Arbeit von 800 Händen, iſt das Scheuern und Waſchen beendet. Die Decke ſind auf⸗ getrocknet und um 11 ½ Uhr hat auch das Putzen und Schaben auf⸗ gehört. Die Badegäſte ſchöpfen wieder Luft und Dr. Salomo, der ſich von den Schrecken ſeines eiſigen Bades erholt, erfreut ſich mit ſeinen Gefährten der endlichen Ruhe und des ſchönen Wetters an Deck, des Anblickes der fremden Küſte und der hunderte von Schiffen, die das Fahrwaſſer beleben, und gibt ſeinen Empfindungen in bered⸗ ten Worten Ausdruck.
Auch der erſte Officier freut ſich, wenngleich über andere Sachen. Sein alter„Seeſtern“ hat auf einmal ſeine Schrelligkeit wiedergewonnen und läßt alle Mitſegler hinter ſich. Aber auch das Ausſehen ſeines Schiffes macht ihm Freude. Nachdem er ſeit vier Uhr unabläſſig auf den Füßen geweſen, in ſämmtlichen Ecken und Winkeln umhergekrochen, unzählige Male die verſchiedenen Treppen auf⸗ und abgeſtiegen iſt und durch das häufige Auffinden unſichtbarer Schmutzflecke Officiere, Kadetten und Unterofficiere in die gehörige Sonnabendverzweiflung gebracht hat, befindet ſich die Fregatte gegen Mittag endlich in beſter Ordnung. Seit der Indienſtſtellung ſieht ſie heute ſeiner Meinung nach zum erſten Male„kriegsſchiffsmäßig“ aus und mit Wohlgefallen ruht ſein Auge auf dem ſchmucken Fahr⸗ zeuge, für das er allein trachtet und lebt. Schmunzelnd läßt er ſeine Blicke über die ſchlanke Bemaſtung ſchweifen, deren Stengen auf der Morgenwache blank geſchrapt und geölt ſind— da zieht plötzlich eine Wolke über ſeine Stirn.
„Bootsmann!“ ruft er und beginnt mit beſchleunigten Schrit⸗ ten das Hinterdeck zu meſſen. 1
Der Bootsmann kommt eilig, legt ſein Geſicht in die betreffen⸗ den Falten und fragt nach ſeinem Befehle.
„Weshalb iſt die Großoberbramſtenge nicht geſchmiert?“ lautet die von einem Stirnrunzeln begleitete Frage
Der Angeredete ſieht nach oben und bemerkt gleichfalls das ſchreckliche Verſehen, das den Zorn des erſten Officiers heraufbe⸗ ſchworen hat.
„Ich habe Heinrich Tiedemann dazu hinaufgeſchickt,“ erwiderte er entſchuldigend,„bin aber durch das Ausbringen des neuen Klüver⸗ baums abgehalten wieder danach zu ſehen.“
Der Klüverbaum iſt nämlich bei dem nächtlichen Ueberſegeln gebrochen und muß erſetzt werden, wobei allerdings der Bootsmann viel zu thun hat. Kurzſpleiß läßt daher die Entſchuldigung gelten und fragt:„Wer iſt Heinrich Tiedemanu?“ Der erſte Officier kennt wohl die Leute nach den Nummern, jedoch noch nicht alle nach ihren Namen.
„Einer der neuen Jungen, Herr Capitän⸗Lieutenant.“
„Laßt ihn kommen!“
Der Schuldige wird herbeigeholt und erſcheint mit vollem Munde kauend vor dem geſtrengen Vorgeſetzten. Es iſt derſelbe, der in Gedanken den Kalender änderte und den ſeine Großmutter vor dem Maſtenklettern warnte.
„Warum haſt Du die Großoberbramſtenge nicht geſchmiert, wie ich Dir befohlen?“ fragte ihn der Bootsmann mit dem doppel⸗ ten Stirnrunzeln des erſten Officiers.
„Ich habe ſie geſchmiert,“ antwortete Heinrich dreiſt.
„Was Junge, Du haſt ſie geſchmiert? Sieh doch einmal nach oben, es ſitzt ja kein Körnchen Fett daran.“
„Da oben bin ich auch nicht geweſen,“ ſagte Heinrich ruhig, der mit den Augen der angegebenen Richtung folgt,„ich habe unten geſchmiert.“
„Wo unten?“„Im Hängemattendeck.“ deck?“ forſchte der Bootsmann, nicht Gutes ahnend, weiter.„Ja wohl.“„Wer hat Dich dorthin geſchickt?“„Ein andrer Junge, den ich fragte, was die Oberbramſtenge ſei, da ich es nicht wußte.“
Bei näherer Nachfrage ſtellt ſich heraus, daß Heinrich, wie dies an Bord ſo häufig geſchieht, als Neuling abſichtlich irregeführt iſt und ſtatt der Oberbramſtenge mit großem Eifer den friſch geſcheuerten Fußboden in der Kammer des Bootsmanns einge⸗ ſchmiert hat.
„Ah!“ ruft der letztere in komiſcher Wuth,„das iſt zumtal zum Verzweifeln! Nun kann ich mir auch erklären, weshalb der Junge zum zweiten Male Fett verlangte, obwohl der Topf faſt voll war.“
Da aus Heinrichs Mienen jedoch die unſchuldigſte Dummheit
„Im Hängematten⸗


