Jahrgang 
1865
Seite
661
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faſſen konnten; es muß daher der Theil ihres Waſſergehaltes, welcher ihren Sättigungsgrad überſteigt, als Regen niederfallen.

Man hat die Luft in dieſer Beziehung einem Schwamme ver⸗ glichen, der durch Preſſung ſeinen Waſſergehalt fahren läßt; allein dieſer Vergleich hinkt; denn das Waſſer verdunſtet weit leichter im luftleeren Raume als in der Atmoſphäre und hält ſich mittels der Wärme ganz ſelbſtändig in gasförmigem Zuſtand. Das Waſ⸗ ſergas kann durch Abkühlung auch ohne Zutritt der Luft wieder zu Waſſer verdichtet werden. Da indeſſen die Abkühlung der Luft zu gleich die Verdichtung des in ihr ſchwebenden Waſſerdampfes bewirkt und die Menge des Waſſerdampfes, welchen die Luft aufnehmen kann, von dem Grad ihrer Trockenheit und ihrer Wärme abhängt, ſo ſpricht man allerdings von einem Grad der Sättigung, der jedoch nicht von der Luft, ſondern einzig von der Wärme bedingt wird. Hat. z. B. eine Wolke eine Temperatur von 20 Wärme, ſo kann ſie unter ge⸗ wiſſen Umſtänden in jedem Kubikfuß ihres Raumes 3,¹7 Gran Waſ⸗ ſerdunſt enthalten. Das bringt auf einen Raumgehalt von 20 Mil⸗ lionen Kubikfuß über 9000 Pfund Waſſer. Beträgt die Wärme der Luft 120, ſo vermag dieſelbe in jedem Kubikfuß ihres Raumes dop⸗ pelt ſo viel Feuchtigkeit zu halten. Wenn nun eine dampfhaltige Luftſchicht einen Theil ihrer Wärme verliert, ſei es durch Ausſtrahlung nach dem Himmelsraume, oder durch Vermiſchung mit einer kälteren Luftmaſſe oder dadurch, daß von höheren Wolken Regen in die tiefere Wolkenſchicht herabfällt, ſo ſinkt ihre Fähigkeit, den Dampf zu be halten, auf einen niedern Grad zurück. Zwei ungleich warme Luft⸗ ſtröme geben daher, wenn ſie ſich miteinander miſchen, je nach dem Grad ihres Feuchtigkeitsgehaltes und ihres Wärmeunterſchieds einen Nebel oder Regenniederſchlag.

Die fallenden Regentropfen werden auf ihrem Wege durch die untern dampfhaltigen Luftſchichten vergrößert, indem ſie auf ihrer Oberfläche immer mehr Waſſerdampf niederſchlagen. Von zwei Re⸗ genmeſſern in der Sternwarte zu Paris, von denen der eine 3 Meter, der andere 28 Meter über der Erdoberfläche ſteht, gibt der untere alljährlich eine durchſchnittliche Regenmenge von 56 Centimetern Höhe, der obere nur eine Höhe von 50 Centimetern. Da nun bei einer wärmeren Lufttemperatur die Wolken höher ſtehen und die Atmo⸗ ſphäre gewöhnlich dampfhaltiger iſt als bei kälterer Luft, ſo müſſen die Regentropfen im Sommer größer als im Winter und in den wär⸗ meren Himmelsſtrichen größer ſein als in den kälteren. Am Aequa⸗ tor erreichen die Regentropfen zuweilen die Größe von faſt einem Zoll Durchmeſſer, ſo daß ſie beim Auffallen auf die bloße Haut eine ſchmerzhafte Empfindung bewirken. Wenn jedoch die untern Luft⸗ ſchichten ſehr warm und von ihrem Sättigungsgrade noch weit ent⸗ fernt ſind, ſo können die in der Höhe gebildeten Waſſertropfen auf ihrem Fallwege wieder in Dunſt aufgelöſt werden, ſo daß ſie nicht zur Erde gelangen. Dieſes geſchieht jedoch bei ruhiger Luft nicht lange, weil die untern Luftſchichten durch die Verdunſtung des fallen⸗ den Regens bald abgekühlt und mit Waſſerdampf geſättigt werden, worauf der Regen bis zur Erde gelangt.

