Jahrgang 
1865
Seite
625
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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen. Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 15 Sgr. zu beziehen. Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden. Ausgegeben im Juli 1865. Ber Jahrgang läuſt vom Ortober 1863 bis dahin 1865. Schweſter Maria de las Anguſtias. Hiſtoriſche Epiſode aus der Gegenwart. (Fortſetzung.)

RM 43.

Faſt ſtillſchweigend ging die Reiſe bis Burgos vor ſich und nur von Zeit zu Zeit wurden einige kurze Phraſen zwiſchen dem Hauptmanne und den Reiſenden über das Wetter, über die Gegend und andere gleichgültige Gegenſtände gewechſelt. Am dritten Tage be⸗ merkte die Dame, daß einer der Soldaten der Eskorte fehle und auf ihre deshalb geſtellte Frage antwortete der Hauptmann, daß er ihn mit einem Rapporte an den Commandanten von Burgos vorausgeſchickt hätte. Als ſie am Sonnabend Abend ziemlich ſpät vor den Thoren der Stadt angekommen waren, ſchlug man den Weg um die Mauer herum ein, anſtatt durch die Straßen zu reiten, und der Hauptmann ſchien die Bemerkung, die die Dame darüber machte, überhört zu haben, denn er beantwortete ſie nicht.

Es war ſchon ziemlich finſter, als man am entgegengeſetzten Thore ankam, wo zum größten Erſtaunen der Dame ein Piquet von einigen zwanzig Lanciers unter der Führung eines Officiers die Reiſen⸗ den erwartete. Don Louis bat ſie, von ihrem Maulthiere herab und in einen Wagen, der ihr vorgeführt wurde, einzuſteigen.

Sennora, ſagte er,ich bitte Sie um Entſchuldigung, unſern Reiſeplan etwas verändert zu haben, doch der General meinte, daß es beſſer für uns wäre, die Gelegenheit dieſer Eskorte zu benutzen und dieſe Nacht durch bis Miranda zu fahren, wo wir uns morgen ungeſtört ausruhen können.

Die Dame ſchien unwillig zu ſein; ſie gab vor, ſie ſei äußerſt müde, hätte noch einige Beſtellungen in Burgos zu machen und fürchte ſich außerdem, die Nacht zu durchreiſen. Der Hauptmann er⸗ wiederte, daß, ſo leid es ihm auch thäte, ihren Wünſchen nicht nach⸗ kommen zu können, es ihm doch unmöglich wäre, den Befehlen des Generals nicht zu gehorchen. Es käme ihm ſelbſt ſehr komiſch vor, fügte er hinzu, daß man ihm, der doch kaum geneſen ſei, nicht einmal ver⸗ gönne, eine Nacht zu ruhen; aber, wie er gehört habe, ſei der General ſo vorſichtig geworden, weil ihm angezeigt worden wäre, daß Emiſſäre unter allerhand Kleidung von jeglichem Stand den Gebrü⸗ dern Hierros Berichte, Befehle und Geld von ihren Anhängern überbrächten.

I. 43.

Die Dame erwiederte kein Wort und ſtieg in den Wagen. Don Louis bat ſie um die Erlaubniß, ſich neben ſie zu ſetzen, da die Nacht kühl und auch er ermüdet ſei; ehe er aber ſeinen Platz einnahm, ließ er ſich ſeine Piſtolen aus den Satteltaſchen geben und legte ſie, ſo wie Degen und Dolch auf den Rückſitz.

Wer weiß, ob wir ſie nicht gebrauchen werden, ſagte er im Hineinſteigen,es ſcheint, als wenn die Herren im Gebirge einen wichti⸗ gen Emiſſär erwarten, denn ſo eben hörte ich, daß man Feuer auf der Höhe will geſehen haben... Doch fürchten Sie nichts, Sennora, niemand ſoll Ihnen ein Haar krümmen, ich gebe Ihnen mein Wort darauf!... Dann ſich aus dem Wagenſchlag beugend:Adelante, Caballeros! rief er, und wie der Wind rollte der von vier derben Maulthieren gezogene und von der Eskorte umringte Wagen über die Landſtraße von Caſtilien.

Während der ganzen Fahrt ſaß Don Louis ſchweigend zur Seite der Dame; in Bibienna, wo die Maulthiere gewechſelt wurden, fragte er ſie, ob ſie eine Erfriſchung zu ſich nehmen wollte und nach ihrer verneinenden Antwort lehnte er ſich dermaßen zum Wagenfen⸗ ſter hinaus, daß ein umherſchleichender Stalljunge, der neugierige Blicke in den Wagen zu werfen ſchien, nichts darin zu erkennen im Stande war.

Gegen Morgen hielt der Wagen plötzlich auf der Landſtraße ſtill; die als Vortrab dienenden Lanciers waren zurückgekommen und meldeten dem Officier, daß untrügliche Zeichen eines projectirten Hinterhaltes ſich ungefähr eine halbe Meile weiter vorwärts befänden. Don Louis verließ den Wagen und unterhielt ſich einen Augenblick leiſe mit dem Officier, dann kehrte er zurück und ſagte, indem er ſich in den Wagenſchlag lehnte:

Sennora, ich muß Sie bitten auszuſteigen, denn Sie werden wahrſcheinlich im Wagen nicht mehr ſicher genug ſein, da es anzu⸗ nehmen iſt, daß die Briganten zuerſt auf die Maulthiere ſchießen, und die kurze Zeit, die dann zu Ihrem Ausſteigen nothwendig iſt, dazu benutzen werden, um uns ſo viele Leute, wie möglich zu tödten. Bitte, nehmen Sie meine Hand ſo.... doch vergeſſen Sie dieſes