ennd Käſt friſchen oder 8 1 mn fühlt ſi das oſtfrieſiſ
niſcht. ſice
alles
ne nach Borkum ertheil bietet, dij tel ſtellt. Nichtzu und eine Fahrt adiſchen ierinſel Id, eine Roh⸗ n hinreichende
das mühſam und mittelländiſchen n verwandte Art die Matroſen asgußröhre, und hat— ein Glas Trinken das Ge⸗ Strahl in weitem
—₰
gedehnte Verwen⸗ z. B. vorn au den Seiten⸗ und he u. ſ. w. Auch er Umſtände, wir
und das genügt dann freilich das was in ſich Ab⸗ Alten, indem efſetzen, der Kopf „Abſchluß des er ſinnig nach dung führt ein
1
ich zu ähnlichen us tiefen Krügen nen langen ſStil
4
4
Antike Geräthe,
nach Exemplaren im Berliner Muſeum.
keineswegs willkürliche war. Dadurch wird freilich kein Geräth ſchön, wenn man den für den praktiſchen Zweck erforderlichen Theilen irgend etwas Zierendes, irgend ein beliebiges Ornament hinzufügt; durch willkürliche Ornamente wird vielmehr ein Geräth ver⸗ ſchlechtert, wofür die Schaufenſter unſerer Läden nur zu viele Beiſpiele bieten. Die Alten verfuhren anders, ſie befolgten den einfachen Grundſatz, den Zweck, die Funktion eines Geräthstheils durch das in der organiſchen Welt dieſelbe. Funktion erfüllende Glied bildlich darzuſtellen. Ein Handwerk, wie das antike würde nicht allein für die Geſtaltung des äußeren Lebens und für die Geſchmacks⸗ bildung, ſondern auch für die Arbeiter ſelbſt ſehr glückliche Folgen haben, weil es Freude macht, ſolche Geräthe zu bilden, die zu⸗ gleich reizen zu eignen neuen Erfindungen. Es iſt nicht zu tadeln, wenn die Rückſicht auf Verdienſt den Arbeiter an ſeine Arbeit feſſelt, es iſt zu loben, wenn außerdem noch das höhere Gefühl der Pflicht ihn beſeelt, gewiß aber iſt es etwas Herrliches und Bedeutendes, wenn noch wirkliche Freude an der Arbeit hinzukommt. Das aber geſchieht am erſten da, wo die Arbeit der Art iſt, daß ſie des Arbeiters Kopf und Phantaſie anregt.
Auch in praktiſcher Hinſicht ſcheinen die antiken Geräthe den unſrigen manchmal überlegen zu ſein. Namentlich in den Geräthen, die unter den Begriff der Kanne fallen. Wie oft haben wir Noth mit unſeren Kaffeekannen, indem entweder der Ausguß nicht breit genug oder in anderer Weiſe das Geräth mangelhaft conſtruirt iſt. Eine gewiſſe kleine Kaffeekanne von braunem Steingut, die man in Berlin und auch wohl anderswo kennt, iſt ſo eingerichtet, daß man mit allem guten Willen nicht ſauber und reinlich einſchenken kann.
Mit den antiken Gießkannen wird nur ein Tölpel etwas verſchütten können, in breiter bequemer Rundung öffnet ſich der Ausguß, und nicht blos nach vorn, ſondern auch nach beiden Seiten, um ſeitwärts einſchenken zu können.
Intereſſant iſt eine Form antiker Taſſen, von denen unſere Abbildung ein Exemplar vorführt. Sie haben zwei Henkel, die aber nicht gleich ſind, denn der eine ſteht vertikal, wie bei unſeren Taſſen, um den Finger bequem hineinſtecken zu können, der andere aber hori⸗ zontal, nämlich zum Darreichen des Geräthes.
Zu den ſchönſten altgriechiſchen Gefäßen gehört der dreihenklige Waſſerkrug, von welchem die Abbildung zwei Exemplare aus ver⸗ ſchiedenen Zeiten vorführt. Das Gefäß iſt nicht dazu beſtimmt, aus einem Fluſſe Waſſer zu ſchöpfen, in welchem Fall die Form eines Eimers zweckmäßiger geweſen wäre, ſondern es wird unter das Waſſer ſpeiende Löwenmaul im Quellhauſe geſtellt und nimmt mit ſeinem trichterförmigen oberen Theil den Strahl in ſich auf. Dann wird es an den zwei feſten und darum kleinen Henkeln angefaßt und auf den Kopf geſetzt, während der dritte, auf der Abbildung nicht ſichtbare Henkel an der Rückſeite zum Tragen des leeren Gefäßes ſchicklich iſt. Auf dem Kopf wird es mit untergelegtem Polſter getragen und zwar trugen es die griechiſchen Frauen leicht und frei, ohne die Hand daran zu legen, was den griechiſchen Künſtlern ſchöne Vorbilder für ihre Werke gab. Für dieſe Weiſe des Tragens iſt aber die ſchon an ſich ſo gefällige Ei⸗ form auch praktiſcher, weil der Schwerpunkt des Ganzen dadurch mehr nach oben gerückt wird. Daß aber von dem ſchönen Quellwaſſer, das
die Griechen Grund hatten werth zu halten, nichts verſpritzt werde beim Tragen, dafür iſt durch die enge Oeffnung des Halſes geſorgt.