Die Meere der heißen Zone bieten vorzugsweiſe die Quelle, aus welcher der Luftkreis ſeinen Waſſergehalt empfängt. Der am Ae⸗ quator aufſteigende warme Luftſtrom fließt in der Höhe der Atmo⸗ ſphäre nach Süd und Nord, während die niedern kalten Luftſtröme von den Polen her nach der heißen Zone dringen, wo ſie im Gürtel der Windſtille einander begegnen, einander durchkreuzen, von neuem erwärmt und mit Waſſerdampf erfüllt werden, um abermals empor⸗ zuſteigen und ihren Kreislauf nach den Polen hin zu erneuern. Der Aequatorialſtrom bringt uns von der Meeresfläche der heißen Zone eine wärmere, leichtere, feuchtere Luft; der Polarſtrom dagegen bringt aus der kalten Zone eine kalte, ſchwerere, trockenere Luft. Da nun die Fähigkeit der Luft, den Waſſerdampf in ſich aufzunehmen, durch ihre Abkühlung vermindert wird, ſo muß die warme Luft des Aequa⸗ torialſtromes, ſobald ſie durch Berührung und Vermiſchung mit der kältern Luft, die vom Pole kommt, einen Theil ihrer Wärme verlie⸗ ren und in Folge dieſer Abkühlung einen ebenbürtigen Theil ihrer Feuchtigkeit als Regen fallen laſſen. Durch den Umſchwung der Erde von Weſt nach Oſt um ihre Axe muß der Südwind des nördlichen Aequatorialſtromes allmählig in Südweſt und Weſt, und der Nord⸗ wind in Nordoſt und Oſt abgelenkt werden, weil die Lufttheilchen vom Aequator her eine größere und die von den Polen eine geringere Umſchwungsgeſchwindigkeit mitbringen als die Punkte der Erdober⸗ fläche haben, über welche ſie hinfließen. Der Aequatorialſtrom fließt

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aus Gegenden, welche größere Parallelkreiſe haben, zu Orten mit klei⸗ nern Parallelkreiſen; beim Polarſtrom iſt es gerade umgekehrt, er fließt von kleinern zu größern Parallelkreiſen. Jener muß daher in höhern Breiten dem Umſchwung der Erdoberfläche oſtwärts voraus eilen: dieſer muß in den geringern Breiten, zu denen er gelangt, in Beziehung auf den Umſchwung der Erdoberfläche zögernd zurückblei⸗ ben und daher als Nordoſtwind erſcheinen. Der wärmere Südweſtwind hat den Auftrag, den Waſſerdampf der tropiſchen Meere über unſere Fluren zu führen, und der kühlere Nordoſtwind muß die Feuchtigkeit der wärmeren Luftſtrömungen durch Abkühlung zu Wolken und zu Regen verdichten. Beide Luftſtrömungen richten, indem ſie einander bekämpfen, einander ſtauen und zu verdrängen ſuchen, den Willen des Allmächtigen aus, um uns den Frühregen und den Spätregen zu ſpenden.

Aus dieſem Zuſammenhang des Regens mit dem Syſtem der Luftſtrömungen, wird man leicht begreifen, warum für Deutſchland und die Schweiz die Südweſtſeite die Wetterſeite iſt, und warum die Regenniederſchläge auf der Südweſtſeite unſerer Gebirge im Durch⸗ ſchnitt weit häufiger und reichlicher fallen als auf der Seite nach Nordoſt. Die Wälder, Gebirge, beſonders die Gletſcher vermehren den Regenfall, weil ſie die oberen Luftſchichten abkühlen. Die durch⸗ ſchnittliche, alljährliche Regenmenge, z. B. ſüdlich von den Schweizer⸗ alpen in der Ebene des Po, in weiter Entfernung vom Gebirge, be⸗ trägt nur 19 bis 24 Zoll, näher am Gebirge 34 Zoll, am Fuße der Alpen 54 Zoll, in einzelnen Gegenden der Alpen ſogar 80 Zoll. Heiße Ebenen dagegen ohne Pflanzenwuchs, beſonders die großen Sandwüſten, die von den Sonnenſtrahlen erhitzt, einen warmen, trockenen Luftſtrom zum Himmel emporſenden, verhindern die Ab⸗ kühlung und Verdichtung der Wolken zu Regen. Im allgemeinen gilt das Geſetz, daß die mittlere alljährliche Regenmenge vom Aequa⸗ tor nach den Polen hin abnimmt. Während in der Nähe des Ae⸗ quators die alljährliche durchſchnittliche Regenmenge auf 75 Zoll Höhe anſteigt, erhalten die Gegenden zwiſchen 25 und 40 nördlicher Breite nur 35 Zoll, von 400 bis 500 gleich 25 Zoll, vom 50° bis 60 nördlicher Breite durchſchnittlich nur 15 Zoll Regen. Dieſe Regel erleidet jedoch durch die örtlichen Einflüſſe, z. B. der Gebirge, der Wälder, der Meere, der Sandwüſten ꝛc. mancherlei Modificationen. Die Regengüſſe in der heißen Zone ſind oft ſo maſſenhaft, daß das Regenwaſſer, welches leichter iſt als das Meerwaſſer, kurz nach dem Regen vom Meere abgeſchöpft werden kann, bevor es ſich mit dem ſalzigen Meerwaſſer vermiſcht.

Der Ueberſchuß des Waſſerdampfes, der ſich nicht als tropiſcher Regen ergießt, wird den Ländern der nördlichen und ſüdlichen Halb⸗ kugel als ein überſchwänglich reicher Segensſtrom zugeführt.

Da die aufſteigenden warmen Luftſtröme in dem Aequatorial⸗ gürtel ſich kreuzen, ſo daß der Luftſtrom, welcher von der ſüdlichen Halbkugel kommt, auf die nördliche übertritt und umgekehrt: ſo muß die nördliche Halbkugel weit mehr Regen empfangen als die ſüdliche, weil der Regenwind jener ſeinen Dampfgehalt von der ungeheueren Waſſerfläche der ſüdlichen Halbkugel empfängt, während die Winde don der waſſerärmeren nördlichen Erdhälfte nach der ſüdlichen hin⸗ ſtrömen. Merkwürdig, daß auf dieſe Weiſe eine Vertheilung der Regenmenge ſich wie zufällig von ſelbſt zu machen ſcheint, welche der ſüdlichen Erdhälfte, die weniger Land hat als die nördliche, auch we⸗ niger Regen, dagegen den ausgedehnten Länderflächen der nördlichen Halbkugel mehr Regen bringen muß. Johnſton fand durch zahlreiche Beobachtungen die durchſchnittliche jährliche Regenmenge für die nörd⸗ liche Erdhälfte 37 Zoll, für die ſüdliche nur 26 Zoll.

Oertlich mehrt oder vermindert ſich die Regenmenge unter ſonſt gleichen Umſtänden je nach Vermehrung oder Verminderung des Pflan⸗ zenwuchſes. Durch die Entwaldung großer Landſtrecken in Nord⸗ amerika iſt dort die Regenmenge merklich vermindert worden. Im ſüdlichen Frankreich ſind durch Abtreibung der Wälder manche Ge⸗ genden regenarm und unfruchtbar gemacht worden.

Alle bedeutenden Höhenzüge, wenn ſie mit Wald oder mit Glet⸗ ſchern bedeckt ſind, entziehen wie große Condenſatoren der Atmoſphäre einen Theil ihres Waſſergehaltes und werden durch die Vermehrung der Regenmenge und durch die Bildung von Quellen ein Segen für ihre ganze Umgegend. Die Moosdecken des Waldbodens und über⸗ haupt eine reiche Pflanzenkultur ſaugt die Feuchtigkeit der Luft ein und vertheilt das Regenwaſſer zur Befruchtung des Landes, während dürre Steppen und kahle Berglehnen durch die Regengüſſe immermehr abgeſchwemmt und für den Pflanzenwuchs untauglicher gemacht wer⸗